Siemens-Brandschutztechnik mit umfassendem Anspruch neu machen

  • Elemente der Sicherheit
  • Brandmeldefamilie von Siemens: zuverlässig arbeitende Brandmeldeanlagen sind unverzichtbarer Bestandteil von Brandschutzkonzepten in Gebäuden, Produktionsanlagen und anderen Infrastrukturen
  • Carsten Meißner, Senior Consultant, Siemens AG

Erst ein umfassender Schutz macht aus einem Ort einen perfekten Ort – und zwar am besten unbemerkt. Mit innovativen Serviceangeboten und leistungsfähiger Hardware schafft Siemens dafür die Voraussetzungen. Wie sich dieser Anspruch in der Praxis umsetzen lässt, zeigen nicht zuletzt aktuelle Lösungen und zukunftsweisende Neuentwicklungen von Siemens.

Ein Blick in die Statistik des Deutschen Feuerwehrverbandes (www.feuerwehrverband.de/statistik.html) zeigt: Die Zahl der Einsätze bei Bränden und Explosionen in Deutschland liegt konstant im Bereich zwischen rund 160.000 und 197.000 – pro Jahr. Die Zahlen sind hinreichend bekannt und lassen dennoch keinen Brandschutzprofi oder Sicherheitsverantwortlichen unberührt: Jedes Jahr verursachen Brände in gewerblich genutzten Gebäuden europaweit Schäden in Milliardenhöhe. Jeder dritte Brand in der Industrie führt dabei nach Angaben der Versicherungswirtschaft zu Sachschäden von mehr als 500.000 Euro. Die Spätfolgen eines Brandes sind oft über den eigentlichen Schadensfall hinaus erheblich und können durch den dauerhaften Verlust von Kunden, Marktanteilen und qualifizierten Mitarbeitern nicht selten in die Insolvenz führen.

Umso wichtiger ist es deshalb, Brände am besten ganz zu vermeiden oder zumindest im frühestmöglichen Stadium zu erkennen und wirkungsvoll zu bekämpfen. Gleichzeitig sind Falschalarme zuverlässig auszuschließen. Denn der Blick in die bereits erwähnte Statistik zeigt: Während die Zahl der Brände seit Jahren etwa gleich bleibt, hat die Zahl der Falschalarmierungen im Laufe von 15 Jahren um annähernd 50 Prozent zugenommen.

Anforderungen an Brandmeldesysteme
Vor diesem Hintergrund wird klar, dass zuverlässig arbeitende Brandmeldeanlagen ein unverzichtbarer Bestandteil von Brandschutzkonzepten in Gebäuden, Produktionsanlagen und anderen Infrastrukturen sind. Nicht zuletzt unterliegen Brandmeldesysteme den Normen und Richtlinien, die den Einsatz von Produkten, den Anlagenaufbau und den Betrieb vorgeben.

Im Fokus steht dabei die DIN 14675-1, die Planung, Bau und Betrieb entsprechender Anlagen über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg regelt.

Wie sich das optimale Brandschutzsystem zusammensetzt, resultiert dabei immer aus dem definierten Schutzziel, das im Brandmeldekonzept definiert ist. Für komplexe Brandschutzlösungen in schwierigen Umgebungsbedingungen ist die parametergestützte Detektion der aktuelle Stand der Technik. Sinteso-Brandmelder von Siemens verfügen über applikationsspezifische Parametersätze. Diese können an individuelle Risiken und Umgebungseinflüsse, angepasst werden. Damit sind die Melder in unterschiedlichen Anwendungen einsetzbar.

Neue Möglichkeiten und Funktionen
Die Brandmeldetechnik bietet heute weit mehr als nur täuschungssichere Melder. Das zeigt der Blick auf das neue Marktpaket 7 für das Brandmeldesystem Sinteso FS20.

