e-shelter security: Integrierte Lösungen von Hochsicherheit bis IoT

  • v.l.n.r. Klaus Middelanis, Bernhard Scharf, Heiko Baumgartner, Tristan Haage, Kai Friedrich und Matteo Lugaresiv.l.n.r. Klaus Middelanis, Bernhard Scharf, Heiko Baumgartner, Tristan Haage, Kai Friedrich und Matteo Lugaresi
  • v.l.n.r. Klaus Middelanis, Bernhard Scharf, Heiko Baumgartner, Tristan Haage, Kai Friedrich und Matteo Lugaresi
  • Hochauflösende Kameras, Systeme mit künstlicher Intelligenz und Thermalkameras sichern die e-shelter Rechenzentren
  • Hochauflösende Kameras, Systeme mit künstlicher Intelligenz und Thermalkameras sichern die e-shelter Rechenzentren
  • Hochauflösende Kameras, Systeme mit künstlicher Intelligenz und Thermalkameras sichern die e-shelter Rechenzentren

2003 wurde die e-shelter security GmbH gestartet, um die Physische Sicherheit der e-shelter-Rechenzentren zu gewährleisten. Seitdem hat man sich zu einem führenden Technologie- und Serviceprovider für Sicherheit und das Building Internet of Things (BIoT) entwickelt. Mit rund 200 Mitarbeitern realisiert das Unternehmen mit Standorten in Frankfurt, München, Berlin und Bonn ganzheitliche Sicherheitslösungen europaweit für e-shelter-Rechenzentren, aber auch für namhafte Technologieunternehmen und Kunden aus der Finanz- und Beratungsbranche. Mit Building Internet of Things erschließen die Security-Spezialisten gerade ein neues Geschäftsfeld, wobei Digitalisierungslösungen für Smart Commercial Buildings mit innovativer Sicherheitstechnik verknüpft werden.

Wir haben uns mit den beiden Geschäftsführern Dr. Tristan Haage und Bernhard Scharf sowie den Experten für Sicherheitstechnik und BIoT, Kai Friedrich und Matteo Lugaresi, darüber unterhalten, wie sie mit ihrem Unternehmen ein innovatives Lösungsangebot aus Sicherheitstechnik und neuen digitalen Technologien schaffen – und warum man beim Thema Videotechnik auf Sony setzt.

GIT SICHERHEIT: Welche besonderen Herausforderungen gibt es beim Schutz von Rechenzentren und kritischer Infrastruktur und wie lösen Sie diese?

Bernhard Scharf: Wir starten bei allen Projekten mit einer Analyse der Risikolage, der Schutzziele und des Nutzungsplans und erstellen danach technische und organisatorische Sicherheitskonzepte. Die Ideen und Vorgaben der Kunden gerade im Bereich Rechenzentren sind vielfältig und anspruchsvoll. Wir legen sehr viel Wert darauf, alle Leistungen mit höchster Qualität aus einer Hand zu bieten, von der Planung und Errichtung der Sicherheitssysteme bis hin zum Monitoring der Systeme in eigenen zertifizierten Notruf- und Serviceleitstellen. Das heißt, wir managen den kompletten Lebenszyklus eines Sicherheitssystems und die komplette Alarmkette. Charakteristisch für Rechenzentren und kritische Infrastruktur ist die Verdichtung von Technologie auf engstem Raum, hohe Ansprüche der Nutzer, die nicht selten in strengem Wettbewerb stehen, Hochsicherheitsanforderungen und ein Clustering verschiedener Sicherheitsbereiche mit unterschiedlichen Anforderungen und verschiedenen Nutzergruppen.

Unsere Aufgabe ist es dann, ein lückenloses Sicherheitskonzept zu erstellen, das ein harmonisches Miteinander verschiedenster Nutzer in einem Campus zulässt. Klar geregelter Zugang für alle Gruppen, das klingt einfach, erfordert aber viel Technologie, strenge Prozesse, die Mitwirkung und Disziplin des Kunden und eine lückenlose Kontrolle inklusive aller Nachweise. Das Ganze muss bei aller Sicherheit für die Nutzer erlebbar sein und muss geschmeidig laufen, ohne die Prozesse unnötig zu verlangsamen.

