Heimatmesse der IT-Security-Profis

Itsa 2019 mit Rekordzahlen

Die Itsa in Nürnberg ist die ­„Messeheimat für alle, die sich dem Thema IT-Sicherheit professionell widmen“. So formulierte es ­Petra Wolf, ­Mitglied der Geschäftsleitung beim Veranstalter Nürnberg­Messe. Die deutliche ­Zunahme bei den ­Aussteller- und Besucherzahlen und die noch einmal vergrößerte Ausstellungsfläche sieht sie als ­Bestätigung für „die Relevanz der ­Itsa als führende ­internationale Plattform für ­Cybersicherheit“.

Mehr Aussteller, mehr Besucher als im Vorjahr: 753 Aussteller (2018: 698) aus 25 Ländern und 15.632 internationale Fachbesucher (14.290) kamen dieses Jahr ins Messezentrum Nürnberg. Die drei Messetage waren Leistungsschau, Wissensaustausch und Networking-Plattform gleichermaßen – mit rund 350 Forenbeiträgen und 30 Veranstaltungen zu allen Aspekten von Informationssicherheit und Datenschutz.

„Das Plus an Messebesuchern aus dem Ausland“, so Frank Venjakob Leiter der Itsa, „lag mit 20 Prozent noch höher als das Wachstum innerhalb Deutschlands. Damit setzt sich ein klarer Trend aus den Vorjahren fort: Die Itsa wird auch immer internationaler. Sie deckt neben dem deutschsprachigen Raum zahlreiche weitere Länder in Europa umfassend ab“.

Internationale Gemeinschaftsstände
Unternehmen aus dem Baskenland, den Niederlanden, Österreich und der Tschechischen Republik präsentierten sich jeweils auf eigenen Gemeinschaftsständen. Die Bedeutung der Itsa für die länderübergreifende Zusammenarbeit bei der Cybersicherheit zeigte sich beispielsweise auch beim „Deutsch-Niederländischen IT-Sicherheitsfrühstück“ mit Beteiligung des Generalkonsuls Paul Ymkers, zu dem der Bundesverband IT-Sicherheit Teletrust einlud sowie an Delegationsreisen aus Österreich und der Tschechischen Republik.

Forenprogramm
Fünf offene Foren, darunter das englischsprachige International Forum, boten mit rund 350 Beiträgen spannende Einblicke in die IT-Sicherheit. Ein Höhepunkt war die Special Keynote des britischen Investigativjournalisten und „McMafia“-Autors Misha Glenny am letzten Messetag.

Er nahm die Zuschauer mit auf eine Reise durch die Welt der organisierten Kriminalität, das Darknet und verschiedene Formen der Cyberkriminalität. Heute, so seine These, bedeute die zunehmende Vernetzung sowie der Einsatz von maschinellem Lernen für automatisierte Entscheidungen im Bereich der Cybersicherheit eine neue Herausforderung: Der Mensch könne die Dimension der eingesetzten Algorithmen oft nicht mehr begreifen, es drohe deshalb der Kontrollverlust.

Congress@it-sa und UP19@it-sa Award
Auf 30 Veranstaltungen bot das begleitende Kongressprogramm Congress@it-sa Fachwissen zu Themen wie IT-Security für den Mittelstand und in der industriellen Produktion sowie Informationen zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Auch in diesem Jahr fanden der IT-Grundschutz-Tag und die Jahrestagung der IT-Sicherheitsbeauftragten in Ländern und Kommunen zur Itsa in Nürnberg statt.

Im Pitch der Start-ups beim „Cyber-Economy Match-up UP19@it-sa“ konnte sich ein Münchner Unternehmen mit dem Firmennamen Idee durchsetzen. Nach einem Kurzpitch und der Networkingphase mit Investoren und Vertretern aus der IT-Sicherheitsbranche durfte das Unternehmen den UP@it-sa-Award entgegennehmen.

Die nächste Itsa findet vom 6. bis 8. Oktober 2020 im Messezentrum Nürnberg statt

Wohin die Reise geht

Trendbarometer von der Itsa 2019

Aussteller der Itsa wurden zur aktuellen Marktentwicklung befragt. Das Marktforschungsinstitut Gelszus hat die Befragung durchgeführt und daraus ein Trendbarometer erstellt. Hier die wichtigsten Ergebnisse.