Zu einem umfassenden Brandschutz braucht es mehr als nur ein umfassendes portfolio von der Detektion über Alarmierung und Evakuierung bis hin zur automatischen Löschung und zu entsprechenden Gefahrenmanagementsystemen. Erst in der Verbindung mit innovativen Serviceangeboten werden alle Elemente der Sicherheit berücksichtigt.

So ist ab sofort zum Beispiel ein neues Sortiment an Alarmierungsgeräten verfügbar, das sowohl akustische Signalgeber mit Sprachmeldung als auch optisch-akustische Signalgeber mit und ohne Sprachmeldung enthält. Bei den optisch-akustischen Signalgebern handelt es sich um adressierbare und loopgespeiste Geräte mit Turboisolator gemäß EN 54-17, die zudem die Anforderungen an eine optische Alarmierung gemäß der aktuellen Norm EN 54-23 erfüllen.

Die enge Verzahnung von Sprachalarmierung und Branddetektion ist ein noch vergleichsweise neues Thema bei der Evakuierung von Gebäuden. Kommt es in komplexen Gebäuden und Infrastrukturen zu einem Brand oder gefährlichen Situationen, zeigt die Erfahrung: Ein konventionelles Alarmsignal wird oft nicht beachtet oder als Falschalarm bzw. Übung falsch interpretiert. Personen, die eigentlich gewarnt werden sollen, reagieren deshalb nicht oder erst verspätet darauf. Anders verhält es sich bei der Sprachalarmierung, die besonders sinnvoll ist, wenn viele und möglicherweise ortsfremde Personen rasch aus einer Gefahrensituation zu evakuieren sind. Mittels Sparachalarmierung kann die benötigte Evakuierungszeit möglichst gering gehalten und das Risiko für Personenschäden minimiert werden.

Die Nutzung von Cloud-Technologien eröffnet weitere zukunftsweisende Features. Der Zugang zum Kundenportal oder dem Remote Service Center wird mit Hilfe der neuen Connection-Box zur siemenseigenen Cloud bereitgestellt. So werden neue digitale Serviceangabote für den Kunden bereitgestellt und weiter entwickelt.

Die Verbindung erfüllt dabei die hohen Anforderungen der Sicherheitsklasse 2 gemäß DIN 66399. Damit sind in Bezug auf die IT-Sicherheit die notwendigen Standards gewährleistet, wie sie Siemens im Verbund mit anderen großen Industrieunternehmen zuletzt zum Beispiel auch in einer gemeinsamen „Charter of Trust“ formuliert hat.

„Safety as a Service“
Das Modell „Safety as a Service“ ermöglicht Unternehmen, die komplexen Anforderungen an Brandmeldeanlagen auf einem völlig neuen Weg umzusetzen. Siemens ist der erste Anbieter am Markt, der Brandmeldeanlagen als Serviceleistung offeriert. Egal wie umfangreich der Kunde seinen Brandschutz benötigt – alle normenseitigen Vorgaben im Bereich des anlagentechnischen Brandschutzes werden komfortabel und sicher erfüllt, ohne dass der Kunde sich selbst um Hardware und Servicekümmern muss.

Konkret sieht das so aus: Die kundenspezifischen Anforderungen werden vertraglich definiert, Siemens projektiert und installiert die komplette Anlage mit Zentralen, Meldern und anderen Peripheriegeräten und stellt sie dem Kunden im Rahmen eines Service-Vertrages zur Verfügung. Der Kunde muss kein entsprechendes System erwerben.

Die Anlagen und Systeme verbleiben im Eigentum von Siemens. Damit entstehen auf Kundenseite keinerlei Investitionsausgaben (CAPEX), sondern lediglich laufende Betriebskosten (OPEX) – beides wichtige Bilanzkennwerte.

Fazit
Ein perfekter Ort ist ein sicherer Ort. Siemens  erfüllt diesen Anspruch durch die Kombination von innovativen Serviceangeboten und einem umfassenden System- und Lösungsportfolio.

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Siemens AG, Building Technologies Division
Lyoner Straße 27
60528 Frankfurt am Main
Germany
Telefon: +49 800 100 76 39
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