11.03.2016
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Potenzial von Smart Home: ASEW erstellt Wettbewerbsanalyse

Das Smart Home wird integraler Bestandteil der Energiewelt von morgen sein. Umso wichtiger ist es, den zukünftigen Markt bereits heute zu erschließen. Doch welche Produkte haben sich am Markt etabliert und wo liegen noch Potenziale? Die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) hat eine Marktanalyse initiiert, die Antworten liefert.

Die „Wettbewerbsanalyse Smart Home-Produkte in Deutschland“ wurde im Rahmen der Forschungsprojekte „Living Lab Energy & Environment“ sowie „SmartLive“ erarbeitet. Das Ziel: Die in deutscher Sprache verfügbaren Smart Home-Systeme in möglichst allen relevanten Produktaspekten zu analysieren sowie Produktstandards und am Markt verbleibende innovative Nischen zu identifizieren. Hierzu wurden Daten von über 20 am Markt aktiven Unternehmen ausgewertet.

„Unsere Analyse zeigt, dass es einige fast als Marktstandards zu bezeichnende Aspekte bei Smart Home-Lösungen gibt“, sagt Stefan Schulze-Sturm, ASEW-Koordinator der Wettbewerbsanalyse. „Im Einsatzspektrum überwiegen die Bereiche Energie, Sicherheit und Komfort. Allerdings gibt es weiterhin Nischen, die vergleichsweise wenige Unternehmen im Fokus haben. Weniger als ein Viertel der untersuchten Angebote etwa zielen auf die Unterhaltung der Nutzer oder bieten Lösungen, die den Bereich Gesundheit abdecken.“

Auch wenn die Angebotspalette stetig wächst, bietet gerade der Bereich Gesundheit Wachstumspotenziale. Insbesondere in Form häuslicher Pflegeunterstützung ist dieser Aspekt durch die verfügbaren Systeme noch weitgehend unerschlossen. Vor allem im Kontext des demographischen Wandels bieten sich hier zukünftig große Potenziale. „Zwar existieren bereits konventionelle Notrufsysteme“, so Schulze-Sturm. „Wichtig werden in Zukunft aber zusätzliche Funktionen, beispielsweise die Speicherung von Vitalwerten, Videotelefonie oder eine intelligente Sprachsteuerung. Gerade die Vernetzung vieler verschiedener Funktionen miteinander bietet unserer alternden Gesellschaft einen Mehrwert.“

Bei der Analyse der angebotenen Systemfunktionen zeigt sich generell, dass vorwiegend die wesentlichen Funktionen zur Datenerfassung und Steuerung bereitgestellt werden.

Hier existieren noch ungenutzte Potenziale in der Feinabstimmung. So bieten zwar alle Anbieter ein ‚Energiepaket‘ an, doch ermöglicht diese in der Regel keine Verbrauchsdatenerfassung über einen längeren Zeitraum und über den Bereich Energie hinaus sowie keine Feinjustierung des individuellen Verbrauchs auf Basis von Verbrauchsprognosen. Für die Verbesserung der Energieeffizienz bietet jedoch gerade dieser Bereich noch Möglichkeiten.

Die Anbieter von Smart Home-Lösungen erkennen zudem zunehmend den Bedarf von Usability-Maßnahmen, die zur Identifizierung und detaillierteren Ausgestaltung von Funktionen in den Systemen beitragen können. Auch hinsichtlich der System-Steuerung zeigt die Analyse ein klares Ergebnis: Für die Bedienung und Konfiguration maßgeblich sind Smartphone- und Tablet-Anwendungen. Demgegenüber fallen die Steuerung über Alternativen wie Desktop-Computer mittels Web-App oder Computerprogramm (62 Prozent), Fernbedienungen und Konsolen (je 50 Prozent), Wearables (44 Prozent) und Smart-TVs (31 Prozent) deutlich ab.

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