Security

Abus Security-Center: Absicherung eines Schrottplatzes gegen Rohstoff-Diebstahl

28.11.2011 - Abus Security-Center: Absicherung eines Schrottplatzes gegen Rohstoff-Diebstahl. Steigende Weltmarktpreise für Metalle haben den Handel mit Schrott zu einem lukrativen Geschäft gem...

Abus Security-Center: Absicherung eines Schrottplatzes gegen Rohstoff-Diebstahl. Steigende Weltmarktpreise für Metalle haben den Handel mit Schrott zu einem lukrativen Geschäft gemacht. Vor allem die Staaten China, Indien, Russland und Brasilien sorgen hier für eine kontinuierlich hohe Nachfrage. Die Folge: Die Preise für Metalle haben sich in den vergangenen Jahren vervielfacht.

Der Schrott, der einst als Abfall charakterisiert wurde, entwickelt sich heute zu einem immer wichtigeren Rohstoff. Der Beweis, dass Schrott schon lange nicht mehr wertlos ist, zeigt die stetig zunehmende Zahl an Schrott-Diebstahl.

Sperrmüll, Recycling-Firmen, ja sogar abgelegene Bahngleise, rücken immer mehr in den Blickpunkt von Kleinkriminellen und organisierten Verbrecherbanden.

Schrottdiebstahl hat Hochkonjunktur

Auch die Firma Kupfernagel (Name von der Redaktion geändert) hatte in den vergangenen Jahren verstärkt Diebstähle verschiedenster Metalle zu beklagen. Eine Schadenssumme im Jahre 2006 von ca. 100.000 €. Betrachtet man den Wertzuwachs, den z. B. Kupfer seit 2003 verzeichnen konnte (von 0,8 auf bis zu 4 Dollar pro Pfund), wird schnell deutlich, welch wertvoller Besitz hier lange Zeit völlig ungeschützt gelagert wurde.

Für den Geschäftsführer des Schrottplatzes war die Absicherung seines Lagerareals somit eine folgerichtige Konsequenz.

Die Absicherung der Firma Kupfernagel

Bei Schrott- und Lagerplätzen handelt es sich meist um große, nicht durchgängig überdachte Areale. Wetterfestigkeit und Robustheit sind hier zwei zentrale Anforderungen an Melder und Material. Aber auch der Schutz vor Fehlalarm ist wichtig. Vor allem im Außenbereich bei Wind, Nebel und Tau ist dies eine Herausforderung.

Auch Gerd Döring, Geschäftsführer der Firma SFM Security in Hoyerswerda, stand bei der Absicherung der Firma Kupfernagel vor diesen Aufgaben.

Alarmzentrale

Auf einer Fläche von ca. 200 x 200 m wird bei der Firma Kupfernagel Elektroschrott gelagert. Vier Hallen dienen als Werkstatt, Büro und zusätzlichem überdachtem Lagerplatz. „Aufgrund der Größe des Areals, dem vielen gelagerten Metall und den weiten Distanzen zwischen den einzelnen Hallen war der Einsatz einer reinen Funkalarmanlage nicht möglich“, so Gerd Döring, der mit Hilfe der Funk-Testbox die Übertragungsreichweite von Funk schon im Vorfeld des Projektes überprüft hatte.

Da die Funkübertragung auf kleineren Distanzen möglich ist, fiel die Wahl auf die Hybridalarmanlage Terxon M aus dem Hause Abus Security-Center.

Neben acht Zonen für verdrahtete Melder lassen sich hier jederzeit per vieradriger Bus-Technik Draht- und Funkerweiterungsmodule – und somit auch Funkmelder – in das vorhandene System integrieren. Ein Ausbau des Überwachungskonzeptes auf bis zu 32 Zonen ist mit diesem System jederzeit umzusetzen.

Da das Areal noch in diesem Jahr mit Infrarot-Lichtschranken, tierimmunen Bewegungsmeldern und weiteren Sirenen im Außenbereich ausgestattet wird, hat sich für SFM Security und die Firma Kupfernagel die Entscheidung für die Terxon M bereits bezahlt gemacht. Auf neue Anforderungen wird flexibel reagiert.

Alarmmelder

In einem ersten Schritt, wurden mit zehn Öffnungskontakten die wichtigsten Zugangswege zum Areal gesichert. Mit robusten, VdS-zertifizierten Toröffnungsmeldern wurden Einfahrt und große Rolltore überwacht. Schwere, VdS-zertifizierte Öffnungsmelder sichern Stahl- und Metalltüren.

