Rechenzentrum-Container von Rittal für höchste Ausfallsicherheit bei IT-Systemhaus ene‘t

  • Peter Martin Schroer, Geschäftsführer von ene‘tPeter Martin Schroer, Geschäftsführer von ene‘t
  • Peter Martin Schroer, Geschäftsführer von ene‘t
  • Aufgebaut wie ein modernes Inhouse-Rechenzentrum: Kaltgangeinhausung für ITRacks ermöglicht die energieeffiziente Klimatisierung der IT-Systeme
  • ene‘t: mit selbst entwickelter Software und aktuellen Daten zu Strom- und Gasmarkt kalkulieren Erzeuger, Netzbetreiber und Versorger bestmögliche Endverbraucherpreise
  • Lösung aus modularen Komponenten: Rechenzentrums-Experten von Rittal konfigurierten auf Basis der von ene‘t gelieferten Leistungsdaten zwei IT-Container, die die komplette IT beinhalten können und heute auf dem Firmengelände stehen
  • Sauerstoffgehalt unter 14 Prozent: Oxy-Reduct-Anlage sorgt für eine dauerhafte Sauerstoffreduktion der Luft innerhalb des Containers, sodass keine offenen Brände entstehen können
  • In einem separaten Technikraum innerhalb der Container sind die USV-Systeme untergebracht. Diese sind ebenfalls redundant ausgelegt und sichern den IT-Betrieb bis zu drei Stunden über Batterien
  • IT-Verantwortlicher Falk Heinen

ene‘t ist ein auf die Energiebranche spezialisiertes IT-Systemhaus, das seinen Kunden branchenspezifische Anwendungen als Service und stets aktuelle Daten zum Strom- und Gasmarkt liefert. Hierfür betreibt das Unternehmen ein eigenes Rechenzentrum mit höchsten Sicherheitsstandards. Und das muss ausfallsicher sein.


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Bereits im Jahr 2002 erkannten die Firmengründer der ene‘t GmbH die hohe Komplexität rund um die Kalkulation von Strom- und Gaskosten im Energiemarkt und wollten hierfür entsprechende Software-Lösungen anbieten.

Denn: Die zur Preisfindung benötigten Kosten präzise zu bestimmen, ist für die Marktteilnehmer wie Erzeuger, Netzbetreiber und Stadtwerke keine leichte Aufgabe, da die Anbieterlandschaft in viele regionale Versorger unterteilt ist. Eine Lösung bieten die intelligenten Software-Anwendungen und stets aktuelle Tarifdatenbanken zu den aktuellen Netzentgelten von ene‘t.

Heute zählt ene‘t zu einem der führenden Systemhäuser für die deutsche Energiewirtschaft. Software und Services sind hierbei die Eckpfeiler des Geschäftsmodells. Ein leistungsfähiges und ausfallsicheres Rechenzentrum ist daher entscheidend, um den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens abzusichern. Auch die mehr als 500 Kunden aus der Energiewirtschaft, darunter etwa 300 Strom- und 200 Gasversorger, vertrauen auf die hohe Verfügbarkeit der IT-Services, die ene‘t über ein eigenes Rechenzentrum zur Verfügung stellt.

Wachstum erfordert neue IT-Kapazitäten
Wie erfolgreich das Geschäftsmodell tatsächlich ist, zeigt sich an dem rasanten Wachstum von ene‘t: In nur fünfzehn Jahren kletterte die Zahl der Mitarbeiter von drei auf über 100. Gleichzeitig haben viele Unternehmen der Energiewirtschaft ihre eigene digitale Transformation gestartet und immer mehr IT-Services in ihre Prozesse zur Kalkulation integriert – auch die Leistungen von ene‘t. So stellt ene‘t heute viele Applikationen als Software-as-a-Service (SaaS) zur Verfügung, damit die Kunden schnell und unkompliziert über das Internet auf die Applikationen zugreifen können. Damit haben sich die Anforderungen an die interne IT-Infrastruktur bei ene‘t immer weiter erhöht.

Im Jahr 2016 wurde schließlich ein Geschäftsvolumen erreicht, das ein neues Rechenzentrum notwendig machte. Ein Ausbau der bestehenden Räume war nicht möglich und eine größere Integration von Public Cloud-Ressourcen war nicht gewollt. Das neue Rechenzentrum sollte sehr schnell realisiert werden und höchsten Ansprüchen an IT-Sicherheit und Ausfallsicherheit genügen. So fiel die Entscheidung auf einen Rechenzentrums-Container, der auf dem Firmengelände im Freien positioniert werden sollte.

Container-Rechenzentrum mit höchsten Sicherheitsstandards
Im September 2016 begann das Projekt – mit ersten Gesprächen bei möglichen Lieferanten. Zu den Anforderungen zählten höchste physische Sicherheit, eine redundant ausgelegte Infrastruktur, bestmögliche Energieeffizienz und vor allem kurze Lieferzeiten. Das Ziel: Im Mai 2017 mit der neuen IT-Umgebung durchzustarten. Ein solcher Zeitrahmen ist nur machbar, wenn hierbei vorkonfigurierte Komponenten für ein Container-Rechenzentrum zum Einsatz kommen, die einen risikofreien und raschen Aufbau der Infrastruktur ermöglichen.

Den Zuschlag für das Projekt hat nach einem Auswahlverfahren schließlich Rittal erhalten. „Wir waren positiv überrascht, wie schnell Rittal vom Angebot bis zum Projektstart reagierte und zudem eine auf unsere Anforderungen angepasste individuelle Lösung präsentierte“, sagt Peter Martin Schroer, Geschäftsführer, ene‘t. Die Rechenzentrums-Experten konfigurierten auf Basis der von ene‘t gelieferten Leistungsdaten zwei Container, die die komplette IT beinhalten können und heute auf dem Firmengelände stehen. Aus modularen Komponenten ist eine Lösung entstanden, die voll und ganz den individuellen Kundenanforderungen entspricht.

