06.06.2019
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Lagebild des BKA: Sprengung von Geldautomaten immer häufiger

Das Bundeskriminalamt veröffentlichte kürzlich ein Lagebild zu den Angriffen auf Geldautomaten im Jahr 2018. Dabei stieg besonders die Zahl der versuchten und vollendeten Sprengungen der Automaten an. Die Häufigkeit einer technischen Manipulation an den Geräten nahm dagegen ab.

Die Angriffe auf Geldautomaten erfolgten im Jahr 2018 auf sehr unterschiedliche Weise. Die deutsche Polizei registrierte einen Anstieg um etwa 18 Prozent auf rund 590 Taten in Fällen des besonders schweren Diebstahls von und aus Geldautomaten.

Dazu gehören, mit einem Anteil von rund 63 Prozent, die insgesamt 369 versuchten und vollendeten Sprengungen von Geldautomaten. Ein Vorgehen, welches sich die Täter zunehmend zu Eigen machen. Wurden vor zehn Jahren nur 19 Sprengungen und 14 Sprengversuche von Geldautomaten gezählt, stieg die Fallzahl nun auf einen neuen Höchststand.

Die Tatorte lagen insbesondere in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen und Rheinland-Pfalz. Die Täter entwendeten insgesamt rund 18 Millionen Euro Bargeld. Hinzu kommen Sachschäden in Millionenhöhe, die die Sprengkraft der Explosionen an den Geldautomaten, deren Aufstellungsorten und mitunter auch an benachbarten Gebäuden verursachte. Die Zahl der identifizierten Tatverdächtigen stieg auf 128 Personen - eine Zunahme um rund 38 Prozent gegenüber dem Jahr 2017. Hierzu trug unter anderem die erfolgreiche Zerschlagung von Tätergruppierungen aus den Niederlanden und Polen bei.

Eine rückläufige Entwicklung der Fallzahl ist hingegen beim "Skimming", einer technischen Manipulation von Geldautomaten, festzustellen. Obwohl die Täter ihre hierfür verwendeten Geräte technisch weiterentwickelten, ging die Fallzahl um rund 10 Prozent zurück - auf 449 polizeilich registrierte Fälle in 2018.
Weil das „Skimming“ immer schwieriger wird, ändern sich nun die Tatmuster. So gingen die Täter 2018 verstärkt dazu über, Schadsoftware auf die Rechner einzelner Geldautomaten aufzuspielen - oder komplette Netzwerke, in denen Zahlungskarteninstitute ihre Geldautomaten technisch miteinander verbunden haben, mittels Schadsoftware zu infiltrieren.

Die mit Abstand meisten Angriffe geschahen in Berlin: 343 Fälle wurden in der deutschen Hauptstadt registriert.

Opfer wurden dort oftmals Touristen aus dem außereuropäischen Ausland, deren Zahlungskarten noch nicht mit dem EMV-Chip gesichert waren.

Kontaktieren

Bundeskriminalamt

65173 Wiesbaden
Deutschland
Telefon: +49(0)611/55-0
Telefax: +49(0)611/55-12141

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