Awareness auf allen Ebenen

  • Heinrich Weiss, Geschäftsführer Bayerischer Verband für Sicherheit in der Wirtschaft e.V. (BVSW)Heinrich Weiss, Geschäftsführer Bayerischer Verband für Sicherheit in der Wirtschaft e.V. (BVSW)
  • Heinrich Weiss, Geschäftsführer Bayerischer Verband für Sicherheit in der Wirtschaft e.V. (BVSW)
  • BVSW auf der Sicherheits-Expo in München
  • BVSW Sicherheitstag 2017: v.l.n.r.Gerhard Ameis, Vizepräsident BDSW, Gerhard Eck Staatssekretär im BStM, Prof. Dr. Wilhelm Schmidbauer, Landespolizeipräsident, Alexander Borgschulte Vorstandsvorsitzender BVSW unterschreiben den Kooperationsvertrag
  • v.l.n.r. Heinrich Weiss, Geschäftsführer BVSW, Caroline Eder, Geschäftsstellenleiterin BVSW und Vorstandsvorsitzender BVSW Alexander Borgschulte

Vor mehr als 40 Jahren gründeten namhafte bayerische Unternehmen den Bayerischen Verband für Sicherheit in der Wirtschaft. Der Verband setzt sich ständig mit aktuellen Fragen der Sicherheit in Bayern auseinander und führt diese Kompetenzen wieder seinen Mitgliedern zu. Unser wissenschaftlicher Schriftleiter Heiner Jerofsky sprach mit dem Geschäftsführer des BVSW, Heinrich Weiss über Schwerpunkte der Verbandsarbeit und über die Sicherheitskooperation mit der Polizei.

GIT SICHERHEIT: Herr Weiss, lassen Sie uns einmal mit Ihrer Mitgliederstruktur beginnen. Wer ist bei Ihnen Mitglied?

Heinrich Weiss: Wir sind ein Spartenverband, das heißt, wir haben uns im Jahre 2000 entschlossen, nicht nur Firmen zu vertreten wie Unternehmenskonzerne, Banken und Versicherungen und die Industrie, sondern auch die Firmen, die Sicherheitstechnik in ihrem Portfolio haben, aber auch die Sicherheitsdienstleister und schließlich die Firmen, die IT- Sicherheit anbieten. Wenn Sie so wollen, haben unsere Mitglieder einen Querverbund aller Sicherheitsthemen geschaffen.

Sie beschreiben Ihre Aufgabe als die Förderung der Verbreitung und Vertiefung des allgemeinen Sicherheitsgedankens in der Wirtschaft – könnten Sie dies ein wenig konkretisieren?

Heinrich Weiss: Schwerpunkt unserer Arbeit ist sicherlich die Sensibilisierung des Mittelstandes. Dies stellt sich allerdings als nahezu unlösbare Aufgabe heraus. Wir haben in Deutschland mehr als 1.000 mittelständische Unternehmen, die einen höheren Umsatz als eine Milliarde Euro im Jahr haben und die wenigstens davon haben in ihrer konkreten Unternehmensorganisation einen Verantwortlichen für das Thema Sicherheit. Dabei geht es mir nicht einseitig und schwerpunktmäßig um die physische oder die IT-Sicherheit. Ich betrachte Sicherheit eher als ganzheitliche Herausforderung für die Unternehmen. Deshalb ist es notwendig, das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass die Wirtschaft in ihrer globalisierenden Struktur wettbewerbsmäßigem Druck ausgesetzt ist, der keine moralischen Grenzen mehr kennt.

Dahinter stehen immer Menschen, die einen Wettbewerbsvorteil erreichen und Konkurrenten schaden oder schwächen wollen. Ich sehe unsere Aufgabe darin, unsrer Aktivitäten darauf zu konzentrieren, diesen Entwicklungen zu begegnen.

Wie und durch welche Aktivitäten erreichen Sie das?

