Leicht gekleidet – gut geschützt

Bequemer Störlichtbogenschutz für Elektromonteure, Stretch-Technologie und S3-Sicherheitsschuhe

  • Safety-Schuhe von W. L. Gore: Dauerhaft wasserdicht,  360° atmungsaktiv, Schutzklasse S3Safety-Schuhe von W. L. Gore: Dauerhaft wasserdicht, 360° atmungsaktiv, Schutzklasse S3
  • Safety-Schuhe von W. L. Gore: Dauerhaft wasserdicht,  360° atmungsaktiv, Schutzklasse S3
  • Indoor: Spannungsprüfung eines freigeschalteten Feldes in einer Umspannstation
  • Outdoor: Arbeiten unter Spannung –  Herstellung eines Hausanschlusses
  • Die Surround-Produkttechnologie ermöglicht Gore-Tex-Sicherheitsschuhe (S3), die rundum atmen, sogar über die Sohle
  • Dank der Gore-Tex Stretch-Technologie ist es  möglich, S3 Sicherheitsschuhe mit optimierter Passform im Ristbereich anzubieten

Wer sich auf den neuesten technologischen Stand in der Materialentwicklung für Schutzkleidung bringen will, war auf dem A + A-Messestand von W. L. Gore an der richtigen Stelle. Zentrales Thema war zum einen die Pyrad-Technologie: Damit lässt sich einlagige und damit sehr leichte und bequeme Schutzkleidung zum Schutz von Störlichtbögen ­herstellen – vor allem für Elektrotechniker ein echter Durchbruch. Neu ist auch die Gore-Stretch-Technologie, dank der sich elastische Schuhkonstruktion mit dauerhafter Wasserdichtigkeit und hoher Atmungsaktivität kombinieren lässt.

Es ist der erste Funktionsstoff, aus dem sich mit nur einer Lage leichte komfortable Schutzkleidung herstellen lässt, die die höchste Störlichtbogenschutzklasse 2 erreicht. Gore Pyrad. Das Material war eine der Neuheiten auf dem Stand von W. L. Gore auf der A+A in Düsseldorf. Das ist eine gute Nachricht vor allem für Techniker von Elektrizitätsversorgern: Sie brauchen einerseits eine funktionelle und möglichst bequeme Schutzkleidung die sie permanent ohne Belastung tragen können – auch bei 40 bis 50 °C in manchen Schalträumen oder an sehr heißen Sommertagen. Andererseits können sie nicht ausschließen, dass sie überraschend einem gefährlichen Störlichtbogen ausgesetzt sind. Die Schutzbekleidung muss deshalb so stabil sein, dass sie als Schutzschild gegen ein 5.000°C heißes Plasma wirkt, das die Kleidung blitzartig in Brand setzen und den Körper verbrennen kann. Nach Angaben der Berufsgenossenschaft BG ETEM kommt es in Deutschland mehrere 100 Mal pro Jahr zu schweren Unfällen mit Störlichtbogen, zwei bis drei Menschen sterben daran.

Bereits 2011 hat Gore die Pyrad-Technologie vorgestellt für den Einsatz bei Regenwetter. Mit ihr wurde Schutzkleidung für Energieversorger gleichsam smart: Erst beim schlagartigen Kontakt mit Hitze oder Flammen oder im Moment eines Störlichtbogens entsteht auf einem leichten Oberstoff aus Polyester oder Polyamid blitzartig ein wirksamer Schutz, eine flächendeckende Wärmedämmschicht. Damit konnte das Gewicht der PSA in den letzten Jahren von über 650 g/m2 auf knapp unter 350 g/m2 gesenkt und der Tragekomfort gesteigert werden.

Eine Lage – 50 Prozent leichter
Diese Schutzkleidung war bisher allerdings nur für den Außeneinsatz mit umfassendem Wetterschutz dank erhältlich.

Mit der Gore-Pyrad-Schutzkleidung mit Störlichtbogenschutz startet der Hersteller nun „eine textile Revolution im PSA-Bereich“, so Dr. Peter Wimmer, Leiter der Pyrad-Entwicklung bei Gore. Das Laminat wiegt mit unter 330 g/m2 rund 50 Prozent weniger als bisherige Systeme und integriert in einem Stoff drei Elemente: das Obermaterial, eine spezielle Membran und die schützende Pyrad-Technologie. Damit können nun erstmals leichte Arbeitsanzüge für den täglichen Einsatz gefertigt werden, die indoor ebenso angenehm zu tragen sind wie an warmen trockenen Tagen im Freien, die den bisher oft quälenden Hitzestress bei der Arbeit minimieren und im Ernstfall dennoch mit der Schutzklasse 2 die höchste Sicherheit gegen Störlichtbogen bieten. Das einlagige Textil erhöht Atmungsaktivität und Flexibilität der Bekleidung und bietet auch den Vorteil, dass sich spezifisch designte Schutzanzüge leichter fertigen lassen. Es lässt sich in verschiedenen Farbtönen und auch in hochsichtbarer Warnfarbe herstellen.

Das leichte Textilsystem ist für eine Reihe europäischer Normen zertifiziert. Im Vordergrund steht die EN 61482-1-2 Schutz gegen Störlichtbogen. Hinzu kommen weitere Normen: Schutz gegen Hitze und Flammen, Schutz bei Schweißarbeiten, hochsichtbare Warnkleidung, Schutz gegen flüssige Chemikalien, elektrostatische Eigenschaften und nicht zuletzt für die Haltbarkeit gegenüber Waschzyklen.  