Was hat Sie bewogen, integrierte Sicherheitssysteme auch außerhalb des Rechenzentrumsbereichs anzubieten und auf welchen Märkten bewegen Sie sich?

Bernhard Scharf: Durch die langjährige Erfahrung bei der Sicherung von Rechenzentren und komplexen Projekten haben wir uns eine Campus-Intelligenz zugelegt, die wir auch anderen Unternehmen mit komplexen Sicherheitsaufgaben im Premiumbereich anbieten. Auch hier managen wir für die Kunden den gesamten Lebenszyklus eines Sicherheitssystems. Es ist für uns einfacher, weniger komplexe Projekte in Bereichen mit geringeren Sicherheitsanforderungen durchzuführen, als für Integratoren, die unsere Erfahrung nicht haben, sich an Hochsicherheitsprojekten zu versuchen. Wir konzentrieren uns auf den DACH-Markt, haben aber auch Projekte in Singapur, Genf, Madrid und London realisiert, weil der Kunde unsere spezifische Herangehensweise, verlässliche Qualität und innovative Technologien verlangt hat.  

Welche Erfahrung und Expertise bringen Sie mit?

Tristan Haage: Zunächst einmal bringen wir die richtige Einstellung mit. Verlässliche Qualität zu liefern und auf Innovation zu setzen, ist Teil unserer DNA. Bei e-shelter security integrieren wir aus allen Bereichen der Sicherheitstechnik „best of breed“-Technologien und verlassen uns nicht auf Standardlösungen. Diese verknüpfen wir mit digitalen Technologien, die vorab in einem Proof of Concept getestet wurden, so dass das Gebäude oder der Campus der Zukunft intelligenter und sicherer wird. Und das machen wir mit einem hoch qualifizierten interdisziplinären Team aus Experten für Videotechnik, Zutrittskontrolle und Biometrie, Netzwerktechnik und Cyber-Sicherheit. Unsere Projektleiter managen große und anspruchsvolle Projekte primär in Deutschland aber auch im europäischen Ausland. Aus dem IT- und Rechenzentrumsumfeld kommend und mit unserer Muttergesellschaft Investa, die seit 45 Jahren Immobilien entwickelt, haben wir zudem einen hervorragenden Zugang zu Technologiepartnern, Proptech-Start-ups und dem Real Estate Markt. Was wir aus diesem Umfeld mitnehmen, ist eine Unternehmenskultur mit einer besonderen Dynamik und Geschwindigkeit, die man selten in klassischen und etablierten Unternehmen findet.

Sie setzten in Ihren Projekten bevorzugt Sony-Kameras ein. Was war für diese Wahl entscheidend?

Kai Friedrich: Wir achten auf eine hohe Bildqualität bei der Kameraauswahl und wählen auch hier „best of breed“, was die Videotechnik angeht. Sony ist bekannt für sehr hochwertige Bildsensoren gerade bei schlechten Lichtverhältnissen. Ein weiterer Faktor bei der Auswahl von Systemen ist für uns eine hohe Qualität mit einer extrem niedrigen Ausfallquote. Wir haben über 2000 Kameras von Sony im Einsatz, von denen gerade einmal zwei in der Vergangenheit wegen eines Produktfehlers ausgefallen sind. Wir schätzen bei einer Zusammenarbeit die Verlässlichkeit und wenn wir exzellente technische Unterstützung bekommen. Unsere Ansprechpartner bei Sony Video Security beraten uns bei der Produktauswahl und der Planung von Anlagen, gerade wenn es um innovative Lösungen und schwierige Entscheidungen geht. Was die Innovationskraft angeht, sehen wir die neue Konstellation und Partnerschaft von Sony und Bosch sehr positiv. Beim Thema Videoanalytik, Bildsensorik und bei der Integration in Projekte, wo künstliche Intelligenz gefragt ist, kann sich die Zusammenarbeit als ein echtes Plus für uns als Kunden herausstellen.

