Führungspotentiale finden, erkennen und fördern

  • Andreas WalkenhorstAndreas Walkenhorst

Andreas Walkenhorst ist in der ­Sicherheitsbranche ein alter Hase – und junger Unternehmer. Er hat unter anderem Boon Edam in Deutschland nach vorne gebracht. Mit seiner neuen Firma gibt er jetzt sein Wissen weiter – unter anderem als Personalberater und Anbieter von Führungskräftetraining. ­Matthias Erler von GIT SICHERHEIT hat mit Andreas Walkenhorst ­gesprochen.

GIT SICHERHEIT: Herr Walkenhorst, was genau bieten Sie mit Walkenhorst Consulting im Bereich Personalberatung an?

Andreas Walkenhorst: Zusammen mit meinem Partner Lars Heemeier bietet Walkenhorst Consulting zum einen Trainingsprogramme für Führungskräfte. Dabei geht es uns um ein gezieltes und individuelles Training. Wichtig sind uns dabei nicht pauschale Inhalte, wie sie häufig bei solchen Programmen angeboten werden. Wir sind der Meinung, dass man die Teilnehmer nur persönlich zu einem echten Verständnis davon hinführen kann, was Führung bedeutet. Unsere Teilnehmer wissen das zu schätzen – das zeigt die begeisterte Resonanz. Jeder ist von der ersten bis zur letzten Minute aktiv dabei. Eine weitere Säule unseres Angebots besteht in der Suche von Fach- und Führungskräften.

Wie gehen Sie bei den Führungskräfte-Trainings genau vor?

Andreas Walkenhorst: Unsere Arbeitsweise und Trainingsmethode ist es, die Teilnehmer durch aktives Mitarbeiten bzw. Einbinden in den Schulungsprozess zu motivieren. Gleichzeitig geht es darum, durch Reflexion und Trainingsübungen, das im Unterbewusstsein verborgende Wissen wieder in den Vordergrund zu holen und zu festigen. Durch diese Trainingsmethode ist eine höhere Erreichbarkeit der Teilnehmer gewährleistet, was auch am Ende einen größeren Erfolg der Trainingsmaßnahme garantiert. Das ist neben dem Vorteil für die Teilnehmer auch ein Vorteil für den Arbeitgeber.

Geben Sie uns ein paar Beispiele?

Andreas Walkenhorst: Nehmen sie z.B. die Themen Respekt und Mitarbeitergespräche. Haben meine Mitarbeiter Respekt mir gegenüber, kann ich dann diesen Respekt auch meinen Mitarbeitern gegenüber zeigen? Wie bekomme ich, wie vermittle ich Respekt?

Warum und wie führe ich ein Mitarbeitergespräch und wie bereite ich mich gut darauf vor? Wie bekomme und wie gebe ich gutes Feedback, bzw. wie treffe ich daraus eine für beide Seiten verbindliche und umsetzbare Vereinbarung? Dies sind nur zwei von vielen Schulungsthemen, die wir mit Beispielen aus Theorie und Praxis bearbeiten und üben.

Wie ist der zeitliche Ablauf in der Regel?

Andreas Walkenhorst: Eine erste Trainingseinheit geht über zwei Tage. Aus diesen zwei Tagen nehmen die Teilnehmer ein bis zwei Aufgaben mit, die sie im Arbeitsalltag bewusst umzusetzen. Nach ca. vier bis sechs Wochen findet ein weiterer Schulungstag statt. Dort werden unteranderem die Erfahrungen der letzten vier bis sechs Wochen pro Mitarbeiter besprochen. Je nach Aufgabenstellung und Bedarf werden in dieser Systematik weitere Schulungen durchgeführt, um das Gelernte in den Alltag zu integrieren.

Geben Sie uns kurz einen Eindruck von Ihrem persönlichen professionellen Hintergrund?

Andreas Walkenhorst: Ich habe selbst viele Jahre lang Führungserfahrung gesammelt – als Geschäfts- und Vertriebsleiter vor allem im Bereich Türtechnik, Sicherheit und Zutrittstechnik. So habe ich beispielsweise das Geschäft von Boon Edam in Deutschland aufgebaut und nach drei Jahren zur deutschen Marktführerschaft im Segment Karusselltüren geführt. Die Branche ist mir deshalb durch und durch vertraut.

...was Sie auch in die Lage versetzt, Personal-Consulting anzubieten. Lassen Sie uns darüber noch kurz sprechen. Wie sehen Sie den Arbeitsmarkt – wo gibt es Über- bzw. Unterangebot? Auch Fachkräftemangel ist ja ein drängendes Thema?

Andreas Walkenhorst: Im Allgemeinem gibt es gerade im Führungsbereich ein Unterangebot an guten Leuten. Das betrifft vor allem auch die mittlere Ebene. Meines Erachtens wird hier zu viel mit wohlklingenden Titeln gearbeitet – das spielt auch bei der Personalsuche eine Rolle. Ich empfehle Unternehmen gerne, die Mitarbeiter die schon für sie arbeiten und sich im Markt und Unternehmen bereits auskennen, aus- und weiterzubilden. Dies ist oft effektiver, als ständig neue Mitarbeiter im Bereich Führung zu suchen. Von Vorteil ist es, das Potential der eigenen Mitarbeiter zu erkennen und zu entwickeln. Besonders unter dem Gesichtspunkt, dass es in den nächsten Jahren die Gefahr besteht, dass es ein Mangel an qualifizierten Führungskräften geben wird. Die Investition in gute Mitarbeiter aus den eigenen Reihen, durch Schulungsmaßnahmen wie z.B. Führungskräfteseminare, ist eine Investition in die Zukunft. Zudem motiviert es andere Mitarbeiter des Unternehmens und schafft außerdem ein hohes Maß an Identifikation zum Arbeitgeber. Das höchste Gut eines Unternehmens sind motivierte Mitarbeiter.

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