Smart Home Security: Videoüberwachung für die Sicherheit in Wohnungen, Büros und Kleingewerbe

Miniaturisierung gehört zu den Kameraeigenschaften, bei denen sich in den letzten Jahren sehr viel getan hat. Gleichzeitig steckt erheblich mehr Elektronik in ihnen – das sorgt für einfache Bedienbarkeit und mehr Funktionen.

Freilich gilt nach wie vor: Die Anforderungen an die Kamera diktieren Größe und Gehäuseform. Hat sie längere Entfernungen zu überblicken und trotzdem scharfe Bilder zu liefern, kommt man nicht an einer „Bullet-Kamera“ – das sind langgestreckte, zylinderförmige Kameras – mit entsprechendem Zoom-Objektiv vorbei. Dank eingebauter kleiner Motoren sind sie schwenk- und kippbar. Gängig im Fachhandel ist der Ausdruck PTZ-Kamera: Das steht für Pan (schwenken), Tilt (kippen) und Zoomen.     

Für kürzere Distanzen und insbesondere für Anlagen, bei denen die Kamera von oben her auf das Geschehen blickt, gibt es sogenannte Dome-Kameras. Auch sie kommen meist mit PTZ-Funktionalität – mit der Besonderheit, dass die Kamerabewegung von außen praktisch nicht wahrnehmbar ist. Kameras in sehr flachen Gehäusen ohne PTZ-Funktion sind heute bereits zu erschwinglichen Preisen erhältlich. Manche preisgünstige Modelle bieten eine „virtuelle“ Zoom-Funktion an – für gleichbleibend hohe Bildqualität sollte die Wahl allerdings eher auf (teurere) hochauflösende Kameras fallen.

Je nach Lichtverhältnissen hat der Smart-Home-Besitzer außerdem die Wahl zwischen Kameras die nur bei Tageslicht vernünftige Bilder schicken – und sogenannten Tag-Nacht-Kameras. Letztere arbeiten mit Infrarot-LEDs, und können, anders als das menschliche Auge, die Szene auch dann überblicken, wenn es stockfinster ist. Die Infrarot-LEDs sind bei Kameras für Privatanwender meist in das Gehäuse integriert, etwa ringförmig rund um das Objektiv. Vor allem für den Außeneinsatz gibt es aber auch separate Hochleistungs-IR-Strahler. 

Eine Kamera muss im Übrigen nicht unbedingt als solche erkennbar sein – sie lässt sich heute ganz nach 007-Manier verstecken. Kleine Kameras können sich also auch hinter normalen Haushaltsgegenständen verbergen. Bewegungsmelder oder Mikrofone reagieren z.B. auf Geräusche oder Veränderungen im Raum.

Übertragung und Verwaltung der Videoüberwachungsaufnahme
Ist die Entscheidung für eine Kamera gefallen, geht es an die Frage der Übertragung der Bilder zu einem Monitor, einem Rechner oder einem anderen Endgerät. Das funktioniert durch Übertragung ihrer Signale entweder per Kabel oder über Funk. Jahrzehntelang taten in der analogen Welt der Videoüberwachung die bekannten Koaxialkabel gute Dienste. Unsere heutige digitale Welt bietet dagegen gleich mehrere günstigere Möglichkeiten, Quelle und Ziel zu verbinden.

Wer über ein Ethernet-Netzwerk verfügt, kann diese Infrastruktur mit sehr wenig Aufwand als Videobildautobahn benutzen. Alternativ lassen sich Kameras über spezielle Zwei- oder Vierdrahtkabel verbinden, oder auch über Funk. Wichtig ist dabei auf jeden Fall: Übertragung und Verwaltung sollten verschlüsselt sein – sonst leben Sie gewissermaßen in Ihrem eigenen Big-Brother-Haus.

Eine Kamera braucht zudem natürlich auch Strom. Der kann bei manchen Modellen über das Anschlusskabel kommen oder auch getrennt vor Ort zugespeist werden. Funkkameras benötigen auf jeden Fall eine – am besten ausfallsichere – Stromversorgung in der Nähe. 

Datenspeicherung der Videoüberwachungsaufnahme
Videosequenzen bilden sehr schnell sehr große Datenpakete. Gängige Kompressionsverfahren schrumpfen heutzutage jedoch die Größe der Dateien ohne nennenswerten Qualitätsverlust. Zwecks späterer Analyse müssen aber auch sie natürlich immer noch gespeichert werden – und dafür gibt es einige Lösungen. Manche Kameras haben einen Kartenschlitz für SD-Karten oder ähnliche Speichermedien. Die Videobilder werden für einige Stunden darauf gespeichert – sobald die Karte voll ist, werden die Daten zyklisch überschrieben. Je nach Speichergröße ist dadurch zu jedem Zeitpunkt Videomaterial für die letzten 6, 12 oder 24-Stunden vorhanden.   