Heinrich Weiss: Das können Schulungen sein, aber auch Gespräche in den von uns entwickelten Netzwerken. Vor kurzem lernte ich bei einer Veranstaltung einen Umsatzmilliardär kennen, der mir erzählte, wie er gerade noch verhindern konnte, dass seine Verantwortlichen eine Million Euro nach China überweisen wollten, da sie glaubten, dies auf seine Anweisung hin zu tun. Trotzdem war er ein wenig zu spät dran und es gingen 100.000 € auf Nimmerwiedersehen verloren. Dieses Beispiel zeigt auf, das hier ganzheitlich gedacht werden muss. Die Mitarbeiter bis zur Unternehmensspitze waren in diesem Unternehmen nicht auf das Thema CEO-Fraud sensibilisiert. Wären seine Mitarbeiter in einem unserer Vorträge bei unseren Veranstaltungen gewesen, wäre dies vermeidbar gewesen. Dies ist nur ein Beispiel unter vielen – hier hilft immer nur der ganzheitliche Ansatz. Ein IT-Angriff erfolgt nicht auf eine sichere Abschirmung der IT-Strukturen, sondern auf den Menschen dahinter – das kann ein Mitarbeiter sein, aber natürlich auch Laschheit der betreffenden Abteilungen. Wer kontrolliert eigentlich den Systemadministrator, frage ich immer wieder?

Würden Sie uns einmal anhand eines Beispiels zeigen, wie Sie mit den Firmen zusammenarbeiten?  

Heinrich Weiss: Einige Firmen wollen beispielsweise ihr Personal qualifizieren und kundendienstlich schulen. Sie versprechen sich einen Mehrwert beim Kunden und geben dafür auch Geld aus. Wir als Verband verfügen über ein großes Angebot an Schulungen, sei es die Vorbereitung auf standardisierte Prüfungen, aber auch auf die Firmen zugeschnittene Schulungseinheiten. Ich kann mich erinnern, bei einer Firma das ganze Personal mit meinem Kollegen aus unserem umfangreichen Referentenpool geschult zu haben und der Dank der Geschäftsleitung war uns gewiss. Wir hatten uns mit der Geschäftsführung auf das Thema Zusammenarbeit, besseren Informationsdurchsatz und Sensibilisierung geeinigt und in einem halben Jahr das Personal in Gruppen so geschult, dass auch insgesamt das Thema Sicherheit verstanden und als wichtig angenommen wurde. Wir machen zum Beispiel Führungskräfteschulungen, arbeiten mit dem Landeskriminalamt und dem Landesamt für Verfassungsschutz zusammen, die spezielle Themen weiterschulen und so Bewusstsein in den Unternehmen schaffen. Wenn Sie so wollen, schaffen wir Awareness auf allen Ebenen. Wir veranstalten kostenlose Informationsveranstaltungen, aber auch hochpreisige, wie die Wintertagung am Spitzingsee, die wohl erfolgreichste Veranstaltung der Sicherheitsbranche in Deutschland. Diese Veranstaltung war mein Wunschtraum: Eine Kleinausgabe der Münchener Sicherheitskonferenz und des Weltwirtschaftsforums in Davos. Wir haben regelmäßige Arbeitskreise in München, Nürnberg und Regensburg. Da kommen Interessierte zusammen und reden miteinander. Dieses Netzwerksangebot allein ist schon eine Mitgliedschaft wert.

Der BVSW ist in den Dachverband ASW, die Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft, eingebettet. Was bedeutet das und gibt es weitere Partner, die zu Ihrem Netzwerk gehören?