Wie wichtig ist die Partnerschaft mit dem Anbieter bei der Entwicklung und später im Betrieb von Sicherheitslösungen?

Matteo Lugaresi: Sehr wichtig. Wir profitieren von einer Zusammenarbeit mit Herstellern, die ihre Roadmap frühzeitig mit uns teilen. Bei Sony haben Platinum-Partner die Möglichkeit, vorab neue Systeme vor Markteinführung zu testen. Die Nutzung von neuen Algorithmen, intelligenter Videoanalyse, Machine Learning und KI sind für einen Hochsicherheitscampus, wie e-shelter, sehr wichtig. Die Videotechnik ist ein Technologietreiber für viele Anwendungen und es gilt, frühzeitig neue Technologien einzubinden, gemeinsam zu testen und zu sehen, was möglich ist und auch, wo das Limit erreicht ist. Die Integration von Videotechnik mit anderen digitalen Technologien ist für uns besonders wichtig, z.B. die Verknüpfung von Video mit dem Besuchermanagement oder in einem anderen Beispiel die Dokumentation von Vorgängen an der Paket-Box in einer Smart Lobby. Der Einsatz von Videotechnik zur Erfassung von Raumbelegungen im Bereich Smart Building ist ein weiteres Beispiel, wo wir bereits seit der Entwicklungsphase eng zusammenarbeiten. Das Portfolio eines Herstellers sollte breit aufgestellt und zu unseren Anforderungen passen. Das geht von von klassischen Anwendungen im Perimeterschutz, bis hin zu Anwendungen in IoT-Systemen. Wir testen zum Beispiel gerade die Gesichtserkennung und Personenzählung mit Hilfe von Sony-Kameras und der Anyvision-Software.

Welcher Aufwand ist für die Integration einzelner Systeme zu einer Gesamtlösung nötig?

Kai Friedrich: Das hängt natürlich vom Projekt ab, es ist aber entscheidend, dass wir uns die Zeit nehmen, und uns umfassend mit der Aufgabe von der Planung bis hin zur Errichtung und dem Betrieb beschäftigen. Gerade bei einem Sicherheitsnetzwerk ist eine der wichtigsten Fragen, wer sich beim Kunden im Betrieb um die Systeme kümmert, damit die Lösung nachhaltig funktioniert. Was die Videotechnik angeht, wird die Integration von Kameras in die Videomanagement-Software durch eine gute Zusammenarbeit der Kamera-Hersteller mit den VMS-Herstellern erleichtert, das gilt besonders für weniger gängige Modelle, die speziell im deutschen Markt zum Einsatz kommen. In der Zukunft wird das noch wichtiger. Es wird einen Umbruch geben, da immer mehr Intelligenz in die Kameras verbaut wird und sie nicht mehr nur als Bildgeber dienen, deren Daten dann auf dem Server oder in den Managementsystemen verarbeitet werden, wie das heute noch oft der Fall ist.

Welche Pläne haben Sie für das neue Geschäftsfeld BIoT?

Tristan Haage: BIoT ist ein starker Wachstumsmarkt und wir sehen einen riesigen Nachholbedarf in der Digitalisierung im Real Estate-Markt. Wir wollen weg von der Siloansicht für jedes einzelne Gewerk im Gebäude und verknüpfen Cybersecurity mit physikalischer Sicherheit und IoT zu einem einzigartigen Angebot. Über unsere Muttergesellschaft haben wir einen besonderen Zugang zu Immobilien- und Campusprojekten und bringen dort als Pionier die verschiedenen Welten zusammen und bieten Sicherheit und Digitalisierung für das Gebäude und den Campus der Zukunft. Anwendungsbeispiele sind die Integration der mobilen Zutrittskontrolle, die Erfassung der Belegung von Räumen und Bereichen in Echtzeit mit Video oder auch das digitale Besuchermanagement mit biometrischem Abgleich.

