VIP: Chief Security Officer Natalja Ljevar

  • Natalja LjevarNatalja Ljevar

In GIT SICHERHEIT 3/2020 war Natalja Ljevar, Leitung Werksicherheiten Volkswagen AG (Chief Security Officer) zu Gast auf unserer "VIP-Couch".

Menschen machen Märkte. In jeder Ausgabe Ihrer GIT SICHERHEIT bitten wir wichtige Personen, Entscheider, Menschen aus der Sicherheitsbranche, auf unserer VIP-Couch Platz zu nehmen.

Ihr Berufswunsch mit 20 war:
Als Entwicklungshelferin in Nordafrika zu unterstützen.

Was hat Sie dazu bewogen, eine Aufgabe im Bereich Sicherheit zu übernehmen?

In Sicherheit leben zu können, ist mir eine Herzensangelegenheit. Bei meinem Wechsel in die Sicherheitsorganisation von Volkswagen wurde ich mit zwei Vorurteilen konfrontiert: „Die Sicherheit ist ein Karriere-Stopper“ und „Die Sicherheit öffnet doch nur die Werksschranken“.
Das hat mich sehr motiviert, ein Umdenken in der Wahrnehmung zu erzeugen.

Welche sicherheitspolitische Entscheidung oder welches Projekt sollte Ihrer Meinung nach schon längst umgesetzt sein?

Die Europäische Agentur für die Grenz- und Küstenwache Frontex muss sowohl in den Ressourcen als auch den Kompetenzen erweitert und gestärkt werden. Die europäischen Außengrenzen müssen effizienter und effektiver geschützt werden, vor allem im Bereich des illegalen Menschenhandels, Drogenhandels. Die Entscheidung, Frontex bis 2027 mit einer ständigen Reserve von 10.000 Grenzbeamten auszustatten, ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, geht aber nicht weit genug. Eine gesteuerte Migration schaffen wir nur mit einer gemeinsamen europäischen Lösung.

Ein Erfolg, den Sie kürzlich errungen haben, war:
Wir haben ein modernes Inhouse-Security-Konzept erstellt – den Mobilen Einsatz-Dienst bei Volkswagen. Das Ergebnis ist ein hochqualifiziertes und gut gerüstetes Einsatz-Team, das bereits weit vor unseren Werkstoren Maßnahmen für die Einhaltung der Volkswagen-Schutzziele umsetzt – z. B. im Bereich Cargo Crime.

Welche Reform bewundern Sie am meisten?
Am meisten vielleicht nicht, aber ich finde das IT-Sicherheitsgesetz 2.0 sehr wichtig in unserem vernetzten Zeitalter.

Wer hat Ihrer Meinung nach eine Auszeichnung verdient?
All die stillen Helden, die sich im In- und Ausland für unsere demokratischen Werte einsetzen und ihren Beitrag dazu leisten, dass wir in Sicherheit leben können.

Worüber können Sie sich freuen?
Situationskomik

Wobei entspannen Sie?
Beim Musik hören oder beim Wellness-Termin.

Welchen Urlaubsort können Sie empfehlen?
Als Land und wegen der Mentalität der Menschen Kroatien.

Dort vor allem die Region um Dubrovnik.

Wie würde ein guter Freund Sie charakterisieren?
Charismatisch mit einer gesunden Prise schwarzen Humors.

Welche Zeitschriften lesen Sie regelmäßig?
Lacht – Natürlich „GIT SICHERHEIT!“

Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?
Die Einkreisung

Welche Musik hören Sie am liebsten?
Vieles, von Metal über House bis Electro. Auch Klassik.

Was motiviert Sie?
Meine kleine Welt ein bisschen besser zu machen.

Worüber machen Sie sich Sorgen?
Dass wir als Gesellschaft auf die Digitalisierung und ihre Folgen noch nicht ausreichend vorbereitet sind.

Die beste Erfindung im Bereich Sicherheit ist Ihrer Meinung nach:
Das Blaulicht. Und die Totmanneinrichtung.

Ihre gegenwärtige Geistesverfassung ist:
Gesunde Kreativität

Natalja Ljevar, Leitung Werksicherheiten Volkswagen AG (Chief Security Officer)

  • Natalja Ljevar, Jahrg. 1979
  • ab 1998 Studium Sozialwissenschaften, Universität Hannover
  • 2006 Eintritt Volkwagen Qualifizierungsgesellschaft, Wolfsburg; 2009 Leitungsebene; 2011 Prokura
  • 2013 Leitung Werkschutz, 2014 Leitung Werksicherheit Volkwagen, Wolfsburg
  • seit 2016 Leitung Werksicherheiten der 6 deutschen Volkswagen-Standorte
  • seit 2017 in Personalunion: Leitung Unternehmenssicherheit Marke Volkswagen
  • u.a. Vorstandsmitglied im ASW

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