High-tech zwischen Müll und Staub - Heavy-Duty-Ansaugrauchmelder in der Abfallwirtschaft

  • Abfallwirtschaftsbetriebe sind ein typisches Beispiel für den Einsatz von SonderbrandmeldetechnikAbfallwirtschaftsbetriebe sind ein typisches Beispiel für den Einsatz von Sonderbrandmeldetechnik
  • Abfallwirtschaftsbetriebe sind ein typisches Beispiel für den Einsatz von Sonderbrandmeldetechnik
  • Widersteht dem Staub: Leitung eines Ansaugrauchmelders mit Ansaugöffnung
  • In der Sortieranlage Achern wurden sechs Ansaugrauchmelder mit 500 Meter Ansaugleitung aus PVC installiert

In Abfallwirtschaftsbetrieben finden sich typischerweise maßge­schneiderte Sonderbrandmeldesysteme. Hier geht es um eine hohe Brandlast und eine Reihe von Störfaktoren. Für die Mittelbadischen ­Entsorgungs- und Recyclingbetriebe (MERB) hat Securiton ein maßgeschneidertes Detektionskonzept erstellt: Die Hallenbereiche werden auf Rauchentwicklung und die Maschinenbereiche (Sortieranlagen) auf ­Wärmeentwicklung überwacht. Zum Einsatz kommen hier zwei besonders geeignete Brandfrühwarnsysteme.

Als Unternehmer mit Weitblick gründete Hugo Gerber bereits 1963 im badischen Achern ein Entsorgungsunternehmen, das Altstoffe und Abfälle aus gewerblichen und privaten Haushalten abholt – und qualitativ hochwertige Altstoffe in modernen Sortieranlagen zurückgewinnt und der Wiederverwertung zuführt. Das Unternehmen entsorgt heute den Abfall von über einer Million Bürgern im Ortenaukreis sowie in den Räumen Baden-Baden und Rastatt.

Das Recycling so großer Mengen von Rohstoffen und Abfällen bringt eine hohe Brandgefahr mit sich. Da traf es sich gut, dass gewissermaßen vor der Haustür des Hauptbetriebes in Achern die Firma Securiton Deutschland ihren Sitz hat. Einer Ortsbesichtigung folgte ein zweimonatiger Versuchsaufbau im Hallenbereich. Dabei kam man zu dem Schluss, dass ein zweistufiges Detektionskonzept die optimale Lösung ist. Die Hallenbereiche sollten auf Rauchentwicklung und die Maschinenbereiche (Sortieranlagen) auf Wärmeentwicklung überwacht werden. Getestet wurden zwei von Securiton entwickelte, für derartige Einsatzfälle besonders geeignete  Brandmeldesysteme.

Grenzwerte lösen sofort Alarm aus
Der Ansaugrauchmelder SecuriRAS ASD ist ein aktives Brandmeldesystem. Anders als Punktmelder wartet es nicht, bis der Rauch aufsteigt, sondern saugt den Rauch aktiv an und meldet Brände bereits im Frühstadium. Über Ansaugleitungen werden durch einen Hochleistungslüfter ständig Luftproben von den Ansaugstellen zur Auswerteeinheit ­transportiert. Hier überprüfen hochempfindliche Detektoren die Luft auf Brandgase.

Übersteigt die Rauchkonzentration den festgelegten Grenzwert, so wird sofort Alarm ausgelöst. Die Luftstromüberwachung sorgt dafür, dass Verstopfungen oder Rohrbrüche in der Ansaugleitung schnell gemeldet werden.

Der linienförmige Wärmemelder SecuriSens ADW basiert auf dem physikalischen Prinzip der Volumenausdehnung der Luft durch Erwärmung und dem damit verbundenen Druckanstieg. Ein Drucksensor misst ständig den Absolutdruck in einem an der Decke montierten Kupferfühlerrohr. Die Sensorsignale werden nach einem individuell programmierbaren Ansprechverhalten mit dem Differenzial- und Maximalprinzip ausgewertet. Das Differenzialverhalten wird elektronisch gebildet. Steigt der Druck in dem durch die Software definierten zeitlichen Verhältnis an, so löst das System Alarm aus.

Bei der Maximalauswertung wird Alarm ausgelöst, sobald der Druck einer bestimmten, programmierbaren Maximaltemperatur entspricht. Ein Temperaturfühler ermittelt laufend die aktuelle Umgebungstemperatur und bildet den Referenzwert für den Alarmfall.

Der große Vorteil dieses Systems ist, dass sich die aufsteigende Wärme flächig schnell ausbreitet. Dies führt zur Erwärmung eines größeren Rohrabschnittes und verkürzt die Ansprechzeit. Das System ist äußerst wartungsfreundlich, da es sich durch eine voll automatische Ausprüfeinrichtung periodisch selbst überwacht, z. B. auf ein Leck oder Rohrquetschung.

Sicherheit auf der ganzen Linie
Nach erfolgreichem Probelauf wurde das Gesamtkonzept auf der Basis der DIN 14675 von Securiton ausgearbeitet. Um Fehlalarme durch eindringenden Staub, insbesondere Papierstaub, zu vermeiden, wurden in die Ansaugleitung der Ansaugrauchmelder automatische Ausblaseinrichtungen integriert. Alle Planungsunterlagen wurden mit dem VdS und der Feuerwehr abgestimmt.

In der Sortieranlage Achern wurden sechs  Ansaugrauchmelder mit 500 Meter PVC-Ansaugleitung installiert. Der Betrieb Appenweier erhielt sechs Ansaugrauchmelder mit einem Rohrnetz von 550 Metern und drei linienförmige Wärmemelder SecuriSens ADW mit 150 Metern Kupfer-Fühlerrohr. Der dritte Betrieb in Kehl-Auenheim wurde auch mit vier Ansaugrauchmeldern mit 350 Metern PVC-Ansaugleitung und fünf linienförmigen Wärmemeldern mit 320 Metern Kupferrohr ausgestattet. Alle Anlagen sind direkt auf den Hauptmelder der Feuerwehr geschaltet.

Abfallwirtschaftsbetriebe sind ein typisches Beispiel für den Einsatz von Sonderbrandmeldeanlagen. Aufgrund der dort herrschenden extremen Umgebungsbedingungen oder Raumverhältnisse scheiden konventionelle, punktförmige Brandmelder als Detektoren aus. Securiton hat deshalb Spezialsysteme zur Branderkennung entwickelt, die heute in einer Vielzahl von weiteren Anwendungen weltweit eingesetzt werden, z. B. der chemischen Industrie, in Hochregallagern, in Hohlböden, Kulturbauten, Parkgaragen, Straßentunnels oder Tiefkühlhäusern. Zu den wesentlichen Vorteilen gehören die Brandfrüherkennung, die Täuschungsalarmsicherheit, die Montage- und Servicefreundlichkeit sowie die Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit.

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Securiton GmbH Alarm- und Sicherheitssysteme
Hauptsitz, Von-Drais-Str. 33
77855 Achern
Germany
Telefon: +49 7841 6223 0
Telefax: +49 7841 6223 10

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