Elastisch dank Stretch-Technologie
Die Gore-Tex-Stretch-Technologie war ein weiteres innovatives Highlight auf der Messe: Sie macht S3-Sicherheitsschuhe möglich, die eine elastische Schuhkonstruktion mit dauerhafter Wasserdichtigkeit und hoher Atmungsaktivität kombiniert. Das Ergebnis ist ein Schuh mit umfangreichen Schutzfunktionen, der sich sehr gut an den Fuß anpasst, einfach an- und ausziehen lässt und so optimierten Tragekomfort bietet. Mögliche Anwender sind Beschäftigte, die mehrere Stunden bzw. den gesamten Tag leichte Sicherheitsschuhe tragen und dabei viel in Bewegung sind – etwa aus den Bereichen Handwerk, Baugewerbe, Logistik, Post oder Kfz-Gewerbe.

Die zum Patent angemeldete Schuhkonstruktion mit Stretch-Technologie kombiniert elastische Gore-Tex-Schuhlaminate mit glatten, dehnbaren Materialien als Innenfutter mithilfe elastischer Verbindungsnähte. Dieser Aufbau sorgt für eine exzellente Passform. Der Schuh schmiegt sich perfekt an den Fuß an und verhindert die Bildung von kleineren oder größeren Falten am Rist. Dies ist ein kritischer Bereich für die Konstruktion eines Sicherheitsschuhs. Bilden sich – etwa durch die Schnürung im Bereich der Zunge – Falten, kann dies Druck- und Scheuerstellen auf der Haut provozieren.

Dauerhaft elastisch und mit hoher Rückstellungskraft trägt sich Gore-Tex-Stretch-Safety-Footwear ähnlich wie eine Socke und verhindert so die Bildung störender Falten an der Zunge und im Gesamtschuh. Die äußerst dehnbare Konstruktion erlaubt zudem ein einfaches und schnelles An- und Ausziehen des Sicherheitsschuhs. Dies ist beispielsweise für leitende Mitarbeiter in der Produktion, Servicetechniker oder Handwerker relevant.

Rundum trockene Füße
Mit ihrer „Surround“-Technologie können die Schuhpartner von W. L. Gore Sicherheitsschuhe der Schutzklasse S3 anbieten, die sich durch besonderen Klimakomfort, umfangreiche Schutzfunktionen, geringes Gewicht sowie ansprechendes Design auszeichnen. Sie war einer der großen Highlights auf der diesjährigen A+A in Düsseldorf.

Damit will der Hersteller den gestiegenen Anforderungen der Träger Rechnung tragen, die in ihrem Arbeitsalltag drinnen und draußen ganztägig auf sicheres und komfortables Schuhwerk angewiesen sind – bei unterschiedlichen Witterungsbedingungen und Aktivitätslevel. Mögliche Anwendungsbereiche sind Handwerk, Bau, Logistik, die Lebensmittel-, Getränke- oder Papierindustrie.

Erhöhte Gesamtatmungsaktivität
Im Freizeit- und Bergsportbereich bereits etablierte patentierte Produkttechnologie erlaubt, dass jetzt auch Sicherheitsschuhe Feuchtigkeit und Wärme rundum – also nicht nur über das Obermaterial sondern auch durch die Sohle ableiten. Da der menschliche Fuß rund ein Drittel des Fußschweißes über die Fußsohle abgibt, ist dies ein entscheidender Vorteil gegenüber bisher üblichen, unter der Fußsohle nicht atmungsaktiven Sicherheitsschuhen. Die spezielle Sohlenkonstruktion erweitert die feuchtigkeitsableitende Fläche und damit die Gesamtatmungsaktivität des Schuhs. Am Fuß entstehende Feuchtigkeit und Wärme können über ein spezielles Gore-Tex-Laminat im Sohlenbereich nach unten in ein Belüftungsgitter entweichen und werden von dort über seitliche Öffnungen in der Sohle nach außen transportiert.

Tests mit dem Schuh in der Klimakammer sowie ein kürzlich durchgeführter Praxistext in Schweden zeigen eine geringere relative Feuchteentwicklung am Fuß in Aktivitätsphasen und eine deutlich schnellere Feuchteableitung in Ruhephasen.  

Schutzfunktionen
Die dauerhafte Wasserdichtigkeit des Sicherheitsschuhs gewährleisten spezielle Futterlaminate, die in Schaft und Sohle integriert sind und den Fuß quasi komplett umschließen. Sie schützen vor Nässe und anderen Flüssigkeiten ebenso wie vor dem Durchdringen von Alltagschemikalien wie Diesel, AFFF Löschschaum (3 %), Schwefelsäure (37 %) oder Natronlauge (30 %) gemäß ISO 13994/ASTM F 903, Methode C1.

Gore-Tex-Surround-Safety-Footwear ist dank strapazierfähiger Obermaterialien, Zehenkappen und einer durchtrittsicheren Sohle für die Schutzklasse S3 gemäß EN ISO 20345:2011 zertifiziert. Der Sohlenaufbau ist dabei so konstruiert, dass der Durchtrittschutz unterhalb der Sohlenschicht mit den seitlichen Öffnungen positioniert ist. Auf diese Weise werden alle vorgeschriebenen Sicherheitsanforderungen erfüllt. Hinsichtlich der Sohlenkonstruktion ist die Technologie flexibel und erlaubt den Schuhpartnern sowohl gespritzte (injected) als auch geklebte (cemented) Besohlungsverfahren.

Kontaktieren

W.L. Gore
Hermann-Oberth-Str. 22
85640 Putzbrunn

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