20.11.2019
News

ZVEI: Märkte entwickeln sich unterschiedlich

Trotz der anhaltend robusten Baukonjunktur verzeichneten die im ZVEI organsierten Hersteller von professioneller Innen- und Außenbeleuchtung zuletzt einen deutlichen Dämpfer, wie der Verband mitteilt. Nachdem die Wachstumsraten in 2017 und 2018 bei jährlich ca. 2,1 Prozent lagen, musste die Branche für die ersten drei Quartale des laufenden Jahres ein Umsatzminus von 2,5 Prozent hinnehmen. Als Grund dafür identifizierte der Verband den gestiegenen Preisdruck, die hohe Auslastung beim Handwerk, die zu Verzögerungen bei der Umsetzung von Projekten führe, sowie die allgemein unsichere weltpolitische Lage. Einzig die Teilbranche der Notbeleuchter zeige sich mit dem bisherigen Geschäftsverlauf zufrieden. Eine konjunkturelle Delle sei hier nicht erkennbar.

Die im ZVEI organisierten Hersteller von Elektroinstallationssystemen hingegen verzeichneten im ersten Halbjahr 2019 ein Plus von 3,5 Prozent auf knapp 4 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der stabile Inlandsmarkt sei durch eine hohe Neubauquote und Bestandssanierungen getrieben worden, so der Verband. Das anhaltend niedrige Zinsniveau sowie die Urbanisierung würden ebenfalls zu einer stabilen Entwicklung beitragen. Zudem wachse die Nachfrage nach Wallboxen und Ladepunkten für Elektrofahrzeuge sowie nach Lösungen für Energiemanagement in Gebäuden.

Beide Bereiche sähen großes Wachstumspotenzial in vernetzten, intelligenten Lösungen und Services, wie sie auf der Light + Building 2020 zu sehen sein werden. Diese seien letztlich auch wichtiger Baustein, um die Klimaziele zu erreichen. So werde aus Sicht des Verbandes im Bereich Gebäude insbesondere das Thema Energiemanagement deutlich an Bedeutung gewinnen. Smarte Lösungen seien hierfür die Basis. Die Licht-Branche wiederum orientiere sich immer stärker hin zu „Licht als Service“, um neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.
 

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