Warum wird in IT-Sicherheit ­investiert?

  • Meist sind konkrete Sicherheitsvorfälle der Anlass für Investitionen in IT-Sicherheit. 61 Prozent der Aussteller gaben dies an, nur 39 Prozent, dass proaktives Handeln bei ihren Kunden dafür der Anlass sei. Die wichtigsten Treiber für den proaktiven Aufbau von Sicherheitsmechanismen wiederum seien die Einführung eines IT-Sicherheitskonzepts, IT-Security als Teil der Digitalisierungsstrategie und der Wunsch, Haftungsrisiken zu minimieren.

Besteht noch Handlungsbedarf in Sachen DSGVO?

  • Seit 25. Mai 2018 ist die EU-Datenschutz-Grundverordnung anzuwendendes Recht. Bei der Umsetzung sehen die Aussteller der it- sa bei ihren Kunden noch Handlungsbedarf: Beispielsweise erkennen 23 Prozent bei Unternehmen mittlerer Größe „sehr hohen Handlungsbedarf“, 66 Prozent „hohen Handlungsbedarf“ und nur 11 Prozent geringen bzw. keinen Anlass.

Welche Rolle spielt die ­Unternehmensgröße?

  • Zum dritten Mal in Folge sind die Budgets für IT- Sicherheitsinvestitionen insgesamt gewachsen. Verantwortlich dafür ist vor allem die Entwicklung bei mittleren und insbesondere bei großen Unternehmen (ab 250 Mitarbeitern). Erneut zeigt sich aber, dass bei kleinen Unternehmen (unter 50 Mitarbeiter) die Budgets noch immer mehrheitlich unverändert sind.
  • Einen eigenen Verantwortungsbereich in der Unternehmensführung für IT- Sicherheitsbereich haben weniger als die Hälfte der kleinen und mittleren Unternehmen, lediglich bei großen Firmen liegt der Anteil mit 56 Prozent darüber.

Wo sehen Aussteller der Itsa den größten Handlungsbedarf?

  • Die Kunden gewähren ihnen Einblick in ihre Systeme – also müssen es die Aussteller der Itsa am besten wissen: Den höchsten Handlungsbedarf sehen sie in den Segmenten Gesundheitswesen, Verwaltung, Industrie, Kredit- und Finanzwesen sowie bei den Energieversorgern.
  • Gleichzeitig erwarten die Aussteller der Itsa aus den genannten Branchen auch in Zukunft den höchsten Anstieg der Nachfrage.
  • Im Vergleich zur letzten Befragung hat sich die erwartete Nachfrage aus dem behördlichen Bereich um drei Positionen nach oben verschoben, während der Bereich Kredit- und Finanzwirtschaft dafür nach unten wanderte.

Aus welchen Branchen ist die aktuelle Nachfrage tatsächlich am größten?

  • Das Gesundheitswesen führt die Spitze des Nachfrage-Rankings weiter an. Von zuletzt Rang vier auf Platz zwei nach oben gewandert sind Behörden und öffentliche Verwaltung. Es folgt der Bereich Rechenzentren, der 2018 noch auf Platz sieben lag.
  • Energieversorger sowie Produktion und Industrie, 2018 auf den Rängen zwei und drei, belegen jetzt die Plätze vier bzw. sechs.

Wie trotzt die IT-Sicherheitsbranche der Konjunkturentwicklung?

  • Während klassische Konjunkturindikatoren wie der ifo-Geschäftsklimaindex auf ein Abkühlen der Konjunktur hindeuten, bewerten die Aussteller der Itsa ihre Lage überwiegend positiv: 74 Prozent der Befragten geben an, dass sich die Branchensituation positiv entwickelt, nur sechs Prozent erwarten eine Abschwächung.

Wie entwickeln sich die Mitarbeiterzahlen in der IT-Security?

  • Die IT-Sicherheitsbranche ist nach wie vor ein Job-Motor: Drei Viertel der Aussteller gaben an, dass sich die Beschäftigtenzahl im Bereich IT- Sicherheit seit der letzten Itsa nach oben entwickelt hat. In keinem einzigen Fall wurden Stellen abgebaut.
  • Im Vergleich zu den Befragungsergebnissen der Vorjahre zeichnet sich
  • damit, ausgehend von einem bereits sehr hohen Niveau, ein weiterer geringfügiger Aufwärtstrend ab.

 

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