Alarmierungsserver in der Cloud initiiert Maßnahmen zur Gefahrenabwehr

  • Guido Frohn, Produktmanager TAS Sicherheits- und KommunikationstechnikGuido Frohn, Produktmanager TAS Sicherheits- und Kommunikationstechnik

Der Wandel der Telekommunikationstechnik schafft viele Möglich­keiten und Vorteile. Dazu gehören auch verbesserte Hilfsmittel, um in bedrohlichen Situationen rasche ­Hilfe herbeizurufen. Denn das manuelle Abtelefonieren einer Computerliste braucht im Ernstfall viel zu viel Zeit.

Durch die Digitalisierung der Telefonnetze und Mobilfunktechnik besteht heute die Möglichkeit einer automatischen Sprachalarmierung. Mit Hilfe des Alarmierungsservers Arutel kann eine Vielzahl von potenziellen Hilfeleistern gleichzeitig angerufen und um Hilfe gebeten werden. Der Sprachalarmierungs-Computer liest sozusagen seine Liste zum Abtelefonieren selbst und kann auch viel schneller wählen. Für jedes vorhersehbare Ereignis kann man diese Listen anlegen und die passende Sprachnachricht hinterlegen, die im Falle des Falles telefonisch zu übermitteln ist.

Automatisch reagieren
Zunächst als Entlastung gedacht für das Personal in Notrufleitstellen, die eine Bereitstellung von Hilfsdiensten an die Technik delegieren konnten, ist es jetzt möglich, automatisch auf Ereignisse zu reagieren, die auf elektronischem Wege gemeldet werden. So kann z. B. bei Störungen in technischen Anlagen oder Einrichtungen automatisch der aktuell erreichbare Wartungsfachmann mit einer Sprachmeldung gezielt informiert werden.

Cloud-Dienst gegen Monatspauschale
Bislang waren die relativ hohen Investitionskosten eine Hürde bei der Beschaffung eines Alarmierungsservers. Die Lösung: der Alarmierungsserver in der Cloud. Vernetzt mit Sprach- und Datendiensten, ständig bereit, auf Krisensituationen, wo auch immer, zu reagieren, kann die Dienstleistung zu überschaubaren monatlichen Kosten gebucht werden. Man muss sich nicht mehr mit technischen Fragen der Vor- und Nachteile einzelner Übertragungswege beschäftigen – die Cloud vereint alle Möglichkeiten. Man kann sich ganz auf eine Aufgabe konzentrieren: den Schutz von Leib und Leben durch schnelle Alarmierung und Reaktion.

Allerdings: Was nützt z.B. eine normgerecht installierte Brandmeldeanlage, wenn sie bei einem – bewusst und manuell herbeigeführten – Brandalarm die im Hause befindlichen Personen zur Flucht aus dem Gebäude aufruft und so dem Amok-Täter in die Schusslinie schickt?

Gesicherte Alarmübertragung nach DIN EN 50136
Nur eine Kombination aus verschiedenen Informationen und Daten aus dem Objekt, von dem der Alarm ausgelöst wurde, ermöglicht eine optimale Intervention.

Hier kommt die gesicherte Alarmübertragung über die Cloud nach DIN EN 50136 zum Einsatz, genauso wie bei sonstigen Gefahrenmeldeanlagen. Anstelle einer personell besetzten Alarm-Empfangszentrale initiiert der Alarmierungsserver in der Cloud die erforderlichen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr. Auch die telefonische Sprachalarmierung wird heute ergänzt durch eine Kombination verschiedener Kommunikationswege, wie z. B. Push-Mitteilungen und Datendiensten, die Schaltbefehle im Objekt auslösen können.

Seit 2016 ist die neue Vornorm DIN VDE 0827 für Notfall- und Gefahrensysteme in Kraft. Sie regelt erstmalig die Anforderungen an technische Systeme, die in Notfällen und Gefahrensituationen Amokalarm auslösen, Hilfe rufen, Betroffene warnen und akustische Handlungsanweisungen geben.

Beispiel Schulalarm
Mit verschiedenen Maßnahmen, die auch die aktuellen Besonderheiten der Liegenschaft berücksichtigen, können sinnvolle Gegenmaßnahmen im Falle eines Angriffs eingeleitet werden. So kann ein Lehrer einen Alarm über ein geeignetes Mobilfunkgerät auslösen, mit einer Sprachnachricht über Mobilfunkgeräte weitere Lehrer informieren und zu gezielten Handlungen aufrufen. Über Schaltbefehle werden Zugänge verriegelt bzw. freigegeben und über eine Sprachalarmanlage Verhaltensregeln an die betroffenen Schüler verteilt.

Mit dem Alarmierungsserver Arutel aus der Cloud lässt sich jede Aktivität verarbeiten und steuern. Die automatische Abarbeitung verhindert Fehler, die in der Hektik der Ereignisse sonst nahezu unvermeidbar sind. Die Qualität des Systems und die exakte Anpassung an die Örtlichkeiten sind daher wesentliche Faktoren für den Erfolg. Zukünftig wird durch dichtere Sensorik (Internet-of-Things) und die Ausweitung der künstlichen Intelligenz sicherlich eine noch bessere Erkennungsrate vonnie ganz auszuschließenden Fehlalarmen möglich sein.

Als Spezialist für Übertragungstechnik und Alarmierungsserver-Systeme bietet die TAS seit einigen Jahren die Möglichkeit, die Telefonalarmierung auch als Dienst mit monatlicher Bereitstellungsgebühr zu buchen. Das Unternehmen konnte bereits erfolgreich Schulträgern, aber auch Krankenhäusern und technischen Servicediensten, einen bezahlbaren Dienst aus der Cloud bereitstellen: die richtigen Helfer zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

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TAS Telefonbau A. Schwabe GmbH & Co. KG
Langmaar 25
41238 Mönchengladbach
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Telefon: +49 2166 858 174
Telefax: +49 2166 858 150

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