Hekatron: Sondermelder für Schutz von leicht entflammbaren Lösungsmitteln

  • ARDEA-Rauchmelder dienen am Lösungsmittelstandort der Branddetektion.
  • Eine Integral C sichert die offenen Gebäude des Laugen- und Säurenstandorts.

Hekatron: Sondermelder für Schutz von leicht entflammbaren Lösungsmitteln. Als weltweit führender Distribu­tionspartner der Chemieindustrie übernimmt Brenntag für große Chemieproduzenten die Lagerung, Abfüllung und den Vertrieb von Chemikalien. Um die Läger und Abfüllstätten der teils leicht entzündlichen oder ätzenden Chemikalien brandschutztechnisch optimal abzusichern, setzt die Frankfurter Niederlassung des Konzerns auf Sondermelder von Hekatron.

Brenntag versteht sich als Bindeglied zwischen den großen Chemieproduzenten und der weiterverarbeitenden Industrie. In ihren Distributionszentren lagert sie die von den Herstellern übernommenen Produkte – große Chargen an Flüssig- und Feststoffen – und verteilt sie dann bedarfsgerecht an die weiterverarbeitende Industrie. Bedarfsgerecht heißt zum einen, dass Brenntag die Chemikalien solange lagert, bis der Kunde sie braucht. Zum anderen konfektioniert das Unternehmen die großen Chargen den Anforderungen der gewerblichen Endverbraucher entsprechend und füllt sie in 20 – 1.000 l fassende Container und Fässer um. Für die Weitergabe größerer Mengen verfügt das Unternehmen über eine eigene Flotte von Tankzügen.

Marktführer in Deutschland

Die Brenntag GmbH ist die deutsche Landesgesellschaft der international tätigen Brenntag Gruppe. Mit zentralem Sitz in Mülheim verfügt sie über neun bundesweit verteilte Logistikzentren. Hier portioniert, verpackt, palettiert, komissioniert und etikettiert der Chemiedienstleister die Flüssig- und Feststoffe für seine Kunden und übernimmt zudem Zollabwicklung sowie Transport. „Allein unser Frankfurter Distributionszentrum mit rund 100 Mitarbeitern schlägt pro Jahr 60.000 t Chemikalien um“, erläutert Dr. Frank Roers, Logistikleiter der Frankfurter Niederlassung. „Hierzu verfügen wir über zwei nach der Art der gelagerten Stoffe verschiedene Standorte, einen Lösungsmittelstandort sowie einen Standort für Säuren und Laugen.“ Mit ihren Hausnummern 8 und 9 liegen sich diese an der Frankfurter Carl-Benz-Straße genau gegenüber.

Vorsicht – leicht entflammbare Lösungsmittel!

Die Lagerhallen beider Standorte sind teilweise nach mehreren Seiten offene Gebäude, was für die Sensorik der hier eingesetzten Brandmeldetechnik eine echte Herausforderung darstellt.

Nicht umsonst setzt die Niederlassung Frankfurt seit mehr als 20 Jahren auf Brandmeldeanlagen von Hekatron, weshalb die Betrachtung der eingesetzten Systeme gleichzeitig einen Rückblick auf die BMA-Entwicklung des Sulzburger Unternehmens bedeutet. Den Anfang machte damals am heutigen Lösungsmittelstandort ein mit einer Schaumlöschanlage verbundenes PZ-Brandmeldesystem, das heute noch zuverlässig seinen Dienst tut.

Als durch eine Gebäudeerweiterung bedingt 2004 auch die neu hinzugekommenen Hallen mit Brandmeldetechnik ausgestattet werden sollten, installierte der von Marcus Gutmann geleitete Errichterbetrieb MG Telekommunikation & Schwachstromtechnik e.K. zusätzlich eine SecuriPro-Anlage. Zur Überwachung der großen Hallen setzte das Unternehmen die nach dem Durchlichtprinzip arbeitenden linienförmigen Ardea-Rauchmelder ein, die auch in den teilweise offenen Gebäuden schnell und zuverlässig Rauch detektieren.

In den geschlossenen Hallenbereichen kam als servicefreundliche Alternative zu punktförmigen Rauchmeldern ein Rauchansaugsystem zum Einsatz, bei dem sich die Wartung auf das System selber beschränkt, also nicht jeder Detektionsort einzeln der Wartung bedarf. Da am Lösungsmittelstandort mit leicht entflammbaren Chemikalien hantiert wird, die bei einem Flammpunkt von teilweise unter 0°C zudem ein erhebliches Explosionsrisiko bedeuten, mussten einzelne Bereiche hier darüber hinaus mit eigensicheren Rauch- und Handmeldern ausgestattet werden.

Achtung – ätzende Säuren und Laugen!

Als 2006 auch der Laugen- und Säuren-Standort eine eigene Brandmeldeanlage erhalten sollte, war klar, dass Brenntag wiederum auf die bewährte Zusammenarbeit mit Marcus Gutmann setzte. „Mitten im Winter errichteten wir in den offenen Gebäuden innerhalb kürzester Zeit unter anderem dank zuverlässiger Mitarbeiter und der von uns immer wieder sehr geschätzten kurzfristigen Belieferung eine Integral C-Brandmeldeanlage mit umfangreichen ADW-Systemen und weit über 1.000 m Fühlerrohr, sowie zur wirtschaftlichen Stromversorgung der Systeme mit dezentralen externen Netzteilen“, erinnert sich der Diplomingenieur. „Am Fertigstellungstag hatten wir minus 15 °C. Dies zeigt auch die besonderen Anforderungen, die hier an das Wärmesensor-System gestellt werden – schließlich muss es im Sommer wie auch im Winter zuverlässig ansprechen.“

„Es gibt am Markt kein vergleichbares System, das über einen so weiten Temperaturbereich wie unser ADW stets stabil eine schnelle Detektion gewährleistet“, ergänzt Hekatron-Vertriebsingenieur Günter Sauer. „Das ist sicher auch einer der Gründe dafür, dass Brenntag und Hekatron bundesweit an verschiedenen Standorten zusammenarbeiten, gerade wenn es um die Branderkennung unter erschwerten Umgebungsbedingungen geht.“

Wobei Temperaturextreme nicht die einzige Herausforderung sind, die ein Detektionssystem in den Frankfurter Hallen meistern muss: „Normalerweise dient als Detektionsstrecke beim ADW ein Kupferfühlerrohr, aber am Laugen- und Säurenstandort mit seinen durch die Chemikalien bedingt aggressiven Umgebungsbedingungen verwendeten wir Edelstahlrohr“, erläutert Marcus Gutmann. „In Teilbereichen erwies sich selbst dieses Material als nicht korrosionsbeständig genug, so dass wir hier gemeinsam mit Hekatron eine Lösung auf Basis eines Teflonschlauchs entwickelten.“

Für dieses neuartige Fühlersystem hat Hekatron bereits beim VdS eine entsprechende Zulassung beantragt. Marcus Gutmann bezieht bei komplexeren Projekten gerne den VdS von Anfang an mit ein, der auch hier die gesamte Installation der Brandmeldeanlage begleitete. So gab es bei der abschließenden Überprüfung erwartungsgemäß keine Beanstandungen: Das gesamte System wurde vom VdS als mängelfrei abgenommen.

 

KONTAKT

Hekatron Vertriebs GmbH, Sulzburg
Tel.: 07634/500-0
Fax: 07634/6419
sol@hekatron.de
www.hekatron.de

Jetzt registrieren!

Die neusten Informationen direkt per Newsletter.

To prevent automated spam submissions leave this field empty.