Canon Expo 2015: Ein Bild von der Zukunft

  • Netzwerk-Videotechnologie war eines der Kernthemen auf der Canon Expo 2015Netzwerk-Videotechnologie war eines der Kernthemen auf der Canon Expo 2015

Canon Europe sieht den Sicherheitsmarkt als zentrales Betätigungsfeld für sein zukünftiges Wachstum. Dies manifestierte sich bereits durch die strategischen Entscheidungen,  Milestone und Axis Communications zu übernehmen – und war im Oktober auf der „Canon Expo 2015“ handgreiflich erlebbar. Allein zur traditionsreichen „Grande Halle de la Villette“ nahe der brandneuen Philharmonie in Paris, einer der weltweit verteilten Veranstaltungsorte, strömten etwa zwölftausend geladene Gäste. Die Netzwerk-Videotechnologie war eines der Kernthemen in den Keynote-Reden von Canon-Chairman und CEO Fujio Mitarai, EMEA-CEO Rokus van Iperen – und der Mega-Leistungs-Show selbst.

Die Botschaft ist klar: Jedes Bild soll in Zukunft mit Canon in Verbindung stehen – so brachte es Rokus van Iperen in einem zum Bersten gefüllten Auditorium der Canon Expo 2015 in Paris, auf den Punkt. Canon wolle künftig überall dort maßgeblich mitmischen, machte der President und CEO von Canon Europe, Middle East and Africa klar, wo es um Bilder gehe – egal, ob es sich „um die Aufnahme von Fotos, das Filmen oder die Speicherung, Bearbeitung oder das Drucken von Bildern“ handele. In unserer Zeit der Handyfotografen hätten sich noch nie so viele Menschen auf der Welt so stark wie heute für das zentrale Canon-Thema interessiert wie heute.

In der Tat scheinen der Visualisierung, Bildern und dem Bildermachen immer noch mehr an Bedeutung zuzuwachsen – im privaten, gewerblichen und industriellen Kontext gleichermaßen. So gewährte Canon auf der Expo einen umfassenden Einblick in den Wandel der Imaging-Welten in Zeiten des Internets der Dinge. Künftig, so die Aussteller, werde nahezu alles über intelligente Geräte miteinander verbunden sein – und dazu brauche man überall integrierte Kameras oder Sensoren.

Kurz: Das Internet der Dinge sei regelrecht abhängig vom „Imaging der Dinge“. Mit dem Überbegriff „Network Visual Solutions“ umfasst Canon dabei seine Technologien für einen ständig wachsenden Markt für Überwachungslösungen – realisiert durch die Kombination des Know-hows von Canon, Axis und Milestone.

Nachtaufnahmen ohne Infrarot
Zu den Produkt-Highlights in diesem Zusammenhang zählt vor allem eine hochempfindliche Netzwerk-Kamera mit Ultra-Telezoom-Objektiv. Diese Netzwerkkamera erreiche eine achtmal höhere Lichtstärke als „herkömmliche“ Netzwerkkameras mit Teleobjektiv sie bieten könnten, so das Unternehmen. Dadurch werden Nachtaufnahmen ohne Infrarot-Beleuchtung möglich – eine für den Überwachungsbereich zweifellos interessante Aussicht.
Entwicklungen wie diese sind für den Sicherheitsmarkt gedacht – und für Anwendungsgebiete die darüber hinausgehen: „beyond security“. Die Netzwerkvideotechnologie will das Unternehmen beispielsweise auch für Anwendungen in Tourismus und Sport fruchtbar machen.

Gegenwarts- und Zukunftsmusik
Die alle fünf Jahre laufende Expo ist immer auch dafür gedacht, einen Blick in die Zukunft oder auf gerade in der Entwicklung befindliches zu werfen. Jedenfalls für Überwachungsanwendungen noch Zukunftsmusik – auch wenn diese Zukunft nicht mehr all zu weit entfernt sein kann – ist die von Canon entwickelte 8-K-UHD-Kamera für das Cinema-EOS-System sowie das 8K HDR-Display. Beide Produkte plant Canon auf den Markt zu bringen. Das bedeutet eine beeindruckende Auflösung von 8192 x 4320 Pixeln bei bis zu 60 fps (Frames pro Sekunde). Heraus kommen erstaunlich scharfe und klare Bilder und werden wohl zunächst im Print- und Grafikbereich interessant werden.

Für Kontrollraum-Anwendungen zeigte Canon seine 4K-Projektoren der nächsten Generation. Sie reproduzieren Bilder in 4K mit einer Auflösung von 4096 x 2400 Pixeln. Verwendet man mehrere Projektoren, kann man Bilder und Videos in 8K zeigen. Mit 3LCOS-Panels (Liquid Crystal on Silicon) erreicht man weitere Höhen bezüglich Farbe und Detail. Der 4K-Projektor kann übrigens auf flache wie auf gekrümmte Oberflächen projizieren und lässt sich mit seinen 5.000 Lumen bei allen Lichtverhältnissen einsetzen.

Ebenfalls zur Vorschau auf demnächst geplanten Produkteinführungen zählen neben der Netzwerkkamera mit Ultra-Teleobjektiv eine Weitbereichs-Überwachungslösung zur Detektion ungewöhnlicher Ereignisse – etwa Verkehrsstaus oder Gedränge. Auch an neuen Technologien zur Bewegungsanalyse von Menschenmengen (Congestion Detection) – sowie zur Sicherung der Privatsphäre beispielsweise von Kunden wird gearbeitet.
Spannendes gab es auch in der Abteilung Retail zu sehen: Netzwerkvideotechnik mit Videoanalyse für den Handel. Hier arbeitet man an neuen in-store-Analysesystemen – mit Technologie von Canon und Fujitsu. Es soll das Kundenverhalten messen. In Verbindung mit integrierten Data-Systemen lässt sich dieses genauer analysieren – und der Einzelhändler kann besser ausprobieren, was in seinem Laden funktioniert und was nicht.

Europa: Konzentration auf Druck und Netzwerkvideo
Der Ausbau eines Netzwerks von Canon-Unternehmen – wie jüngst durch die Übernahme von Océ, des Videosoftwarehauses Milestone und des Netzwerk-Videounternehmens Axis Communications – soll die Entwicklung neuer Möglichkeiten in der Imaging-Welt kräftig voranbringen. Dabei schwebt Canon-CEO Fujio Mitarai eine Zukunft vor, „in der sowohl regionale Unabhängigkeit als auch internationale Zusammenarbeit in die Praxis umgesetzt werden.”

In diesem Unternehmensnetzwerk werde jedes regionale Headquarter das Management der lokalen F&E- und Produktionsaktivitäten übernehmen, genauso wie die Steuerung von Service und Support – zugeschnitten auf die jeweiligen Marktgegebenheiten. In Europa werde sich Canon auf Drucken und Netzwerk-Videoüberwachung konzentrieren. Schon heute sei das Unternehmen nicht nur als Kamerahersteller weltweit angesehen, sondern „der größte Anbieter von Druck- und Netzwerk-Videoüberwachungssystemen der Welt“.

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