Sicherheitsmaßnahmen für Uhrenmuseum

Einmalige Exponate wollen geschützt werden

„Hier lebt die Zeit!" Mit diesem Spruch zum 500-jährigen Stadtjubiläum hat die im Jahr 1506 gegründete Stadt Glashütte ihren Weltruhm als Stadt der Uhren und Feinmechanik präzise formuliert. Die hohe Kunst der Uhrmacherei und die Ausbildung von Uhrmachern hat hier seit über 160 Jahren Tradition. Heute werden in der Glashütter Uhrenbetrieb GmbH die hochwertigen Zeitmesser „Glashütte Original" exklusiv gefertigt. Für die Sicherheit sorgt Technik und Know-how von Total Walther.


Das historische Erbe der Glashütter Handwerkskunst zu bewahren, hat sich die Stiftung „Deutsches Uhrenmuseum" zum Ziel gemacht und präsentiert in dem weltweit bekannten Deutschen Uhrenmuseum Glashütte unschätzbare Uhrenexponate einer breiten Öffentlichkeit. Um die Besucher in dem historischen Museumsgebäude vor Brand und die wertvollen Schätze zugleich vor Einbruch und Diebstahl zu schützen, setzt die Stiftung auf die Total Walther GmbH. Der Sicherheitsexperte setzte bereits in der Manufaktur ein umfassendes Sicherungskonzept zur höchsten Zufriedenheit des Kunden um.


Einmalige Exponate wollen geschützt werden
Unter dem Motto „Faszination Zeit - Zeit erleben" bietet das „Deutsche Uhrenmuseum Glashütte" Uhrenfreunden, Kunstliebhabern und interessierten Besuchern einen faszinierenden Einblick in die Welt der Zeitmessung und Uhrmacherzunft. Glashütter Taschen-, Armband- und Pendeluhren verschiedener Epochen über historische Urkunden und Patente, Werkzeuge und Werkbänke bis hin zu astronomischen Modellen und Metronomen: Mehr als 400 unschätzbare Exponate ziehen den Besucher in ihren Bann - auf einer modern gestalteten Ausstellungsfläche von rund 1.000 m2 über zwei Stockwerken verteilt. In dem historischen Gebäude der im Jahr 1878 gegründeten ehemaligen „Deutschen Uhrmacherschule Glashütte" führt den Besucher ein Parcour durch „Historien- und Zeiträume", die schwerpunktmäßig über die Geschichte der Uhrenstadt und der Uhrmacherkunst informieren. Zudem können sich die Besucher in einer Schauwerkstatt, einer Fachbibliothek, einem Archiv und in einem modernen multimedialen Zeitraum interaktiv mit dem Thema Zeitmessung auseinander setzen. Diese Museumsattraktionen spiegeln die herausragenden Bemühungen der Stiftung wider, kulturelles Erbe zu bewahren, Uhrmacherkunst zu fördern und Wissen über das Uhrmacherhandwerk weiterzugeben.

Vor dem Hintergrund sieht sich die Stiftung auch der Herausforderung gestellt, einen sicheren Betrieb des Museums zu gewährleisten. Das heißt handfest: Die einmaligen Exponate effektvoll in Szene zu setzen und gleichzeitig vor Brand, Diebstahl und Sabotage zu sichern sowie das historische Gebäude, die Besucher und Mitarbeiter zu schützen. Vor dem Hintergrund ist Präzision nicht nur oberstes Gebot der Uhrmacherzunft, sondern auch in puncto Sicherheit und Brandschutz gefragt.


Mit Augenmaß zusammengefügt

Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Stiftung „Deutsches Museum" dem Sicherheitsspezialisten Total Walther GmbH diese komplexe Aufgabe anvertraute - beste Referenzen des Stiftungsmitgründer Glashütter Uhrenbetrieb GmbH überzeugten ebenso wie das maßgeschneiderte ganzheitliche integrierte Sicherheitskonzept. Angefangen von der Bedarfs- und Risikoanalyse, Konzeption und Planung über die Implementierung bis hin zu weiterführendem Service stand dabei die enge Zusammenarbeit mit dem Kunden im Mittelpunkt. Welche baulichen Besonderheiten in dem historischen Gebäude müssen berücksichtigt werden? Welche Löschmittel und -methoden sowie Sicherheitstechnik können zum Einsatz kommen ohne die wertvollen Objekte und die Menschen im Ernstfall zu beschädigen und zu belasten? Fragen zu diesen projektspezifischen Anforderungen klärten die Spezialisten von Total Walther bereits detailliert im Vorfeld der Planung. „Die besondere Herausforderung an das Sicherheitskonzept ist: Die Sicherheitstechnik soll den Kunstgenuss des Besuchers nicht stören, wirksamen Schutz vor Feuer und Einbruch bieten, und gleichzeitig größtmögliche Rücksicht auf den Betriebsablauf nehmen", erklärt Andreas Meyer, Key Account bei Total Walther und Projektbetreuer. Keine leichte Aufgabe, aber dank breitgefächertem Portfolio an Sicherheitsprodukten, gewachsenem Know-how und langjähriger Erfahrung der Spezialisten entstand eine maßgeschneiderte Lösung, die alle Sicherheitskomponenten zu einem ganzheitlichen System effektiv und intelligent vernetzte.


