News

Dialog: Sicherheitssysteme für die Energiewirtschaft

09.11.2011 - „Die Innovation steckt in der Konfiguration", so benennt es Bosch-Vertriebsleiter Bernhard Kempf. Egal ob Brandschutz, Notfallwarnung, Zutrittskontrolle oder die Risikoüberwachun...

„Die Innovation steckt in der Konfiguration", so benennt es Bosch-Vertriebsleiter Bernhard Kempf. Egal ob Brandschutz, Notfallwarnung, Zutrittskontrolle oder die Risikoüberwachung per Video: Wirkungsvolle Sicherheitssysteme für die speziellen Anforderungen in der Energiewirtschaft unterliegen immer kürzeren Innovationszyklen. Daher sind gefragt: stets neue, individuelle und richtlinienkonforme Lösungen, die den besonderen Ansprüchen der Energieversorger entsprechen. GIT-SICHERHEIT.de berichtet vom EVU-Forum in der Berliner Bosch-Repräsentanz.

Bernhard Kempf, Leiter Vertrieb Gebäudesicherheit bei Bosch, begrüßte am 8. und 9. November 2011 um die 150 Sicherheitsspezialisten aus dem Energiesektor in der Berliner Bosch-Repräsentanz - um diese mit folgenden Sach- und Fachreferaten auf den neuesten Stand zu bringen.

Ungeklärte Frage: Stromausfall - wer hat den Hut auf?
Spannend: Den Anfang machte Norbert Seitz aus dem Bundesministerium des Innern. Krisenmanagement und Bevölkerungsschutz standen bei seinem Vortrag im Fokus. Er hatte Aufschlussreiches zu berichten - wie Szenarien gemacht werden, wie Risikomanagement in Bund und Ländern organisiert wird. Er stellte sich auch den kritischen Fragen der Sicherheitsmanager im Auditorium. Wenngleich auch Seitz nicht die ultimative Antwort auf die drängende Frage hatte, wer nun „bei einem Stromausfall den Hut auf" habe - der Bund, das jeweilige Land, welche Behörden? Gestellt wurde die Frage von einem E.ON-Mann - und GIT SICHERHEIT wird für ihn und seine Kollegen weiter dran bleiben, um zur Lösung mindestens ein Stück weit beizutragen. Leicht ist das nicht, denn letztlich geht es um Macht - und Geld.

Ulrich Hoischen von DMT berichtete über ganzheitliche Schutzkonzepte für Energieversorgungsanlagen - und wie wichtig eine normenkonforme Umsetzung ist. Stephan Schwenker ist Sicherheitsmanager bei der RWE Power AG in Bergheim. Er erzählte alles über die Brandschutzorganisation eines Energieversorgers - eben seiner RWE Power AG. Thomas A. Knauel verantwortet bei Bosch das Produktmanagement im Bereich Brandschutz. Er ist ganz nah dran an allen Visionen, die Bosch Sicherheitssysteme in Sachen Brandschutz hat - und das sind einige. Aktuell auf der Agenda: ganz neue Sensor-Technologien, unterbrechungsfreie Signalgeber und noch zwei weitere spannende Dinge, über die demnächst in der gedruckten GIT SICHERHEIT sowie hier auf GIT-SICHERHEIT.de zu lesen sein wird.

Heiße Diskussion über warme Bilder
Christoph Ickler, Student an der Bergischen Universität Wuppertal und Bastian Nagel, forschender Kommilitone an der Fachhochschule Köln gaben Einblick in ihre Methoden in Bezug auf Wärmebild-Kameras zur Einbruch- und Branddetektion. Speziell dieses Thema löste eine rege Diskussion unter und mit den anwesenden Sicherheitsprofis an. Vieles dreht sich auch jetzt noch um die Frage: was geht und was nicht in Sachen Wärmebild - und unter welchen Bedingungen. Zum Abschluss des Tages ging es auf eine Stadtrundfahrt durch die Hauptstadt - inklusive Zwischenstopp bei der „kultigsten Currywurst-Location in ganz Berlin", so Bosch Key Account Manager Lothar Marth.

Am Folgetag gab es weitere interessante Vorträge, die als Parallelveranstaltungen von den Sicherheitsmanagern selbst ausgewählt werden konnten. So wusste Michael von Foerster die außergewöhnliche Geschichte von 125 Jahren Bosch zu erzählen. Marco Paschen von Vattenfall und Andreas Ernst von Bosch berichteten über effiziente Zutrittskontrolle in Hochsicherheitsbereichen. Der Vortrag von Dr. Jörg Kelleter, GTE Industrieelektronik: Neuentwickelte Sondermeldertechnik für Industrie und Kraftwerks-Applikationen.

Christian Otter von E.ON Kernkraft wusste alles zum Projekt „Objektschutz-Managementsystem im KKW Unterweser". Dr. Henrik Hoff von AP Sensing schließlich informierte die Sicherheitsleute über faseroptische Temperaturmessung zur Steigerung der Betriebssicherheit.
Den Abschluss machten dann vier Experten von Bosch - Jörg Wießner, Initiator Lothar Marth, Thomas Spitz und Dr. Michael Höynck gaben Einblick in iPad, iPhone & Co. in der Sicherheitstechnik, in die Inventarsicherung großräumiger Objekte und dezentraler Liegenschaften, informierten über die universelle Gefahrenmeldeanlage UGM2040 und schließlich über Konzepte künftiger Multi-Sensor-Sicherheitssysteme.

Fazit
Fazit der Teilnehmer: eine Veranstaltung der Spitzenklasse, speziell auch deshalb, weil gezielt die Anforderungen einer Branche in den Fokus gestellt wurden. Wie aus Bosch-Kreisen zu vernehmen war, plant man auf jeden Fall, die Veranstaltung künftig turnusmäßig durchzuführen - und vielleicht sogar für weitere Branchen anzubieten. Es wäre ein echter Beitrag zum Geschehen in der Welt der Sicherheit.

GIT SICHERHEIT und GIT-SICHERHEIT.de werden in den kommenden Monaten mit Fachbeiträgen und Interviews die Ergebnisse des Bosch-EVU-Forums näher beleuchten und vertiefen.

Alle Vorträge in der Übersicht:

  • Norbert Seitz, Bundesministerium des Innern: Krisenmanagement und Bevölkerungsschutz
  • Ulrich Hoischen, DMT: Ganzheitliche Schutzkonzepte für Energieversorgungsanlagen
  • Stephan Schwenker, RWE Power AG, Bergheim: Brandschutzorganisation eines Energieversorgers
  • Thomas A. Knauel, Bosch: Aktuelle und zukünftige Entwicklungen bei Brandmeldesystemen
  • Christoph Ickler, Bergische Universität Wuppertal und Bastian Nagel, Fachhochschule Köln: Wärmebild-Kameras zur Einbruch- und Branddetektion
  • Michael von Foerster, Bosch: 125 Jahre Bosch - eine außergewöhnliche Geschichte
  • Marco Paschen, Vattenfall und Andreas Ernst, Bosch: Zutrittskontrolle in Hochsicherheitsbereichen
  • Dr. Jörg Kelleter, GTE Industrieelektronik: Neuentwickelte Sondermeldertechnik für Industrie und Kraftwerks-Applikationen
  • Christian Otter, E.ON Kernkraft: Projektbericht Objektschutz-Managementsystem im KKW Unterweser
  • Dr. Henrik Hoff, AP Sensing: Faseroptische Temperaturmessung zur Steigerung der Betriebssicherheit
  • Jörg Wießner, Bosch: iPad, iPhone & Co. in der Sicherheitstechnik
  • Lothar Marth, Bosch: Inventarsicherung großräumiger Objekte und dezentraler Liegenschaften
  • Thomas Spitz, Bosch: Universelle Gefahrenmeldeanlage UGM2040
  • Dr. Michael Höynck, Bosch: Konzepte künftiger Multi-Sensor-Sicherheitssysteme

Kontakt

Bosch Sicherheitssysteme GmbH - Bosch Building Technologies

Robert-Bosch-Ring 5-7
85630 Grasbrunn
Deutschland

+49 89 6290 0
+49 89 6290 281647