03.02.2020
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ZVEI: Elektroindustrie erwartet stabile Entwicklung

Die deutsche Elektroindustrie konnte 2019 nur bei den Exporten ein Wachstum verzeichnen, wie der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) mitteilt. Produktion, Umsatz und Auftragseingang hingegen mussten Rückgänge hinnehmen. Die deutsche Elektroindustrie sei stark in die globalen Wertschöpfungsprozesse eingebunden. Die gleichzeitige weltweite Schwäche von Handel, Investitionen und Industrieproduktion im vergangenen Jahr habe die Branche getroffen, so ZVEI-Präsident Michael Ziesemer. So fiel die preisbereinigte Produktion in der Elektrobranche von Januar bis November 2019 um 4,2 Prozent geringer aus als im Jahr zuvor. Der Umsatz gab leicht nach um 1,2 Prozent auf 175,6 Milliarden Euro und dürfte im Gesamtjahr bei 191 Milliarden Euro gelegen haben. Für 2020 erwartet der Verband bei der Produktion im besten Fall eine stabile Entwicklung. Trotz der konjunkturellen Abschwächung ist die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Elektroindustrie nahezu stabil geblieben. Aktuell liegt sie bei 888.000 Mitarbeitern.

Angesichts der bisher ungekannten Menge an Daten, die tagtäglich anfällt, fordert der ZVEI klare Regeln für die Daten- und Plattformökonomie, die vor allem eines sicherstellen müssen: gesellschaftliches Vertrauen als notwendige Voraussetzung für eine erfolgreiche Datenwirtschaft. Personenbezogene Daten seien besonders schützenswert, so Ziesemer. Dennoch sei wichtig, dass sie in anonymisierter Form zur Verfügung stehen, wenn sie gesamtgesellschaftlichen Nutzen stiften können. Ein Beispiel sei der Gesundheitssektor. Der Verband fordert eine intensive Auseinandersetzung über die künftige Datennutzung in Deutschland und Europa und legt mit den „Leitlinien der deutschen Elektroindustrie zum verantwortungsvollen Umgang mit Daten und Plattformen“ einen Diskussionsvorschlag vor. Wichtig sei, vorhandene Daten künftig besser für industrielle Innovationen und neue Geschäftsmodelle nutzen zu können. Die Datenökonomie sei eine Chance, insbesondere die Industrie in Europa im internationalen Wettbewerb zu stärken, so Ziesemer.

Die EU-Kommission müsse den digitalen Binnenmarkt jetzt vollenden: Er sei der Schlüssel zur technologischen Souveränität unseres Kontinents.

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