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Mechatronisches Schließsystem für neues Leistungszentrum Eintracht Frankfurt

19.09.2011 - Die Eintracht Frankfurt hat ein neues Sportleistungszentrum am Riederwald in Frankfurt am Main - mit ­einer integrierten Drei-Felder-Sporthalle, einschließlich Verwaltungsbau, Kraf...

Die Eintracht Frankfurt hat ein neues Sportleistungszentrum am Riederwald in Frankfurt am Main - mit ­einer integrierten Drei-Felder-Sporthalle, einschließlich Verwaltungsbau, Kraftraum, Entmüdungsbecken und Sauna. Dazu gehört ein Internat für bis zu acht Nachwuchsspieler. Für die Organisation des Alltags für 40 Verwaltungsmitarbeiter, zahlreiche zu unterschiedlichen Zeiten trainierende Mannschaften und Internats­schüler brauchte man ein robustes mechatronisches Schließsystem. Die Stockstadter Firma Jungblut-­Sicherheitstechnik empfahl Clex prime von Uhlmann & Zacher.

Was haben Mario Götze, Mesut Özil und Thomas Müller gemeinsam? Sie erfreuen uns mit ihrem begeisternden Spiel in der Fußballnationalmannschaft. Zudem kommen diese jungen Spieler - genauso wie Toni Kroos und Mario Gomez - aus den Leistungszentren der Bundesliga. Es sind Talente, die man in den Vereinen schon früh entdeckt und gefördert hat. Die Tatsache, dass der deutsche Fußball wieder Spaß macht, haben die Fans also vor allen Dingen der Philosophie des DFB zu verdanken, die 2002 weitsichtig mit der Talentförderung in den Vereinen begonnen hat. Seitdem sind die Stützpunkte des Deutschen Fußballbundes und die professionellen Leistungszentren der Bundesligisten die zwei Säulen auf denen der DFB baut, um aus den jungen Talenten von heute erfolgreiche Spieler für morgen zu formen. Hinzu kommt das von Matthias Sammer, Sportdirektor des DFB, 2006 vorgestellte Konzept zur Nachwuchsförderung, welches die ganzheitliche Eliteförderung junger Spieler in den Mittelpunkt stellt.

Im November 2010 ist bei Eintracht Frankfurt ein Leistungszentrum entstanden, das den Ansprüchen des modernen Fußballs gerecht wird. Rund 14 Mio. € kostete der Neubau am Riederwald, so Stefan Hollander, Geschäftsführer der Eintracht Frankfurt Liegenschaftsverwaltung, die Ende 2010 den neuen Gebäudekomplex eröffnete. Die Finanzierung wurde durch einen Anteil von rund 3 Mio. € durch die Eintracht Frankfurt Fußball unterstützt. Hinzu kommen 2,2 Mio. € von der Stadt Frankfurt und 0,7 Mio. € vom Land Hessen. In der Vergangenheit haben Mannschaften der Eintracht in 45 unterschiedlichen Sportstätten, verteilt über das ganze Stadtgebiet, trainierten. Jetzt haben sie ihr eigenes Zuhause am Riederwald gefunden und somit wieder Platz für die anderen Vereine im Frankfurter Raum geschaffen.

Nach einer Bauzeit von 18 Monaten ist auf dem Gelände am Riederwald für Eintracht Frankfurt ein Sportleistungszentrum entstanden, welches neben dem Verwaltungsbau auch einen Kraftraum, ein Entmüdungsbecken, eine Sauna für den Fußballnachwuchs und weitere Funktionsräume für Trainer, Schiedsrichter und Magazine vorweisen kann. Zum Leistungszentrum gehört auch ein Internat, in dem bis zu acht Nachwuchsspieler untergebracht werden können. Derzeit werden bereits sechs Appartements von jungen Fußballern bewohnt, die so Schule und Fußball miteinander kombinieren können. Zusätzlich übernachten der Hausmeister und der Betreuer der jungen Spieler im Gebäude. Ein Restaurant und der voll verglaste kreisförmige Fanshop runden den Gebäudekomplex ab.

Die Sportler und Mitarbeiter der Eintracht profitieren nun von einer modernen Drei-Felder-Sporthalle, die in dem Gebäude integriert ist und in welcher auch die anderen Mannschaften der Ballsportarten wie: Volleyball, Handball oder Hockey ihre Heimwettkämpfe vor bis zu 350 Zuschauern austragen können. Bei schlechter Witterung bietet die Halle auch den Fußballern eine Ausweichmöglichkeit beim Training. Zudem wird die Sportstätte auch an Unternehmen, Schulen und Kindergärten vermietet. Für die Mitarbeiter bedeutet der neue Verwaltungsbau kurze Wege und einen direkten Draht zu den Sportlern und Bedürfnissen der Mannschaften, was die Arbeit erleichtert und Voraussetzung für ein gut organisiertes Umfeld schafft. Ein gut aufeinander abgestimmtes, zuverlässiges Netzwerk der Facility-Management-Systeme erleichtert dabei die Arbeit der Verwaltung.

Flexibles und robustes Schließsystem
Ein wichtiger Teil für die Organisation des reibungslosen Trainingsalltags übernimmt hierbei das Schließsystem. Die 40 Verwaltungsmitarbeiter der Eintracht, die zahlreichen Mannschaften mit unterschiedlichen Trainingszeiten, die Reinigungsfrau, die um 5:30 Uhr morgens kommt und die im Haus lebenden Internatsschüler mit ihrem Betreuer und dem Haustechniker stellen Anforderungen an die Organisation und Koordination für den Zutritt zum Gebäude, die nur ein elektronisches Schließsystem erfüllen kann. „Daher entschieden wir uns bei der Eintracht für ein flexibles und robustes mechatronisches Schließsystem, welches modular aufgebaut ist und sich den Ansprüchen des Alltags bei er Eintracht problemlos anpasst", so Stefan Hollander, Geschäftsführer der Eintracht Frankfurt Liegenschaftsverwaltung und Leiter Vereinsorganisation.

