13.12.2018
News

Securityreport zeigt dramatische Zunahme von Arbeitsunfällen durch Konfrontationen

Der erstmals von der zuständigen gesetzlichen Unfallversicherung VBG veröffentlichte Securityreport zur Analyse des Unfallgeschehens in der Sicherheitswirtschaft zeigt eine dramatische Zunahme von Arbeitsunfällen durch Konfrontationen.

„Der Anteil der Arbeitsunfälle unserer Beschäftigten durch Konfrontationen hat sich in den vergangenen 30 Jahren fast verfünffacht. Von den registrierten 4.000 Konfrontationsunfällen im vergangenen Jahr entfallen über 95 Prozent auf nur sechs Einsatzgebiete: Warenhausdetektive, Sicherheitsbeschäftigte im ÖPNV, in Erstaufnahme- und Flüchtlingsunterkünften, im Veranstaltungsdienst, in Diskotheken sowie den Sicherheitsdienst in Jobcentern und zunehmend auch Kliniken“ so BDSW Hauptgeschäftsführer und geschäftsführendes Präsidiumsmitglied Dr. Harald Olschok.

Die zunehmende Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft mache auch vor unseren Beschäftigten in den genannten Einsatzbereichen nicht halt. Während diese bei staatlichen Einsatzkräften von Polizei und Feuerwehr schon seit langem öffentlich diskutiert werde, sei unsere Branche meistens außen vor. Eine nachhaltige Verbesserung dieser Situation sei nur durch ein Bündel von Maßnahmen möglich.

Der Arbeitgeber müsse seiner sich aus den Unfallverhütungsvorschriften ergebenden Verpflichtung gerecht werden und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter adäquat qualifizieren und mit notwendiger Schutzausrüstung ausstatten. Der Gesetzgeber müsse den Einsatzkräften den flächendecken Einsatz von z.B. Body-Cams erlauben, die erwiesenermaßen deeskalierende, gleichzeitig auch abschreckende Wirkung entfalten. Eine besondere Verantwortung haben vor allem die Auftraggeber, so Olschok. Diese müssten in den Ausschreibungen wirksame Vorgaben an die Ausbildung aber auch die Zahl der eingesetzten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen.

Der BDSW habe Leitfäden für den Schutz von Flüchtlingsunterkünften und Veranstaltungen mit konkreten Vorschlägen erarbeitet. Die VBG habe Schulungsfilme für die gefahrgeneigten Aufgabengebiete produziert. „Wenn diese Angebote nicht genutzt und gegen bestehende Unfallverhütungsvorschriften permanent verstoßen wird, müssen die „schwarzen Schafe“ unserer Branche mit weitreichenden Sanktionen belegt werden“, so Olschok abschließend.

 

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