11.10.2018
News

Kaspersky-Studie: Jede zehnte Infektion via USB ist ein Krypto-Miner

Malware auf infizierten Rechnern wird oft erst nach Jahren entdeckt

Dass Schadprogramme zwischen nicht vernetzten Computern über den USB-Anschluss mittels infizierter Geräte übertragen werden können, ist bekannt. Laut einer aktuellen Kaspersky-Analyse zu Cybergefahren durch USB-Geräte und andere Wechseldatenträger für das Jahr 2018, nutzen Cyberkriminelle den USB-Anschluss derzeit vor allem zur Verbreitung von Krypto-Mining-Malware. So war im bisherigen Jahresverlauf etwa jede zehnte Infektion (9,22 Prozent) durch ein USB-Speichermedium eine Krypto-Miner-Malware.

Obwohl die mangelnde Sicherheit von USB-Speichermedien seit rund 20 Jahren bekannt ist, werden sie im Geschäftsumfeld noch immer gerne eingesetzt, zum Beispiel auf Messen. Kein Wunder, dass kompromittierte USB-Sticks als Türöffner in ein Unternehmensnetzwerk missbraucht werden.

Laut der Analyse von Kaspersky Lab wird die Top-10 der Bedrohungen für externe Datenträger von Windows-LNK-Malware angeführt. Dazu gehören auch nach wie vor der Stuxnet-Exploit CVE-2018-2568 aus dem Jahr 2010 und in zunehmendem Maße Krypto-Mining-Programme.

Dabei zählt der seit dem Jahr 2014 bekannte Schädling „Trojan.Win32.Miner.ays“ beziehungsweise, „Trojan.Win64.Miner.all“ zu den gängigen Krypto-Minern, die über USB-Sticks und Co. verbreitet werden. Der Trojaner platziert die Mining-Anwendung auf dem PC, installiert und startet diese dort heimlich und lädt sich die nötigen Hilfsmittel nach, um die Ergebnisse dann an einen externen Server zu schicken, der von den Angreifern kontrolliert wird. Die Daten von Kaspersky Lab zeigen, dass die erst jetzt entdeckten Infektionen bereits Jahre zurückliegen müssen. Das heißt, auf den Geräten der Opfer wurde wohl über lange Zeit hinweg die Rechenleistung radikal eingeschränkt. Die Anzahl von Erkennungen der 64-Bit-Version des Krypto-Miners steigt jährlich an: im Jahr 2017 erhöhte sie sich gegenüber dem Vorjahr um 18,42 Prozent. Für dieses Jahr wird ein erneuter Zuwachs um 16,42 Prozent erwartet. Diese Ergebnisse legen nahe, dass die Verbreitung der Schädlinge über externe Datenträger weiterhin gut funktioniert.

 

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Kaspersky Labs GmbH
Despag-Straße 3
85055 Ingolstadt
Germany

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