Wer mehr will, kann zu einem zentralen Aufnahmegerät greifen, das die Bilder auf einer Festplatte speichert – das ist vor allem dann sinnvoll, wenn mehrere Kameras im Einsatz sind. Hier entscheiden die Speicherkapazität sowie das Kompressionsverfahren – und dadurch die Videoqualität – über die mögliche Länge des Videobildmaterials. Festplatten im Terabyte-Bereich sind hier die empfehlenswerte Größenordnung.

Nun ist es nicht jedermanns Sache, noch eine schwarze Kiste im Haus herumstehen zu haben. Für alle Hardwaremuffel bietet sich die Cloud-Lösung an. Diese ist weit weniger wolkig, als es sich anhört: Es handelt sich um nichts anderes, als um die Mitnutzung eines zentralen externen Speichers – angeboten von hochsicheren Rechenzentren, die rund um die Uhr Daten aufnehmen und speichern. Voraussetzung für ihre Nutzung ist eine zuverlässige und möglichst schnelle Internetverbindung, so dass die Bilder in Echtzeit übertragbar sind.  

Die Videobilder von daheim lassen sich, eine Internetverbindung vorausgesetzt, per App auf dem Tablett oder Smartphone betrachten. Das geht entweder passiv – hier muss der Benutzer sich erst einloggen. Oder das System agiert aktiv – das bedeutet, dass die Übertragung automatisch startet, sobald sich zu Hause etwas bewegt: Eine SMS oder Email wird generiert und das Livebild wird aufgeschaltet: Wenn es – wie wohl meistens – gut läuft, sieht der Smart-Home-Besitzer nur die nette Nachbarin beim Pflanzengießen.    

Der richtige Installationsort für Innen- bzw. Außenkameras
Die empfehlenswerte Anzahl an Kameras und der richtige Ort ihrer Installation hängt natürlich von den Gegebenheiten ab. Oft reicht aber eine einzige, geschickt an strategisch richtigen Stelle angebrachte Kamera völlig aus. Im Außenbereich empfiehlt sich eine Domekamera in einer Gebäudeecke – dort kann sie, dank Fischaugen-Objektiv, durchaus einen Überwachungsradius von mehr als 270° abdecken. Zur nötigen Entzerrung der von Fischaugen-Objektiven gelieferten Bilder gibt es spezielle Software – aber zum Erkennen der aufgezeichneten Aktivitäten und zur Warnung vor Gefahr ist das nicht unbedingt erforderlich.  Wo Gesichter einwandfrei erkannt werden sollen – z.B. an Eingängen – sind andere Objektive besser geeignet. Außenkameras montiert man am besten so hoch wie es geht, damit sie nicht zerstört werden können. 

Auch der Datenschutz spielt bei der Installation von Kameras eine Rolle. Nachbarn können unter Umständen nämlich einen Unterlassungsanspruch geltend machen – insbesondere gegen Außenkameras. Daher sollte man unbedingt darauf achten, nur das eigene Grundstück zu überwachen.

Funktionen der Kamera testen
Dank eingebauter Intelligenz können manche Kameras über einer SmartHome-Zentrale verschiedene Dinge auslösen, wenn sich etwas in deren Sichtfeld bewegt. Zum Beispiel können Lichter – innen wie außen – eingeschaltet werden oder ein akustische Signalgeber kann wie eine Sirene ausgelöst werden. Per Email oder SMS kann sich der Hauseigentümer vom Vorfall informieren lassen – inklusive Portrait des ungebetenen Gastes. 

Kamerahersteller gibt es mittlerweile wie Sand am Meer – alle großen Namen sind am Markt vertreten: Bosch, Siemens, Samsung, Panasonic, D-Link, Netgear, RWE, Telekom um nur einige zu nennen. Hier hat man tatsächlich die Qual der Wahl – am besten, der Smart-Home-Eigentümer lässt sich jeweils beraten. Auf jeden Fall sollte er dabei auf eines achten: Die Kameras müssen mit der eigenen SmartHome-Infrastruktur kompatibel sein.


Hilfreiche Tipps für die perfekte Videoüberwachung:

  • Suchen Sie mit kritischem Blick strategisch günstige Installationsorte für Ihr Innen- bzw. Außenkamera
  • Erkundigen Sie sich nach Kameras, die mit Ihren Systemen kompatibel sind.  
  • Montieren Sie die Kameras zunächst einmal probeweise und installieren Sie sie fest, wenn Sie mit Überwachungsbereich und Bildqualität – auch in der Nacht – zufrieden sind.   
  • Nehmen Sie die passenden Einstellungen in Ihrer App vor   
  • Testen Sie Funktionen wie die Bewegungserkennung  

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Boschstr. 12
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Telefon: +49 6201 606 0
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