Für eine effektive Videoüberwachung braucht es eine exzellente Bildauflösung und umfassende Funktionalitäten: Die Anforderungen des Rewe-Marktleiters Sebastian Motyl brachten die Kunst der Planer und der Technik an ihre Grenzen. Das Ergebnis ist ein schwer zu schlagendes komplettes IP-Megapixel-System von Panasonic, zusammengesetzt aus dem High-End-Server WJ-ND400 mit 6 TB, 27 HD-Fixkuppel-Netzwerkkameras und 5 HD-Netzwerk-Außenkameras. Die Managementsoftware WV-ASM100E von Panasonic kann bis zu 256 Kameras oder 100 Rekorder (6.400 Kameras) stemmen. Die gelieferten Bilder sind fließend, bestechend scharf - und vor allem die nachträgliche Bereichssuche (Video Motion Detection Search) begeistert den Marktleiter.
Sebastian Motyl ist Marktleiter mit Leib und Seele - und ein echtes Rewe-Kind, wie er sich selber nennt. Ein geschärftes Auge hat der erfahrene Lebensmittelhändler für gewisse notorische Pappenheimer unter seinen Kunden, die im Wiedergabemodus seiner neuen Panasonic-Videoanlage deutlich zu erkennen sind: Für den arglosen Laien haben die gut situierte Dame mit Seidenschal und der junge Mann mit dem Pokerface zwar rein äußerlich kaum etwas mit einander zu tun. Allerdings bringen die gestochen scharfen Bilder peinlich genau zu Tage, was sie gemeinsam haben: So wissen sie zum Beispiel einen guten Drink (aus Sebastian Motyls Spirituosenabteilung) zu schätzen oder auch gutes Rauchwerk (gerne aus des Einzelhändlers Zigarettenfach). Doch zieren sie sich umso hartnäckiger beim Bezahlen - mit durchaus illusionistischem Talent beim Verbergen der Waren in Ärmelaufschlägen oder unter weiten Pullovern.
Solch diebische Scheu vor finanzieller Verausgabung fällt zwar nur bei eher wenigen schwarzen Shopping-Schafen auf - allerdings haut sie dem selbstständigen Marktinhaber kräftig ins Kontor. Denn es sind vor allem hochpreisige Artikel, auf die es Langfinger abgesehen haben - eben Whiskey, Zigaretten und teuere Wechselrasierklingen. Und auch der Schwund im Getränkemarkt addierte sich in ein paar Monaten schon mal auf eine stattliche „fünfstellige Summe", berichtet der Marktleiter.
Deshalb hat sich Sebastian Motyl entschlossen, zusammen mit der Firma Finkentey & Blockhaus ein Videoüberwachungssystem zu installieren. Die Video-Profis aus dem nahen Velbert haben jahrzehntelange Erfahrung mit Retail-Projekten und wissen sehr genau, worauf es in einem Supermarkt bei den Standorten für die Kameras ankommt, mit welchen Perspektiven die Kameras am besten einsehen, und was bei der Bildrecherche wichtig ist. Diese Kennerschaft machte sich täglich in der Zusammenarbeit und der Beratung bemerkbar, wie Motyl anerkennend hervorhebt.
Auf dieses Lob kann sich das Videoteam von Finkentey & Blockhaus durchaus etwas zugute halten, denn der Rewe-Inhaber erwies sich nach seiner zweijährigen intensiven Beschäftigung mit Videotechnik und den Produkten der verschiedenen Hersteller als ausgesprochen „kritisch prüfender Kunde", wie es Joachim Lauterwald von Panasonic anerkennend formuliert. Im Ergebnis definierte Herr Motyl vor allem seine ebenso klaren wie unverrückbaren Kriterien für seine Ansprüche: Höchste Bildqualität und absolute Ruckelfreiheit für Live-Betrachtung und -Recording, Video Motion Detection Search-System (nachträgliche Bereichssuche) und eine Anbindung an das Kassensystem.
Eine reine IP-Megapixel-Lösung
Vor der Entscheidung für ein System, das diesen Ansprüchen gerecht wird, stand zunächst eine ausführliche Sicherheitsanalyse durch die Videospezialisten Finkentey & Blockhaus auf der Agenda. Sie führte zunächst zum Entwurf einer hybriden Lösung aus IP-Kameras für die Kassen und Analogkameras für die restlichen Bereiche. Nach deren Vorführung vor Ort entschied sich Sebastian Motyl gleich für eine reine IP-Megapixellösung - allerdings ohne Abstriche gegenüber einer Analoganlage. „Diesem extrem hohen Anspruch konnte man nur durch modernste Technik gerecht werden", so Joachim Lauterwald. „Die Kamera WV-SF336 von Panasonic musste die volle Bildrate für die hochauflösende Aufnahme liefern und die volle Bildrate für die Live-Betrachtung. Das konnte nur mit der i-Pro SP- und SF-Serie erfüllt werden". Der High-End-Server WJ-ND400, der für 64 Kameras ausgelegt ist, konnte die hohen Anforderungen (VMD-Search, hochauflösend, volle Bildrate) mit 32 Kameras exzellent meistern, berichtet Joachim Lauterwald. Die Speicherkapazität von 6 TB reicht für acht Tage - eine Erweiterung auf mindestens 14 Tage ist bereits geplant.
Fernzugriff per VPN
Die Videobilder laufen im Kassenbüro und im Back-Office auf. Die komfortable Auswertung kann von beiden Standorten aus betrieben werden. Hier kommt die Managementsoftware WV-ASM100 von Panasonic zum Einsatz. Im Kassenbüro befindet sich ein 22 Zoll- und im Back-Office sogar ein 36 Zoll-Monitor im HD-Format. Auf die Anlage kann Sebastian Motyl auch aus der Ferne zugreifen. Hier hat die Rewe-Zentrale einen VPN-vertunnelten, und unter allen Rewe-spezifischen-Sicherheitsaspekten einen Zugang geschaffen. Die Kassenanbindung basiert auf Datenbankabgleich - dabei werden die Kassendaten mit den Videodaten synchronisiert. Die Suche nach den gewünschten Daten erfolgt über eine alpha-numerischer Eingabe. Für die Suche reichen nur zwei Zeichen, zum Beispiel ST für Storno, etc..
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