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Notifer: verschiedene Brandmelder im Überblick

01.11.2007
   

Notifer: verschiedene Brandmelder im Überblick. Täuschungs- und Fehlalarme sind äußerst ärgerlich und darüber hinaus sehr kostspielig. Welche Melder sich für welche Einsatzbereiche eignen und mit welchen Neuheiten die Marke Notifier den Herausforderungen modernen Brandschutzes begegnet, lesen Sie in dieser zweiteiligen Artikelserie von Thomas Breuer. Er hat sich für GIT SICHERHEIT mit den Technikern des Unternehmens unterhalten und wichtige Facts zusammengetragen.

Brennt es wirklich oder war es nur wieder ein dieser lästigen Fehlalarme? Sie sind äußerst unbeliebt und kosten unter Umständen jede Menge Geld, diese verflixten Alarme, die eigentlich gar keine sein sollten. Entstehen können sie im Brandmeldebereich durch Dampf, Staub, Kochprozesse, verbrannte oder verbrennende Lebensmittel, Zigarettenrauch, Kerzenlicht, Autoabgase, durch Schweißvorgänge generell oder speziell durch Autogenschweißen (korrekt gesagt Gasschmelzschweißen oder auch Acetylenschweißen). Fehlalarme sind bisweilen auch eine Folge von unerlaubtem Zutritt durch Unbefugte, durch Vandalismus oder aber: die Auswirkung einer falschen Brandmelderauswahl. Nachfolgend sind einige Szenarien von Täuschungs- und Fehlalarmen sowie deren Folgen in Stenografie-Form angerissen:

Flughafen

  • Evakuierung eines Flughafens 
  • Verzögerungen, annullierte Flüge 
  • Rückvergütungen gebuchter Hotelzimmer

Produktionsbetrieb

  • Unterbrechung eines Fertigungsprozesses 
  • Verzögerungen, Neustart der Prozesse 
  • Verschrottung, Entsorgung der Halbfertigfabrikate 

Hotel

  • Evakuierung eines Hotels 
  • Rückvergütung gebuchter Zimmer nach Evakuierung wegen Fehlalarm 
  • Kosten für einen Feuerwehr-Einsatz 

Handelsplatz Börse

  • Verfehlte Transaktionen während der Evakuierung 

Merke: Da es keine vorhandenen Prüfkriterien für Fehl- und Täuschungsalarme gibt, muss bei der der Konzeption und Durchführung eines effizienten Brandschutzkonzeptes besonders auf eine größtmögliche Unanfälligkeit der verwendeten Komponenten geachtet werden.

Ziele der Brandmeldetechnik

Eine effiziente Brandmeldetechnik muss aus einer schnellstmöglichen Reaktion auf echte Brände bestehen.

Alle echten Brände beinhalten Sauerstoff, Hitze und Brennmaterial. Sehr kompliziert ist es jedoch, bedingt durch die Verschiedenartigkeit von Bränden, eine schnelle zuverlässige Branddetektion zu gewährleisten.

Funktionsweise von Brandmeldern

Um diesem Umstand gerecht zu werden, wurden im Laufe der Jahre die unterschiedlichsten Brandmelder entwickelt. Alles begann mit der Patentschrift Nr. 90083 aus dem Jahre 1894: Vögel als Rauchmelder. Kein Witz: Im Brandfall fielen die Tiere bedingt durch eine Rauchvergiftung von der Stange und lösten durch ihr Körpergewicht einen Alarm aus. Einer Fehlauslösung (durch natürlichen Vogeltod) wurde durch eine "Zwei-Vögel-Abhängigkeit" vorgebeugt. Erst wenn beide Vögel von der Stange fallen wird der Stromkreis geschlossen, und ein Alarm ausgelöst. In der heutigen Zeit kann auf Vögel weitgehend verzichtet werden. 

Ionisationsrauchmelder

Durch Anlegen einer Spannung stellt sich ein definierter Strom ein, der in Mess- und Referenzkammer gleich ist. Tritt Rauch in die Messkammer ein, lagern sich die Ionen an den Rauchpartikeln ab. Dadurch ändert sich der Strom in der Messkammer. Diese Änderung wird ausgewertet als Feueralarm. Die Einsatzgebiete sind sehr universell, vor allem bei nicht-sichtbaren Aerosolen wie brennende Flüssigkeiten oder Papier. Sie reagieren hingegen nicht auf Zigarettenrauch und Wasserdampf.

Optische Rauchmelder, Streulichtrauchmelder

IR-Licht wird gepulst in die Messkammer gestreut, eine Trennwand schottet den Sensor vom gestreuten IR-Licht ab. Das von der Messkammerwand reflektierte Licht wird in ein elektrisches Signal umgewandelt. Die Anwesenheit von Staub erhöht dieses Signal, und erzeugt das Rauschen des Melders. Rauchteilchen reflektieren das gestreute IR-Licht zum Sensor. Streulichtmelder sind nicht in der Lage, extrem kleine Partikel zu sehen, da das erzeugte Signal im Vergleich zum Rauschen zu klein ist. Ein höheres Signal ist zu erwarten, wenn das Licht der Lichtquelle gebündelt würde.

Optische Rauchmelder, Laser-Durchlichtrauchmelder

Eine Laserdiode erzeugt einen hellen, fokussierbaren Lichtstrahl und ermöglicht ein wesentlich höheres Signal. Der konzentrierte Lichtstrahl wird am Ende der Laserstrecke über eine Lichtfalle absorbiert, damit kein Licht von der Gehäusewand reflektiert werden kann. Kleinere Partikel können hiermit jetzt detektiert werden.

Thermomelder, Thermodifferential- und Maximalmelder

Thermomaximalmelder reagieren mit einem Alarm beim Überschreiten der eingestellten Temperaturschwelle. Thermodifferentialmelder reagieren auf einen Temperaturanstieg pro Zeiteinheit, wobei – Achtung, liebe Leser, Wortmonstrum im Anmarsch – kombinierte Thermomaximaldifferentialmelder sowohl auf Anstieg wie auf Überschreiten einer eingestellten Temperaturschwelle reagieren. Die Einsatzgebiete der Thermomaximalmelder sind weniger universell als Thermodifferentialmeldern. Thermomelder dienen hauptsächlich zum Gebäudeschutz und nicht für den Personenschutz. Fehlalarme durch Verschmutzung sind fast auszuschließen. Die maximale Einbauhöhe in Deutschland ist beschränkt auf siebeneinhalb Meter für Thermomelder der Melderklasse A1 und auf sechs Meter für alle weiteren Melderklassen.

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