Eine besondere Herausforderung stellte die Überwachung der Hallen mit Bewegungsmeldern dar. Hier musste bei der Montage der Melder unter anderem eine Marderfamilie berücksichtigt werden. Da Marder bei Dunkelheit aktiv werden, begeben sie sich erst nachts – also bei aktivierter Alarmanlage – auf Nahrungssuche. Um Fehlalarm zu vermeiden kamen hier tierimmune Kombimelder (PIR und MW) zum Einsatz.

So ist der verbaute Xevox Pet MW ein Bewegungsmelder mit einem PIR- und einem Mikrowellensensor. Erst wenn beide Sensoren – die auf technisch unterschiedlichen Detektionsverfahren basieren – eine Bewegung erkennen, wird Alarm gemeldet. Während der PIR-Sensor auf sich bewegende Wärme reagiert, überwacht der Mikrowellenmelder (ähnlich wie ein Radar) aktiv die Umgebung auf Bewegung.

Die Tierimmunität ist ein weiterer Schutz vor Fehlalarm. Ein tierimmuner Bewegungsmelder ist wesentlich unempfindlicher bei Bewegungen in Bodennähe. Die Folge: Tiere unter 30 kg lösen hier keinen Alarm aus. Nachdem ein zweiwöchiger Meldertest keinen Hinweis auf Fehlalarm lieferte, wurden die Bewegungsmelder in das Überwachungskonzept integriert.

Signalgeber und andere Komponenten

In einem zweiten Schritt wurden von SFM Security mehrere Signalgeber verbaut. Insgesamt kamen vier Kombisignalgeber (Sirene und Blitzlicht) zum Einsatz: zwei im Innen- und zwei im Außenbereich. Da die Stromaufnahme aller Signalgeber im Alarmfall mit über 2 Ampere sehr hoch ist, werden sie nicht über die Anlage, sondern über externe Netzteile mit Spannung versorgt. Mit der Anlage verbunden sind sie über potentialfreie Relaiskontakte.

Neben der akustischen Alarmierung über Blitz und Sirene wurde von SFM Security noch eine stille Alarmierung eingerichtet. So wird bei Einbruch, Feuer und Netzstörung über die analoge Telefonleitung alarmiert. Da sich die Telefonanschlussleitung jedoch außerhalb des gesicherten Areals des Schrottplatzes befindet, wurde mit einer zusätzlichen Komponente – dem GSM Interface – ein zweiter, redundanter Übertragungsweg eingerichtet.

Bei einer Sabotage der Telefonleitung alarmiert die Anlage dann auch über Mobilfunknetz. Durch ein eingebautes Sprachmodul werden im Vorfeld aufgesprochene Texte gesendet.

Neben einem Bedienteil dient ein Zutrittskontrollsystem der Scharf- und Unscharfschaltung der Terxon. Hierüber haben die Mitarbeiter nur zu bestimmten Zeiten die Möglichkeit, das System zu aktivieren und zu deaktivieren.

Ein weiterer Vorteil: Über das Zutrittskontrollsystem wird auch die Anwesenheit der Mitarbeiter geregelt. Das Zutrittskontrollsystem ist über eine normale Meldezone vom Typ Schlüsselschalter mit der Terxon M verbunden.

Abschreckende Wirkung

Im Dezember 2006 wurde die erste Phase der Installation des Alarmsystems abgeschlossen. Seitdem hat es bei der Firma Kupfernagel keinen Diebstahl mehr gegeben. Mehr noch: Nicht einmal ein Einbruchsversuch hat seitdem stattgefunden. Den Hauptgrund für diese Entwicklung sieht der Geschäftsführer des Schrottplatzes vor allem in der deutlichen Positionierung der Außensirenen „Schon von weitem kann man sehen, dass hier überwacht wird. Allein die abschreckende Wirkung hält uns potentielle Schrott-Diebe vom Hals.“

Als weitere Ausbaustufen bietet sich die Ausweitung eines solchen Überwachungskonzeptes mit Infrarot-Lichtschranken und tierimmunen Bewegungsmeldern für den Außenbereich geradezu an.

Bedenkt man den stetigen Wertzuwachs der Metalle und die zunehmende Dreistigkeit der Diebesbanden, ist dies eine Investition, die sich auf alle Fälle lohnen wird.

Kontakt

Marco Niecke
Abus Security-Center GmbH & Co. KG, Affing
Tel.: 08207/95990-296
Fax: 08207/95990-170
m.niecke@abus-sc.com
www.abus-sc.com

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