Umgang mit Warnschutzkleidung

  • Gut gewartet - sicher gewarntGut gewartet - sicher gewarnt

Dämmerung, Nebel oder auch nur ein Regenschauer: Menschen, die im Straßenbau, bei Stadtwerken oder im Garten- und Landschaftsbau arbeiten, müssen in der Regel Warnschutzkleidung tragen. Die leuchtend grüne, orange oder gelbe Kleidung erhöht ihre Sichtbarkeit für andere Verkehrsteilnehmer und trägt damit zu ihrer Sicherheit bei. Doch wie jede Kleidung, die regelmäßig getragen wird, geht auch an Warnschutzkleidung der Zahn der Zeit nicht vorbei. Verschmutztes Gewebe oder abgenutzte Reflexstreifen setzen die Erkennbarkeit und damit die Sicherheit der Träger herab.

Nach jedem Waschen muss geprüft werden, ob die Schutzwirkung noch ausreicht, „und ob Jacke, Hose oder Weste noch der Norm gerecht werden, nach der sie zertifiziert wurden“, sagt Uwe Schmidt, Abteilungsleiter Engineering bei dem Textildienstleister Mewa. Er ist bei dem europaweit tätigen Dienstleister für Berufs- und Schutzkleidung im Mietsystem dafür verantwortlich, dass in den waschenden Betrieben der Unternehmensgruppe die Qualitätsstandards optimal eingehalten werden. Die routinemäßige Qualitätsprüfung und Wartung der Schutzkleidung nach dem Pflegeprozess gehört zu den Standards.

Anhaltender Schutz durch richtige Pflege
Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung empfiehlt in der Informationsschrift „DGUV Information 212-016 (ehemals BGI/GUV-I 8591) – Information Warnkleidung“, mit der Pflege der Kleidung einen Textildienstleister zu beauftragen, dessen Waschverfahren qualifiziert und validiert sind. Der Grund: Professionelle Textil-Management-Unternehmen kontrollieren die Kleidung nach dem Waschen auf Funktionstüchtigkeit und übernehmen die Wartung der Kleidung beziehungsweise ersetzen Kleidungsstücke, die nicht mehr funktionsfähig sind. Beschädigte Reflexstreifen oder fluoreszierendes Gewebe, das an Wirkung verliert, können gefährlich sein für den Träger der Kleidung. Gemäß international gültigen Normen sind deshalb für fluoreszierenden Farbeigen-schaften und Reflexstreifen an Warnschutzkleidung Mindestwerte einzuhalten.

Automatisierte optische Qualitäts­kontrolle
Um die Qualitätssicherung bei der Pflege von Warnschutzkleidung weiter zu verbessern, entwickelte Mewa ein Verfahren zu deren Prüfung nach dem Pflegeprozess.

Die automatisierte optische Qualitätskontrolle prüft Farbeigenschaften und Reflexionswirkung der Warnschutzkleidung nach der Wäsche: Werden die geforderten fluoreszieren-den Werte noch erreicht? Entspricht die Schutzkleidung den Normen, nach denen sie zertifiziert wurde? Uwe Schmidt erklärt, wie das Prüfverfahren funktioniert: „Die Kleidungsstücke laufen über ein Fördersystem, während sie von Kameras fotografiert wer-den. Parallel dazu wertet eine dafür entwickelte Software die Ergebnisse aus. Diese Technik ist in der Lage, Farbechtheit und Reflexion der Leuchtstreifen zu messen, computergestützt zu vergleichen und die Auswertungsergebnisse elektronisch zur Verfügung zu stellen.“

Das Unternehmen entwickelte das Verfahren in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut Darmstadt und arbeitet nun als erster Anbieter der Branche mit dieser automatisierten, technischen Lösung. Der Nutzen ist vielfach: Die Prüfung der Normkonformität ist nicht länger vom Augenschein abhängig und gewährleistet daher eine gleichbleibende Qualität der Kontrollinstanz.

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Mewa Textilservice AG + Co. Management oHG


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