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ZVEI: CO2-mindernde Technologien schnell einsetzen

15.12.2020 - Das Ziel, die Treibhausgase um 55 Prozent bis 2030 zu reduzieren, sei ambitioniert, so Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung

Das Ziel, die Treibhausgase um 55 Prozent bis 2030 zu reduzieren, sei ambitioniert, so Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung. Es lasse sich nur erreichen, wenn man es jetzt auch anpackt. Die konsequente Elektrifizierung und Digitalisierung sei dafür Voraussetzung. Viele CO2-mindernde Technologien lägen vor, um die Energie-, Gebäude-, Verkehrs- und auch Industriewende angehen zu können. Insbesondere der Gebäudesektor habe hohes Potenzial, um die Klimaziele zu realisieren. In der EU ist dieser für mehr als 30 Prozent der Emissionen verantwortlich. Das Vorhaben der EU im Rahmen der „Renovation Wave“ die Sanierungsrate von 1,5 auf drei Prozent anzuheben, unterstützt der ZVEI daher ausdrücklich.

Der Verband fordere Kommission, Mitgliedsstaaten und Parlament auf, gemeinsam Hindernisse für die Aufstockung von energieeffizienten Investitionen zu beseitigen und Modernisierung zu fordern und fördern. Die Rahmenbedingungen für innovative, grüne Technologien müssten jetzt im Sinne der Klimaschutzziele formuliert werden. Allein in Deutschland seien die Elektroinstallationen in drei Viertel aller Gebäude veraltet. Diese müssten, wie die Hauswärmetechnik, nun auf den neuesten Stand gebracht werden, um beispielsweise auch die Grundlage für eine flächendeckende Ladeinfrastruktur zu schaffen. Darüber hinaus sollten Voraussetzungen für die vollständige Umrüstung auf LED-Technologie vorangebracht werden. Eine grundlegende Rolle spiele bei alldem auch die Digitalisierung des Energiesystems und der Verteilnetze hin zu einem Smart Grid. Um die Klimaziele 2030 zu erreichen, brauche man hier einheitlich europäische, verbindliche Zielvorgaben und Förderungen, transparent ausgerichtet an den Ökodesign-Vorgaben. Dann könne ein nachhaltiges, klimaneutrales und gestärktes Europa geschaffen werden.

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