Wie sehen Sie den Aspekt der Cybersecurity bei der Videoüberwachung und auch bei den IoT-Lösungen, die Sie in Smart Building Projekte einbringen?

Matteo Lugaresi: Alle IP-Geräte, die wir integrieren, dürfen keine zusätzliche Bedrohung für das System darstellen. Die Cyberangriffe, die wir aus dem Bereich der Sicherheitstechnik kennen, waren nicht sehr hoch entwickelt und hätten durch einfache technische Maßnahmen bei den eingesetzten IP-Geräten, einem verantwortungsvollen Umgang mit Passwörtern und mehr Sorgfalt bei der Einrichtung der Systeme verhindert werden können. Egal ob Sicherheitstechnik oder BIoT, wir verfolgen einen ganzheitlicher Ansatz und beziehen Cybersicherheit bei der Risikoanalyse, der Planung und dem Betrieb der Systeme, mit ein. Wir führen Penetrationstests durch sowie Schwachstellenscans mit einem eigenen Analysesystem. Darüber hinaus kooperieren wir beim Incident Monitoring mit führenden Experten für IT-Sicherheit. Wir stehen aber auch in ständigem Kontakt mit unseren Technologiepartnern wie Sony, um mögliche Cyberrisiken schnell zu erkennen und Gefahren abzuwenden, indem wir zum Beispiel aktuelle Sicherheitsupdates auf die Kameras aufspielen. Wenn es bei einem Hersteller nur eine Firmware pro Kamera-Serie gibt, erleichtert das die Installation solcher Updates natürlich. Wir testen alle Geräte, bevor wir sie in ein Sicherheitssystem integrieren und prüfen auch den Anbieter kritisch, bevor wir uns für ihn entscheiden. Das ist gerade bei Projekten im Kritis-Umfeld unerlässlich.


Das Projekt e-shelter
Zur Sicherung der e-shelter-Rechenzentren kommt vielfältige Videotechnik in Kombination mit Technik aus der Zutrittskontrolle und einem ausgeklügelten Sicherheitsmanagement-System zum Einsatz. Das Rückgrat der Installation bilden Bullet-Netzwerkkameras von Sony und PTZ-Domkameras auf dem Außengelände und am Perimeter. In den Gebäuden selbst kommen hochauflösende Domkameras zum Einsatz. Sowohl im Außen- als auch im Innenbereich werden die Sony-Kameras häufig von Flir-Thermalkameras unterstützt, welche die Detektion und die Videoanalyse erleichtern. Alle Videodaten bündelt das Cayuga-Videomanagementsystem von Qognify, wo auch die Videoanalyse erfolgt. Alle Alarme aus der Videotechnik laufen mit den Daten aus der Zutrittskontrolle und Brandmeldetechnik gewerkeübergreifend in Advancis Winguard zusammen.

In einem eigenen Verbund aus zertifizierten Notruf- und Serviceleitstellen werden alle Sicherheits- und Brandmeldesysteme aller Rechenzentren aufgeschaltet. Hier wird das Alarmmanagement, das Service- und das Zutrittskontrollmanagement gesteuert, was bei einer Mischnutzung der Rechenzentren eine komplexe Aufgabe ist. Jeder Mieter oder Kunde muss sich darauf verlassen können, dass nur er zu seiner Fläche Zutritt hat und auch der Weg dorthin schon gesichert ist. Durch ein ausgeklügeltes Zutrittskontrollsystem und innovative Technologien gelangt der Besucher kontrolliert mit nur einer Berechtigung vom Eingang des Geländes bis zum Zielort, zum Beispiel seinem Datenrack.


 

Kontaktieren

Sony Video Security Business – Bosch
Robert-Bosch-Ring 5
85630 Grasbrunn
e-shelter security
Eschborner Landstraße 100
60489 Frankfurt
Germany
Telefon: +49 69 7801-0100

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