Aufgebaut sind die Container wie ein modernes Inhouse-Rechenzentrum. Eine Kaltgangeinhausung für die IT-Racks ermöglicht die energieeffiziente Klimatisierung der IT-Systeme. Solar-Panele auf dem Dach verbessern nochmals die Energiebilanz der Gesamtanlage. Die Kühlung übernehmen sechs Rittal Liquid Cooling Packages (LCP) – Luft-Wasser-Wärmetauscher an den Racks – in redundanter Auslegung. Diese wurden großzügig dimensioniert, damit sie nicht an der Kapazitätsgrenze laufen und um eine bestmögliche Energieeffizienz sowie eine künftige Erweiterung zu unterstützen.

In den beiden Containern ist Platz für zwölf IT-Racks, von denen aktuell vier ausgebaut sind. Hier hat ene‘t ausreichend Kapazität, um das künftige Firmenwachstum auch IT-technisch zu verarbeiten. Aktuell befinden sich die gesamten Entwicklungs- und Produktivumgebungen in den IT-Containern.


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Umfassende Sicherheitsvorkehrungen
In einem separaten Technikraum innerhalb der Container sind die USV-Systeme untergebracht. Diese sind ebenfalls redundant ausgelegt und sichern den IT-Betrieb bis zu drei Stunden über Batterien. Das System ist so konzipiert, dass jeder Server und jeder Switch über zwei Netzteile versorgt wird, die jeweils über eine voneinander unabhängige Stromeinspeisung verfügen. Sollte der Strom über längere Zeit ausfallen, versorgt ein Notstromaggregat mit einer Dieselreserve für 24 Stunden das gesamte System.

Der Container wurde im Außenbereich des Firmengeländes auf einem massiven Betonsockel platziert und ist für Besucher des Unternehmens nicht sofort sichtbar. Zudem ist das Rechenzentrum auf den ersten Blick nicht als technische Installation erkennbar, da zum Beispiel auf auffällige Beschriftungen verzichtet wurde. Darüber hinaus sind die Türen in stabiler Bauweise ausgelegt und die Zugänge sind dreifach abgesichert. Das gesamte System ist zudem über eine Alarmanlage gesichert.

Eine Sauerstoffreduzierungsanlage sorgt für eine dauerhafte Sauerstoffreduktion der Luft innerhalb des Containers, sodass praktisch keine offenen Brände entstehen können. Hierfür wird der Sauerstoffgehalt auf 14 Prozent gesenkt. Schon bei einer Konzentration von 17 Volumenprozent können Elektronikbauteile nicht mehr Feuer fangen – normale Luft enthält in einer Standardumgebung 20,9 Prozent Sauerstoff. Sowohl im Bereich der Racks, als auch im Technikraum ist eine Brandfrüherkennung untergebracht. Zusätzlich ist im Technikraum eine Löschanlage installiert.

Alles im Blick
Dem umfassenden Monitoring-System innerhalb des Containers entgeht kein Detail: Es erfasst die Meldungen von physikalischen Sensoren und meldet jede noch so geringe Abweichung vom Normalbetrieb. Ergänzend hierzu erfasst die Rittal CMC III-Monitoring-Lösung zentrale Parameter innerhalb der IT-Schränke, wie Temperatur, Luftfeuchte, Sauerstoffgehalt, Rauchentwicklung oder geöffnete Türen und gibt diese Meldungen an den zentralen IT-Leitstand weiter. Eine weitere Besonderheit ist eine von ene‘t entwickelte Übersichtskarte des Containers, in die der Status aller Sensoren eingeblendet wird. Somit erfassen die IT-Administratoren rein visuell sofort den aktuellen Betriebszustand der Gesamtanlage.

„Mit unseren Alarmsystemen und Sensoren haben wir alle relevanten Details innerhalb und außerhalb des Containers stets im Blick. Damit ist unser Container überwacht wie ein Patient auf einer Intensivstation“, sagt Falk Heinen, IT-Verantwortlicher, ene‘t.

Auf Nummer sicher gehen
Die Datensicherheit und Hochverfügbarkeit spielen bei dem Geschäftsmodell von ene‘t eine wichtige Rolle. Daher sind alle Komponenten des Rechenzentrums redundant ausgelegt, inklusive der Stromeinspeisung und der Internet-Anbindung.

„Unsere Kunden verlangen stets verfügbare IT-Services, daher benötigen wir eine absolut ausfallsichere IT-Infrastruktur. Fällt das Rechenzentrum aus, haben wir ein echtes Problem“, sagt Roland Hambach, ene‘t-Geschäftsführer. „Mit der von Rittal gelieferten Container-Lösung sind wir höchst zufrieden, da wir hiermit unsere High Availability-Anforderungen für die Rechenzentrum-Infrastruktur bestens erfüllen können“.

Hand in Hand für den Projekterfolg
Aus Sicht von ene‘t war ein wichtiger Aspekt bei diesem Projekt, dass die Zusammenarbeit mit externen Partnern und Lieferanten reibungslos funktioniert – insbesondere bei dem engen Zeitplan. „Laufende Detailentscheidungen konnten wir gemeinsam mit den Experten von Rittal jederzeit rasch und sehr zielführend beantworten, wodurch sich Abläufe insgesamt beschleunigten“, kommentiert Falk Heinen.


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Kontaktieren

Rittal GmbH & Co. KG
Auf dem Stützelberg
35745 Herborn
Germany
Telefon: +49 2772 505 0
Telefax: +49 2772 505 2319

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