Sie sind hier: StartseiteThemen-ÜbersichtSecurity › Ist die Zutrittskontrolle bereit für die Zukunft mit NFC-Smartphones?

Ist die Zutrittskontrolle bereit für die Zukunft mit NFC-Smartphones?

30.04.2012
Smartphones können als elektronische Schlüssel verwendet werden
Smartphones können als elektronische Schlüssel verwendet werden Weiter
Smartphones können als elektronische Schlüssel verwendet werden payWave-Terminal 

Die Markteinführung der NFC Technologie nimmt mit rasender Geschwindigkeit zu. Mit der neuen ­Generation von Smartphones mit NFC Technologie suchen Unternehmen nach Möglichkeiten zur Optimierung von mobilen Zahlungsmöglichkeiten und Integration in Zutrittskontrollsysteme. Es ist noch ein längerer Weg bis der ­Kundennutzen wirklich realisiert wird, aber die jüngsten Ankündigungen zeigen, dass einige Fortschritte gemacht wurden.
Axel Schmidt, Geschäftsführer von Salto Systems, verrät einige der neuesten Entwicklungen.

Elektronische Zutrittskontrolle existiert nun schon seit über 30 Jahren und in dieser Zeit hat sie sich vom einfachen Magnetkarten-Systeme bis zu den heutigen anspruchsvollen Wireless-Systemen, die Tausende von Türen an mehreren Standorten kontrollieren können, weiterentwickelt. Dank den Fortschritten in der RFID-Technologie bietet die Zutrittskontrolle heute eines der komfortabelsten und sichersten Formen der Gebäudetechnik und ist in der Lage zu steuern, wer was, wann und wo rund um die Uhr Zutritt hat. Die technologische Weiterentwicklung ist wie eh und je ein Treiber um völlig schlüsselloses Gebäude zu schaffen. Es gibt Anzeichen dafür, dass ein neuer Stern am Himmel steht, der das Thema Zutrittskontrolle auf ein neues Level hebt.

Auf der jüngsten International Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas, Nevada, zeigten eine Reihe von Smartphone-Herstellern, darunter Android, BlackBerry und Samsung, wie ihre neuen Modelle in der Lage sind, als „Schlüssel" verwendet zu werden, um Türen zu öffnen, ähnlich wie es berührungslose Transponder heute tun. Auch Microsoft und Apple planen für das Jahr 2012, ihre neuen Windows Phone bzw. iPhone-Modelle mit der NFC-Technologie auszurüsten. Es wird vorhergesagt, dass der heutige Marktanteil von weniger als 10 % NFC-fähiger Smartphones in den nächsten zwei bis drei auf über 50 % steigen wird.

Was ist NFC und wie wird es in der ­Zutrittskontrolle arbeiten?
NFC-oder Near Field Communications, ist eine RFID-bezogene Technologie, die es erlaubt im Nahbereich eine gesicherte Datenübertragung zu ermöglichen, zum Beispiel für bargeldlosen Zahlungsverkehr aber nicht nur dafür.

NFC arbeitet im Frequenzbereich von 13,56 MHz über einen Annäherungsbereich von wenigen Zentimetern (typischerweise weniger als 4cm) und komplettiert eine Reihe von beliebten Funktechnologien im Endkundenbereich. Der wesentliche Unterschied zwischen der bekannten Funktechnologie und NFC ist, dass während RFID in einer Entfernung von einigen Metern verwendet werden kann, NFC einen viel kleinen Wirkungsbereich hat und dort eingesetzt wird, wo eine gesicherte Datenübertragung benötigt wird. Zum Beispiel, um mit Hilfe eines kontaktlosen Kreditkarte zu zahlen oder eine Tür zu entriegeln. Im Wesentlichen ist NFC eine Erweiterung des RFID Spektrums, aber mit einem hohen Sicherheitsstandard.

Mit der NFC-Technologie in Ihrem Smartphone, können Sie es wie eine Kreditkarte oder Geldkarten nutzen. Viele Hersteller sind schon bereit die NFC-Technologie wie eine Art elektronische Geldbörse in ihre Handys zu implementieren und den Benutzern zu ermöglichen, bargeldlose Zahlungen in der gleichen Weise wie mit der gerade angekündigten neuen EC-Karte der Sparkassen und anderen Banken zu machen.

Erst im vergangenen Monat gab Visa eine Genehmigung an Samsung, LG Electronics und BlackBerry-Smartphones seine neue payWave-Technologie in den Smartphones als kontaktloses Zahlungsmittel zu nutzen. Es bescheinigt den Modellen Samsung Galaxy S II, LG Optimus NET NFC, BlackBerry Bold 9900, BlackBerry Bold 9790, BlackBerry Curve 9360 und BlackBerry Curve 9380 die Funktion als Mobile-Payment-Gerät zu agieren und somit an den aktuellen geschätzten 185.000 kontaktlosen Terminals in Läden und Geschäfte auf der ganzen Welt eingesetzt werden zu dürfen.

Diese Smartphones haben die Visa payWave-App auf der SIM-Karte im Inneren des NFC-Gerätes. Das einfache Vorhalten des Smartphones an das Kartenlesegerät ermöglicht dem Nutzer eine sichere Zahlung. Analysten sagen, dass Firmen wie Visa mit Banken, Mobilfunkbetreibern und den führenden Geräteherstellern zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die zukünftigen Zahlungstechnologien so einfach, intuitiv und sicher sind wie heutige kartenbasierte Transaktionen. Eine Prognose spricht von einem möglichen Marktvolumen der NFC-Transaktionen im Wert von etwa 40 Milliarden Dollar im Jahr 2014.

Vom Zahlungmedium zum Schlüssel­medium
Obwohl die Zahlungsfunktion die aktuelle treibende Kraft hinter der NFC Entwicklung ist, werden auch viele andere Anwendungen auf Basis der NFC-Technologie entwickelt.

Die Technologieentwicklung bewegt sich in einem solchen rasanten Tempo, wie sich auch die RFID-Technologien z. B.: Mifare, DESFire, HID iClass, Legic Advant und Picopass entwickelt haben. Diese haben die ehemaligen Magnetstreifenkarten, Code-Tatsturen und mechanischen Schließtechnologien abgelöst. Das Smartphone könnte realistischer Weise die Möglichkeiten der RFID-Karte erweitern. Einer der ersten Bereiche, in denen dies wahrscheinlich geschehen wird, ist die Welt der Zutrittskontrolle und mehr als wahrscheinlich wird als erste Anwendung der Einsatz als „elektronischer Schlüssel" in der Hotellerie sein.

Verwandte Artikel :

Schlüsselwörter : Axel Schmidt Gebäudetechnik NFC Technologie NFC-Smartphones RFID-Technologie Salto Systems Zutrittskontrolle Zutrittskontrollsysteme

EmailanfrageFirmen Homepage

Salto Systems GmbH
Gewerbestr. 5
58285 Gevelsberg
Germany

Tel: +49 2332 55116 11
Fax: +49 2332 55116 19
Web: http://www.saltosystems.de/

RSS Newsletter

Vorschau auf nächste gedruckte GIT SICHERHEIT:    ...und GIT SICHERHEIT auf Ihrem Tablet-PC: Hier geht´s zum Archiv aller e-Versionen

Mediadaten von GIT SICHERHEIT 2015 - jetzt zum Download

Messe nachbereiten mit der GIT Messe App:

Der GIT Kamera-Test im SeeTec-Labor: