18.02.2019
News

Rekordumsatz der deutschen Elektroindustrie 2018

Elektroumsatz steigt trotz weniger Großaufträge und Dämpfer zum Jahresende

Der Zentralverband für Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) gab kürzlich einen Überblick über das vergangene Jahr 2018 in der Elektronindustrie.
Trotz Rückgängen zum Ende des Jahres sowohl in Auftragseingängen als auch in der preisbereinigten Produktion konnte die Elektronindustrie einen Aufschwung im Hinblick auf das gesamte Jahr erleben. Der Umsatz im gesamten Jahr kam damit auf fast zwei Prozent mehr als im Vorjahr.

Rekordwerte mit Blick auf das gesamte Jahr 2018
Im Gesamtjahr 2018 kam der Elektroumsatz auf den neuen Rekordwert von 195 Milliarden Euro und lag damit um 1,9 Prozent höher als ein Jahr zuvor.
Die Inlands- und Auslandserlöse erhöhten sich dabei um 1,5 Prozent (auf 92,9 Mrd. €) und 2,2 Prozent (auf 102,1 Mrd. €). Der Umsatz mit Kunden aus der Eurozone (+3,7% auf 37,7 Mrd. €) wuchs fast dreimal so schnell wie der mit Geschäftspartnern außerhalb des gemeinsamen Währungsraums (+1,3% auf 6,4 Mrd. €).

Weniger Auftragseingänge zum Jahresende
Im Dezember allerdings verfehlten die Auftragseingänge in der deutschen Elektroindustrie ihren Vorjahreswert um 12,2 Prozent.
„Anders als 2017 gingen in diesem Monat keine Großaufträge ein“, äußerte sich Dr. Andreas Gontermann, ZVEI-Chefvolkswirt.
Aus dem Inland kamen im Dezember 6,8 Prozent weniger Bestellungen, aus dem Ausland 15,8 Prozent. Vor allem die Auftragseingänge aus Ländern außerhalb des Euroraums ließen nach (-23,4%) - Kunden aus der Eurozone bestellten 1,0 Prozent mehr.

Im gesamten Jahr 2018 blieben die Auftragseingänge mit minus 0,3 Prozent damit mehr oder weniger auf Vorjahresniveau. Auch dies hinge damit zusammen, dass deutlich weniger Großaufträge als im Jahr 2017 registriert wurden, so Dr. Gontermann.
Während die Inlandsorders von Januar bis Dezember um 2,3 Prozent fielen, legten die Auslandsbestellungen um 1,4 Prozent zu. Dabei waren die Zuwächse aus dem Euroraum (+1,5%) und aus den Drittländern (+1,4%) in etwa gleich hoch.

Produktionsniveau und Erlös
Die preisbereinigte Produktion ist im Dezember des letzten Jahres um 9,3 Prozent unter Vorjahr geblieben.

Für das Gesamtjahr 2018 ergibt sich hier aber ein Zuwachs von 1,9 Prozent. Die Kapazitätsauslastung der Branche zeigte sich zu Beginn 2019 mit 87,6 Prozent der betriebsüblichen Vollauslastung nahezu unverändert hoch.

Gleichzeitig stieg die Reichweite der Auftragsbestände merklich an: von 3,3 auf jetzt 3,8 Produktionsmonate.
Auch ihre Produktionspläne haben die Elektrounternehmen im Januar 2019 wieder stark verbessert, nachdem sie zuletzt gesunken waren.
So planen 29 Prozent der Firmen eine Steigerung ihres Outputs in den kommenden drei Monaten, nur zehn Prozent wollen ihn zurückfahren.
Der Rest geht davon aus, das gegenwärtige Produktionsniveau beizubehalten.

Mit 15,2 Milliarden Euro blieben die nominalen Erlöse der Branche im Dezember 2018 um 11,5 Prozent hinter ihrem Vorjahreswert. Der Inlandsumsatz (-13,8% auf 7,1 Mrd. €) fiel dabei stärker als der Auslandsumsatz (-9,4% auf 8,1 Mrd. €).
Die Geschäfte mit Kunden aus der Eurozone sanken im Dezember um 14,5 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro ; der Umsatz mit Drittländern sank ebenfalls, aber weniger stark (-6,5% auf 5,3 Mrd. €).

Bessere Aussichten für 2019
Das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie hat sich im Januar 2019 kaum gegenüber dem Vormonat verändert.

„Zwar fiel die Beurteilung der aktuellen Lage jetzt deutlich ungünstiger aus als noch im Dezember, dafür erholten sich aber die Erwartungen spürbar. Per saldo blieben letztere allerdings im negativen Bereich“, sagte Dr. Gontermann.

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