Wie Zahnräder im Uhrenwerk - Präsizion ist alles
In puncto Brandschutz setzte man auf ein bewährtes Brandmeldesystem der Marke Zettler Expert. Im Ernstfall zählt jede Minute: denn wenn es brennt, entstehen giftige Rauchgase, die Menschenleben bedrohen. Zudem führen schnell ausbreitende Brände zum Verlust von unschätzbaren Kulturschätzen, den es zu verhindern gilt. Eine rasche und zuverlässige Brandmeldung ist daher erforderlich. Das Brandmeldesystem ist ein Verbund aus Brandmeldezentrale und angeschlossenen Meldern. Die über eine Ringleitung vernetzten Melder senden ihre Daten an die Zentrale, wo sie mit Hilfe von Auswert-Algorithmen analysiert und verarbeitet werden. Hier werden Störgrößen ermittelt und eliminiert - ein verlässlicher Schutz vor teuren Falschalarmen, die nur unnötig den Museumsbetrieb stören und Besucher verängstigen. Im Brandfall können sekundenschnell die eingehenden Meldungen weitergeleitet und so Brände effektiv bereits im Entstehen bekämpft werden. Da Wasser als Löschmittel die hochempfindlichen Uhrenexponate unwiderruflich beschädigen würde, ist das Löschmittel der Wahl: Gas. Das gewählte Gaslöschsystem arbeitet umweltneutral und zerstört weder die hochsensiblen historischen Kleinode der Uhrmacherkunst noch belastet es die Menschen in den Museumsräumen. Das reaktionsträge Inertgas-Gemisch aus Argon, Stickstoff und Kohlendioxid arbeitet auf der Basis von Sauerstoffentzug und erstickt daher ein Feuer bereits im Keim. Die natürlich vorkommenden Gase gelangen unverändert wieder in die Atmosphäre, ohne giftige Spaltprodukte freizusetzen und belasten so weder Mensch noch Umwelt.


Uhrendiebe haben keine Chancen
Neben dem Brandschutz ist auch die Sicherung vor Einbruch, Diebstahl und Vandalismus eine zentrale Komponente des Sicherheitskonzepts. Eine spezielle Gefahrenmeldezentrale von Total Walther ermöglicht sowohl die Außenhautsicherung des Museumsgebäudes als auch die Sicherung der einzelnen Ausstellungsobjekte. Individuell ausgewählte Melder sichern Fenster, Türen, Wände, Räume und einzelne Objekte wie Vitrinen oder Standuhren. Bewegungs- oder Überfallmelder sowie Scharfschalteinrichtungen, angeschlossen an der Zentrale, können flexibel angepasst werden - je nach veränderten Sicherungsanforderungen in den Ausstellungsräumen. Die Gefahrenmeldezentrale programmiert, zeigt an und überprüft die einzelnen angeschlossenen Melder und lokalisiert bedienerfreundlich den Ort des Alarms. Das System kann neben den Überfall- und Einbruchmeldungen auch zusätzlich technische Meldungen verarbeiten. Dank dem Local Security Network lassen sich problemlos Melder und Geräte anderer Hersteller sowie die Brandmeldetechnik im System integrieren.


„Dieses Projekt hatte für uns einen besonders inspirierenden Charme", so Andreas Meyer. „Hier trifft modernste Technologie auf Technik mit langer Tradition, die zugleich Kunst und Ästhetik vereint. Zudem findet man Parallelen: Beide, Zeit und Sicherheit, haben eine wichtige Bedeutung." Und Total Walther ist ein Teil der Tradition der Sicherheitstechnik - nun auch schon bereits seit über 130 Jahren.

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