Heinrich Weiss: Sicherlich ist der BVSW Mitglied bei der Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft und das ist gut so. Wir brauchen eine Vertretung in Berlin, da in Berlin Gesetze gemacht werden und dort die bundesweiten Interessen zusammenlaufen. Aber wird dadurch die ASW zum Partner? Partner sollten sich ergänzen und gegenseitig stärken. In der ASW haben wir gute Ansätze gefunden, aber es ist immer noch ein weiter Weg, hier eine bundesdeutsche Sicherheitslandschaft zu verwirklichen, die uns allen nützt. Es gibt viel zu viele gegenseitigen Interessen, die wir noch bündeln und zielgerichtet verteilen werden müssen. So haben wir mit den Kompetenzzentren der ASW hervorragende Instrumentarien gebildet, die das Thema Sicherheit fachmännisch so vertreten, dass diese Einfluss auf die Politik nehmen können. Bestes Beispiel mag hier die Mitarbeit beim IT-Sicherheitsgesetz sein oder im Bereich der Aus-und Weiterbildung. Wir werden eine gemeinsame Informationsplattform mit Inhalten schaffen, in der jeder Verband auf Landesebene seine fachspezifische Veranstaltungen und Lehrgänge anbietet. Jedenfalls muss es das Ziel der Landesverbände sein, die ASW so zu stärken, dass diese ein Alleinstellungsmerkmal zum Thema Sicherheit auf Bundesebene erreicht. Auch dürfte die ASW die Plattform für eine europäische Lösung sein. Natürlich gibt es aber weitere Foren, die das Thema Sicherheit bundesweit vertreten, so Gruppierungen beim BDI, beim BDA, beim DIHK und auch beim BDSW. Das scheint mir ein Hauptproblem dieser Partnerschaften zu sein, dass wir es mit einer Vielzahl von Interessengemeinschaften haben, deren Bündelung uns noch vor große Aufgaben stellt. Zu unseren sogenannten Partnern gehört auch der BDSW, mit dem wir sowohl die Bayerischen Sicherheitstage seit vielen Jahren gemeinsam veranstalten, als auch seit diesem Jahr einen Gemeinschaftsstand auf der Sicherheits-Expo betreiben. Ich habe schon frühzeitig bekundet - hier erinnere ich mich an den Kontakt mit Herrn Lehnert, dem Präsidenten des BDSW, der mir versicherte, dass eine Zusammenarbeit uns gegenseitig  befruchten und zum Erfolg führen wird. Unsere Zusammenarbeit zeigt das nun auf und möchte mich an dieser Stelle beim Andreas Paulik bedanken, der sehr engagiert diese Zusammenarbeit vorantreibt. Unser größter Partner in Bayern ist allerdings der VBW, der Verband der Bayrischen Wirtschaft, mit dem wir immer stärker kooperieren. Hier sehen wir einen guten Anknüpfungspunkt zum Mittelstand und zu anderen Verbänden, die unterschiedlichste Interessen vertreten. Beim VBW sind neben dem Verband der Bayrischen Metall- und Elektroindustrie über zweihundert Fachverbände organisiert, die uns insbesondere die Kontaktbörse zum Mittelstand bieten und aus diesem Grund ein Partner mit gegenseitigen Nutzen sein wird. Seit 2017 bin ich Vorsitzender des AK IT Sicherheit beim VBW und erkenne hier Möglichkeiten, über die Verbandsstrukturen den Mittelstand zu diesem Thema zu sensibilisieren.

Wie beurteilen Sie die den Ausbildungsstand und die Stellung der bayerischen Sicherheitsdienstleister in der Gesellschaft? Wie kann deren Image noch verbessert werden?

Heinrich Weiss: Den Bildungsstand beurteile ich als mangelhaft. Ich beteilige mich bei der IHK München und Oberbayern bei der Unterrichtung nach §34a GewO als Referent, war jahrelang Prüfer für die geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft (früher Werkschutzfachkraft) und bin, da ich diese Ehrenämter über 25 Jahre ausgeübt habe, auch Träger des goldenen Rings der IHK München und Oberbayern. Wenn man berechnet, dass jedes Jahr ca. 2000 Bewerber die Unterrichtung nach § 34a GewO bei dieser IHK absolvieren, ca.30% dieser Zahl die Sachkundeprüfung erfolgreich absolvieren, aber nur ca. 100 Auszubildende in Bayern mit der Fachkraftausbildung abschließen, ist dies ein Trauerspiel. Viele Unternehmen bieten die Unterrichtung nach §34a GewO bereits als Qualifikation ihrer Mitarbeiter an, einige beschäftigen Mitarbeiter ohne diesen Nachweis und andere bieten ihre Mitarbeiter, die die Sachkunde bestanden haben als qualifizierte Mitarbeiter an, ohne diese allerdings adäquat zu bezahlen, da hier der Tarifvertrag keine Vorgabe für eine Bezahlung enthält. Meines Erachtens ist hier die Bundesagentur nicht völlig schuldlos, die mit ihren Beratungsstellen im Thema Sicherheit völlig überfordert sind. Hier werden unsinnige Kurse gefördert, die weniger den Mitarbeitern nützen, als den Sicherheitsdienstleistern, die über Praktika und andere geförderte Maßnahmen sowohl am Kunden als auch am Mitarbeiter verdienen, aber weniger der Qualifikation der Mitarbeiter nutzen. Auch haben diese Vermittler eine völlig abstruse Vorstellung, wer für die Sicherheit als Mitarbeiter geeignet ist und wen man dafür wie fördern könnte. So haben wir immer wieder Teilnehmer in den Kursen, die von der Arbeitsagentur gefördert werden, die aber so gut wie keine Deutschkenntnisse haben. Manche haben dann eine Bescheinigung nach B1 Deutschkenntnisse, können aber nicht mal einen einzigen Satz in Deutsch von sich geben. Kommunikation ist aber eine wesentliche Stärke in unserem Geschäft, nur so kann man Konflikte lösen, indem man miteinander redet. Hier liegt dann auch das Problem der Imagebildung. Kollegen und Kolleginnen, die in dieser Branche Fuß fassen wollen und sich wohl fühlen wollen, müssen reden und kommunizieren können. Ich bringe als Beispiel immer die im Beruf als Friseuse enttäuschte junge Dame, die 100% für die Sicherheit geeignet wäre: Sie kann reden und auch unter Umständen länger stehen. Die Imagebildung der Sicherheit hängt einzig und alleine von den Mitarbeitern ab. Diese sind die Visitenkarte der Unternehmen und müssen entsprechend positiv auftreten. Hier gibt es noch viel zu tun. Allerdings ist hier auch die Industrie gefragt. Die Ausschreibungen der Industrie sind manchmal davon beherrscht, gerne ein preiswerteres Angebot anzunehmen und damit leidet auch die Motivation der Mitarbeiter, da deren Bezahlung dann oft zu wünschen lässt. Über die öffentliche Hand möchte ich mich hier erst gar nicht äußern, da deren Ausschreibungspraxis mit der Annahme des billigsten Gebots oft katastrophale Ergebnisse zeitigt. Wir haben als Verband aus diesem Grund eine Expertengruppe gegründet, die bei Ausschreibungen, bei Sicherheitskonzepten etc. hilft und diese Hilfe durch langjährige erfahrene Kollegen bereitet wird und damit die Sicherheit bietet, hier über den richtigen Weg zum Ziel zu kommen.

