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Smartphone-App unterstützt Sicherheitskräfte während der Krönung von Kronprinz Willem-Alexander

29.04.2013 - Am 30. April übergibt die niederländische Königin Beatrix I. die Krone an ihren Sohn Kronprinz Willem-Alexander. Zu den Feierlichkeiten in Amsterdam werden rund eine Millionen Besu...

Am 30. April übergibt die niederländische Königin Beatrix I. die Krone an ihren Sohn Kronprinz Willem-Alexander. Zu den Feierlichkeiten in Amsterdam werden rund eine Millionen Besucher erwartet. Eine Smartphone-App, entwickelt von Wissenschaftlern des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), soll dabei für mehr Sicherheit sorgen.

Mit der in die App integrierten Technologie lässt sich die Bewegung der Menschenmassen in Echtzeit verfolgen und gegebenenfalls direkt auf sicherheitskritische Situationen reagieren. Die von der niederländischen Polizei angebotene App „30 APPril“ bietet den Besuchern verschiedene Services rund um die Krönungsfeierlichkeiten, beispielsweise Veranstaltungshinweise, Karten mit wichtigen Adressen oder verschiedene Twitter-Feeds sowie wichtige Sicherheitshinweise.

Wer die App nutzt, kann auf freiwilliger Basis anonymisierte Sensordaten seines Mobiltelefons übermitteln. Diese werden analysiert, verarbeitet und auf einer Karte abgebildet. Auf dieser sogenannten „Heatmap“ wird sichtbar, in welche Richtungen sich die Menschenmassen bewegen und wo Ansammlungen gegebenenfalls kritische Ausmaße erreichen. So können die Besucherströme live mitverfolgt, Risikosituationen frühzeitig erkannt und die Besucher direkt über Ausweichwege oder andere Maßnahmen informiert werden. Wenn das System beispielsweise einen großen Andrang an einem bestimmten Engpass verzeichnet, kann per Push-Nachricht die nächstgelegene Ausweichstation empfohlen werden.

Dass Menschenansammlungen Risiken bergen, hat sich bei Großveranstaltungen in der Vergangenheit gezeigt. Zum einen kann die Dynamik von Menschenmassen nur schwer erfasst und berechnet werden, zum anderen lässt sich für Sicherheitskräfte kaum direkt auf kritische Situationen reagieren oder mit den Menschen kommunizieren. Das Team des DFKI-Forschungsbereichs Eingebettete Intelligenz um Prof. Paul Lukowicz entwickelt und erprobt daher Technologien, die heute alltägliche Smartphone-Technologien nutzbar machen, um in solchen Fällen für mehr Sicherheit zu sorgen. Die Technologie wurde bereits mehrfach bei anderen europäischen Groß-Events eingesetzt, beispielsweise bei den Olympischen Spielen 2012 in London.

Die App „30 APPril“ steht im Apple-App-Store und als Android-Version im Google Play Store zum kostenfreien Download zur Verfügung.

Kontakt

Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) GmbH

Trippstadter Straße 122
67663 Kaiserslautern

+49 631 20575 4010

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