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Lichtvorhänge und -schranken in Schutzart IP69K

30.11.2011
Wilfried Schmitz, Geschäftsführer Contrinex
Wilfried Schmitz, Geschäftsführer Contrinex Weiter
Wilfried Schmitz, Geschäftsführer Contrinex  

Contrinex entwickelt und produziert induktive und photoelektrische Sensoren für industrielle Anwendungen. Miniatur-Sensoren, große Schaltabstände, extreme Umgebungsbedingungen und Geräte in Ganzmetallgehäusen zählen zu den Spezialitäten des Unternehmens. Jetzt hat der Hersteller aus Nettetal Lichtvorhänge und Lichtschranken in der Schutzart IP69K vorgestellt. Geschäftsführer Wilfried Schmitz erläutert die Hintergründe.

GIT-SICHERHEIT.de: Herr Schmitz, was hat Ihr Unternehmen dazu bewogen, Licht­vor­hänge und -schranken in der Schutzart IP69K anzubieten?

Wilfried Schmitz: Raue Umgebungsbedingungen im industriellen Umfeld benötigen Feldgeräte mit hoher Schutzart gegen funktionsrelevantes Eindringen von Feuchtigkeit und Staub. Auch hier müssen optoelektrische Schutzeinrichtungen Menschen zuverlässig vor gefährlichen Bewegungen schützen. Die marktübliche Lösung hat bisher darin bestanden, ein zusätzliches transparentes Gehäuse um die Schutzgeräte zu verbauen. Für den Anwender ist diese Zusatzmaßnahme mit einem beträchtlichen Mehraufwand bei der Montage, Justage und dem Unterhalt verbunden. Als Hersteller von optischen Sicherheitskomponenten hat uns dies motiviert, für unsere Kunden ein Standard-Produkt zu entwickeln, bei welchem dieser zusätzliche Ma­terial-, Montage- und Justageaufwand entfällt, indem das Produkt selbst über die höchste Dichtigkeit verfügt.

Wie erfüllt das Produkt im Einzelnen die Schutzart IP69K?

Wilfried Schmitz: Im Falle unserer IP69K-Produkte besagt die erste Ziffer „6", dass das Gerät staubdicht ist. Die zweite Kennziffer, inklusive dem ergänzenden Buchstaben „9K", bedeutet, dass selbst bei Reinigung mit heißem Wasser unter Hochdruck- oder Dampfstrahl (bis zu 80 °C und 100 bar) keine Feuchtigkeit in das Produkt eindringen darf.

Für welche Anwendungen haben Sie diese Lichtvorhänge und -schranken konzipiert?

Wilfried Schmitz: Standardbeispiele für solche Anwendungen sind Außenanwendungen oder Applikationen bei denen z. B. aus hygienischen Gründen mit Hochdruck und Dampf gereinigt wird.

Klassische Branchen für IP69K-Sensoren sind die Lebensmittel- und Getränkeindu­strie, wo aufgrund strenger Hygienevorschriften Hochdruckreiniger zum Einsatz kommen. Ähnliches gilt für die Pharma- und Chemieindustrie. Andere Beispiele finden sich bei Applikationen im Freien, wo die Geräte Wind und Wetter ausgesetzt sind, wie etwa in der Beton- und Zementindustrie oder bei Anwendungen im Straßenverkehr. Da unsere Produkte selbst über höchste Dichtigkeit verfügen, liegt der Vorteil für den Anwender jeweils darin, dass Contrinex-Produkte bei den genannten Anwendungen keine zusätzlichen Schutzhüllen benötigen und der damit verbundene Mehraufwand somit vermieden werden kann.

Was waren im Zusammenhang mit dem ­Prüfverfahrens nach DIN 40050-9 bei der ­Entwicklung die wesentlichen Kriterien?

Wilfried Schmitz: Das Produkt muss nach dieser Norm grundsätzlich zwei physischen Einwirkungen dauerhaft standhalten: Erstens muss eine hohe Robustheit gegen mechanische Außeneinwirkungen gewährleistet sein: Die Geräte von Contrinex halten bei der Hochdruck-Reinigung Drücken von bis zu 100 bar stand. Typischerweise werden zu diesem Zweck Reinigungsgeräte eingesetzt, wie etwa die Firma Kärcher sie herstellt. Wer bereits einmal mit einem solchen Gerät hantiert hat, weiß, dass damit so einiges an Zerstörung möglich ist. Zweitens gilt es, gegen nicht unwesentliche Temperaturschwankungen resistent zu sein. So muss ein Produkt, welches bei Raumtemperatur betrieben wird, während der Reinigung auch der Einwirkung von 80 °C heißem Wasser standhalten. Die Schwierigkeit für den Hersteller eines entsprechenden Gerätes besteht darin, dass die verwendeten Materialien, insbesondere im gegenseitigen Zusammenspiel, die verlangte Dichtigkeit über den gesamten Temperaturbereich garantieren müssen.

Welche weiteren Entwicklungen im Bereich IP69K sind in dieser Richtung aus Ihrem Hause noch zu erwarten?

Wilfried Schmitz: Neben den hochdichten optischen Sicherheitssensoren bietet Contrinex auch seit Jahren erfolgreich induktive Näherungsschalter im Ganzmetallgehäuse aus Edelstahl und mit dreifachem Normschaltabstand in IP69K an. Da wir marktgerichtete Produktentwicklung betreiben, werden die Bedürfnisse der Kunden und Anwender bestimmen, wie die Reise weitergeht. Für uns als Hersteller ist zum aktuellen Zeitpunkt entscheidend, dass wir über das entsprechende technische Know-how verfügen. Damit sind wir in der Lage, unsere Kunden mit Produkten zu beliefern, die ihnen einen Mehrwert bieten. Sobald diese Information die Marktteilnehmer erreicht haben wird, werden ganz automatisch weitere Kundenbedürfnisse formuliert, derer wir uns annehmen können.

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Schlüsselwörter : Contrinex Lichtschranken Lichtvorhänge Maschinen- und Anlagensicherheit Sensoren Sichere Automatisierung Wilfried Schmitz

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