Können Sie uns den Umfang und das Ziel der Sicherheitskooperation von Sicherheitsdienstleistern und Polizei des Freistaates beschreiben? Welche Rolle spielt Ihr Verband bei dieser Vereinbarung?

Heinrich Weiss: Der Kooperationsvertrag ist nun für ganz Bayern umgesetzt worden. Hier wird es noch eine gewisse Zeit dauern, bis sich die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Sicherheitsdienstleistern so einspielt, dass wir von einer Win-win Situation ausgehen können. Das Ziel der Kooperation ist sehr einfach zu erklären. Sicherheitsdienstleister haben insbesondere im Rahmen des Revierdienstes und der Alarmverfolgung viele Mitarbeiter auf der Straße, die ebenso wie die Polizei Beobachtungen machen und aufklären können. Die Kooperation vereinfacht nun die Kommunikation, macht sie schneller und direkter und führt die Polizei dadurch schneller zu Tatorten oder zum Täter. Die Kooperation sieht vor, dass nur geeignete Unternehmen teilnehmen können, die gewisse Qualifikationsmerkmale erfüllen. Insgesamt wir dadurch das Image der Branche verbessern können und auch der Bürger hat einen Nutzen davon. Wir als Verband haben diese Aktion mit dem BDSW von Anfang an unterstützt und werben für diesen Beitrag zu einer sicheren Gesellschaft. Ich erinnere an unsere gemeinsame Tagung des BVSW und des BDSW, bei der wir mit einem feierlichen Akt diesen Vertrag alle gemeinsam unterzeichnet haben. Hier zeigte sich, wie wichtig es ist, Kräfte zu einer Einheit zu bündeln.

Wie kann der Verband Einfluss auf Produkte oder Dienstleistungen von Hersteller bzw. Errichter von Sicherheitssystemen nehmen?

Heinrich Weiss: Schwierig. Wir sind auf Messen wie der Sicherheits-Expo, haben jahrelang den Bayrischen Sicherheitspreis für innovative Produkte ausgelobt und stellen auch Produkte durch unsere Medien vor. Den bayrischen Sicherheitspreis haben wir leider wieder einstellen müssen, da sich wenige Firmen beteiligten und die Auslobung von Sicherheitspreise sich auch am Markt entwickeln und dadurch der Überblick verloren geht. Wir haben auf der Sicherheits-Expo immer wieder mit Firmen, die ein gutes Sicherheitsprodukt entwickelt haben, auf unserem Messestand zusammengearbeitet und werden dies sicherlich auch zukünftig wieder anbieten. Hier bedanke ich mich bei Herrn Richter, dem Veranstalter der Sicherheits-Expo, der uns tatkräftig unterstützt. Ich darf an dieser Stelle anmerken, dass es der BVSW war, – vor rund 15 Jahren – der die Sicherheits-Expo ins Leben gerufen hat. Was die Zuverlässigkeit von Errichtern betrifft, sind wir als Verband sicher, dass hier die Liste des Landeskriminalamtes die beste Gewähr dafür bietet, einen zuverlässigen Partner zu finden. Diese Liste veröffentlichen wir regelmäßig.