Auf Empfehlung des Architekten, Peter Fenchel, der bereits Erfahrung mit elektronischen Schließsystemen hatte, wurde die Firma Jungblut-Sicherheitstechnik, Stockstadt am Rhein, zur Eintracht gebeten, um ein System vorzustellen, welches den Anforderungen des Vereins gerecht wird. Georg Jungblut empfahl am Riederwald das System Clex prime von Uhlmann & Zacher, das im Dezember 2010 eingebaut wurde.

Die speziellen Anforderungen an das Schließsystem von Seiten des Vereins lagen zunächst darin, immer „up to date" zu sein": ein Schlüsselverlust darf kein Sicherheitsrisiko darstellen, Berechtigungsänderungen müssen sofort und im System direkt umgesetzt werden können. Außerdem sollte das System „zukunftsgerichtet, ausbaufähig und funkvernetzbar" sein, so Georg Jungblut. Darüber hinaus sollten Intervall-Programmierungen möglich sein, sodass die Umkleiden an einem bestimmten Tag zu einer vordefinierten Zeit an die Gastvereine vergeben werden können. Den Internatsschülern müssen ferner ihre persönlichen Umkleiden zugewiesen und der Zugang zum Wellnessbereich und natürlich der Zutritt zu ihrem Apartment ermöglicht werden. Schließlich sollten die Schrankenanlagen bequem aus der Ferne bedient werden können.

„Das System Clex prime erfüllte all diese Anforderungen, weshalb wir uns für Uhlmann & Zacher entschieden haben", so Stefan Hollander. So wurde der Doppelknaufzylinder mit einseitiger elektronischer Berechtigung und mechanischem Innenknauf CX6122 mit Hitag1 Transponder in den Türen eingebaut. Für die Zukunft stehen so alle Türen offen, da die Schließsystemkomponenten bereits für die Ansprache über Funk vorgerüstet sind und nur noch die Installation von Accesspoints, welche auch im Clex prime-System angeboten werden, erforderlich macht, um eine eventuelle Funkvernetzung des Schließsystems zu realisieren.

Die Transponder zur Bedienung des Clex prime Systems können entweder in Form eines Anhängers, eines Schlüssels oder Clips ausgegeben werden. Letzteres ist dann interessant, wenn im Objekt - wie bei der Eintracht - eine Kombination aus mechanischer und elektronischer Anlage installiert wird. So kann auf den mechanischen Schlüssel der Transponderclip der elektronischen Schließanlage aufgebracht werden und der Benutzer benötigt nur einen Schlüssel für alle Türen.

Bedienung aus der Ferne
Im Fall der Vorstandschaft und des Haustechnikers sind Aktiv-Funktionstransponder im Einsatz, mit denen auch die Schrankenanlagen, wie gewünscht, aus der Ferne bedient werden können. Die Schranken sind mit dem Wandleser CX6130 ausgerüstet, welche über Funk angesprochen werden können. Nebenbei ist der Aktiv-Funktionstransponder ein Multi-Talent, der über die „Einknopf-Handhabung" drei verschiedene Modi bietet, mit denen die Verwaltung des Systems erleichtert wird. So kann über die Ein-Hand-Bedienung die Berechtigung für die Demontage des Knaufmoduls erfolgen, ein Batteriewechsel vorgenommen oder die Service-Key-Funktion zur Programmierung beziehungsweise zum Auslesen von Ereignisprotokollen hervorgerufen werden.

Schließsystem gewährleistet der Verwaltung der Eintracht seit Inbetriebnahme der Anlage eine schnelle und flexible Reaktion auf Berechtigungsänderungen. Profi-Qualitäten, die bereits bei der Organisation im Hintergrund beginnen und so die Basis für gute Trainingsvoraussetzungen bieten.

Der Verein macht bei dem neu errichteten Sportleistungszentrum nicht halt. Weitere Investitionen sind geplant. So wird ins Auge gefasst, die Zahl der Fußballfelder, mittelfristig von derzeit fünf auf sieben zu erhöhen. Und vielleicht werden dann auch die Spinde in den Umkleiden mit dem neuen elektronischen Spindschloss von Clex prime ausgerüstet, welches das Schließsystem dann mit der Absicherung der Wertgegenstände der Sportler abrunden würde.

Lohnende Investitionen
Die Investitionen von Eintracht Frankfurt sind beispielhaft für die Anstrengungen aller Bundesligavereine für die Nachwuchsförderung. Und sie lohnen sich: von 23 Spielern der Fußballnationalmannschaft wurden 19 in den Leistungszentren der Bundesliga gefördert. Aber auch die Bundesliga selbst profitiert von ihrem eigenen Engagement: ca. 22 % aller Spieler in der Liga kamen 2010 aus den Nachwuchszentren der Vereine. Zahlen, die den Erfolg des Konzeptes der Talentförderung des DFB bestätigen und auch für die Eintracht nun eine große Herausforderung und gleichzeitig ein hoher Motivator sind.
Schön, wenn dann neben der sportlichen Talentförderung auch Wert auf die Persönlichkeitsentwicklung der jungen Spieler gelegt wird. So ist wohl auch die unbeschwerte Spielfreude, die bei Thomas Müller, Mesut Özil oder Mario Götze zu beobachten ist, zu erklären, die eine ganze Nation wieder in ein begeistertes Fußballfieber versetzen kann.

 

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