Athene in Darmstadt - Fraunhofer und Darmstädter Hochschulen treiben Cybersicherheit für erfolgreiche Digitalisierung voran

  • v.l.n.r.: Prof. Dr. Tanja Brühl, Prof. Michael Waidner, Prof. Ralph Stengler, Angela Dorn, Anja Karliczek, Prof. Dr. Reimund Neugebauer, Prof. Dieter W. Fellnerv.l.n.r.: Prof. Dr. Tanja Brühl, Prof. Michael Waidner, Prof. Ralph Stengler, Angela Dorn, Anja Karliczek, Prof. Dr. Reimund Neugebauer, Prof. Dieter W. Fellner

Im Dezember 2019 hat das neue „Nationale Forschungszentrum für angewandte Cybersicherheit Athene“ seine Arbeit aufgenommen. Es handelt sich dabei um eine Einrichtung der Fraunhofer-Gesellschaft mit Beteiligung der Technischen Universität Darmstadt und der Hochschule Darmstadt. Athene ist das europaweit größte Forschungszentrum für angewandte Cybersicherheitsforschung und ein wesentlicher B estandteil der Cybersicherheitsstrategie des Bundes und des Landes Hessen.

Chancen und Risiken liegen in der digitalen Welt eng beieinander. Wer online ist, ist angreifbar. Je komplexer die Strukturen, desto verletzlicher sind sie. Es ist Aufgabe der Cybersicherheitsforschung, die Risiken zu minimieren, um die Chancen besser nutzen zu können. Aus diesem Grund entwickeln Experten des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie SIT und des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung IGD gemeinsam mit Wissenschaftlern der Technischen Universität Darmstadt und der Hochschule Darmstadt unter dem Dach des größten Forschungszentrums für angewandte Cybersicherheitsforschung Athene Lösungen für mehr digitale Sicherheit.

Säule der deutschen Cybersicherheitsstrategie
Anlässlich ihres Besuchs am neuen Nationalen Forschungszentrum erhielten Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und die hessische Wissenschaftsministerin Angela Dorn Einblicke in ausgewählte Forschungsergebnisse der europaweit größten Forschungseinrichtung für angewandte Cybersicherheit. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek sagte im Dezember: „Die Sicherheit von Datennetzen betrifft uns alle im täglichen Leben. Zentrale Infrastrukturen für Stromnetze, Verkehrswege, Krankenhäuser und Verwaltung sind abhängig von sicheren Datennetzen. Unsere technologische Souveränität müssen wir stärken – für die Menschen in unserem Land und für die Wirtschaft. Mit diesem Ziel vor Augen unterstützt die Bundesregierung das nationale Forschungszentrum Athene.“

„Wir als Landesregierung“, so die hessische Wissenschaftsministerin Angela Dorn, „haben die Sicherheit in der digitalen Welt früh als zentrales Zukunftsthema erkannt und deshalb den Aufbau des Zentrums schon seit 2008 im hessischen Forschungsförderungsprogramm ‚Loewe’ massiv unterstützt.

Dadurch haben wir die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass sich der Bund entschlossen hat, dieses Zentrum in Darmstadt zu unterstützen. Das ist ein Gewinn auch für den wissenschaftlichen Nachwuchs der beiden beteiligten Hochschulen und damit für den Wissenschaftsstandort Hessen, denn anders als bei den rein außeruniversitären anderen Cybersicherheitszentren ist es uns gelungen, die Hochschulen stark einzubeziehen. Dafür danke ich der Fraunhofer-Gesellschaft und den Hochschulen sehr.“

Wirkungsvolle Lösungen
„Cybersicherheit ist ein Grundpfeiler der Digitalisierung. Ohne sie kann die digitale Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft nicht gelingen“, sagte Prof. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. „Im Forschungszentrum Athene werden wir zusammen mit der Technischen Universität Darmstadt und der Hochschule Darmstadt wirkungsvolle Lösungen erforschen und entwickeln, die dazu beitragen, das Potenzial der Digitalisierung zum Wohle aller umfänglich zu nutzen.“

Die Präsidentin der Technischen Universität Darmstadt, Prof. Tanja Brühl: „Dank Athene gibt es keine andere Universität in Europa, die eine größer und besser ausgebaute Cybersicherheit hat als die Technische Universität Darmstadt.“

„Die Hochschule Darmstadt arbeitet innerhalb dieses einzigartigen Zentrums sehr gerne daran mit, neueste Erkenntnisse auf dem Feld der angewandten Cybersicherheit in die Gesellschaft zu tragen. Unsere Mitwirkung in diesem bedeutsamen Zentrum ist auch Beleg für die vorzügliche anwendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungsarbeit, die wir an der HDA leisten“, so Prof. Dr. Ralph Stengler, Präsident der Hochschule Darmstadt.

Das Kooperationsmodell sieht neben der Mitwirkung der Hochschulen in einer Einrichtung der Fraunhofer-Gesellschaft agil initiierbare Forschungsvorhaben vor, die es beispielsweise ermöglichen, schnell auf neue Typen von Schwachstellen oder Angriffen zu reagieren. Bund und Land planen die Förderung von aktuell 12,5 Millionen Euro im Jahr 2019 auf 37 Millionen Euro im Jahr 2026 auszubauen.

Kontaktieren

Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT)
Rheinstraße 75
64295 Darmstadt
Telefon: +49-06151-869-213

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