Gibt es Präventivmaßnahmen in Sachen IT-Kriminalität?

Heinrich Weiss: Wie schon gesagt, die ASW hatte ihren Beitrag zum IT-Sicherheitsgesetz geleistet. Unser Verband hat die sehr gut besuchten IT Arbeitskreise in Nürnberg zusammen mit der IHK Nürnberg und dem Polizeipräsidium Mittelfranken gegründet. Wir haben in München nun den AK IT Sicherheit bei der VBW. Wir selbst haben einen Profi, Boris Bärmichl im Vorstand, der sicher zu den Besten seiner Branche gehört und unsere Mitglieder unterstützt.

Welche zertifizierten Aus- und Weiterbildungs-Lehrgänge sowie Schulungsmaßnahmen bietet der BVSW an und wie und wo kann man welches Studiengänge im Sicherheitsbereich in Bayern absolvieren?

Heinrich Weiss: Wir bieten zertifizierte Ausbildungen für die Sachkunde und die geprüfte Schutz-und Sicherheitskraft an. Wir sind nach der AZAV sowie nach der DIN ISO 9000:2015 zertifiziert. Zur Zeit werden wir akkreditiert, um selbst Unternehmen nach der DIN ISO 9000:2015 und nach der DIN 77200 zu zertifizieren. Damit wollen wir auch sicherstellen, dass dieses Prädikat auch von Sicherheitsexperten anerkannt wird. Die Universität Ingolstadt bietet einen Master-Studiengang Sicherheitsmanagement an und die Universität Deggendorf ab dem Frühjahr 2019 einen Studiengang zum berufsbegleitenden Bachelor. Gerne informieren wir hier Interessierte, da wir diese Studiengänge für einen sehr wichtigen Faktor zur Imagebildung unserer Branche halten.

Welche besonderen Veranstaltungen und Tagungen bieten sie Ihren Mitgliedern an?

Heinrich Weiss: Ich glaube unsere Wintertagung im März am Spitzingsee kennt mittlerweile jeder, der sich zum Thema Sicherheit informiert. Allerdings ist die Anzahl der Tagung limitiert auf maximal 120 bis 130 Teilnehmer und die erreichen wir bereits jetzt zum siebten Mal hintereinander. Das freut mich wirklich. Unsere gemeinsame Tagung des BVSW und BDSW ist mittlerweile auch ein wichtiger Bestandteil unserer Tagungsstruktur. Weiter haben wir diverse Arbeitskreise und sogenannte Businessfrühstücke.

Wir werden in den nächsten Wochen unsere neue Webseite veröffentlichen. Dort werden diese Informationen ständig aktualisiert und insbesondere die Veranstaltungen beworben. Ich würde mich freuen, wenn diese Veranstaltungen, die zum Teil kostenfrei sind noch stärker angenommen werden.

Wie schätzen Sie die aktuelle Sicherheitslage für die bayerische Wirtschaft ein und aus welchen Quellen können Sie fundierte Lagebeurteilungen erlangen?

Heinrich Weiss: Ich habe schon einmal gesagt, dass wir in Bayern sicher leben und dann ist eine Bombe am Flughafen München explodiert. Also, ich kann die Zukunft nicht deuten und will das auch nicht, aber ich wünsche allen Menschen in Bayern und Deutschland ein langes, zufriedenes, sicheres und gesundes Leben. Unsere Quellen sind vertraulich, aber, so viel sei gesagt, unsere Zusammenarbeit mit den Behörden ist hervorragend und dafür möchte ich mich im Namen der Mitglieder, des Vorstands und der Mitarbeiter der Geschäftsstelle herzlichst bedanken.

Kontaktieren

BVSW Bayerischer Verband f.Sicherheit in der Wirtschaft e.V.
Albrechtstr. 14
80636 München
Telefon: +49 89 357483 0
Telefax: +49 89 357483 35

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