Höchstmögliche Flughafensicherheit und kürzestmögliche Verweilzeiten für Personen, Gepäck und Luftfracht haben Flughafenbetreiber weltweit ständig auf ihrem Radar. Automatische Lichtgitter von Sick bieten hier effiziente Lösungsmöglichkeiten - u. a. in Land-Luft-Schleusen, bei der Zugangsüberwachung in Sicherheits- und VIP-Bereiche, in der Gepäckfördertechnik oder beim Container- und Cargo-Handling.
Einen hohen Verbreitungsgrad im Airportbereich haben vor allem zwei Lichtgitter von Sick: Das modulare, messende MLG und das nur schaltende SAS (Smart Area Sensor), das sowohl als Flat- als auch als Slim-Variante verfügbar ist. Beide zeichnen sich durch ein Höchstmaß an Zuverlässigkeit aus und erlauben vielseitige und einfache Integrationsmöglichkeiten, z. B. in Rücklaufschleusen, Drehkreuzen oder der Förder- und Handlingstechnik für Fluggepäck und Cargo. Zudem kann Sick für solche Security- und Intralogistik-Aufgabenstellungen den Integratoren wie auch den Endkunden weltweiten und zeitnah verfügbaren Projekt- und Service-Support bieten.
Sichere Trennung von Land- und Luftseite
Sicherheit ist auf Flughäfen oberstes Gebot. Weltweit wird die sogenannte Flughafensicherheit durch nationale und internationale Gesetze geregelt, u. a. in Deutschland durch das Luftsicherheitsgesetz (LuftSiG) und in Europa durch die Verordnungen 300/2008 über gemeinsame Vorschriften für die Sicherheit in der Zivilluftfahrt und die Verordnung 185/2010 zur Festlegung von detaillierten Maßnahmen für die Durchführung der gemeinsamen Grundstandards in der Luftsicherheit. Bereits seit der - mittlerweile aufgehobenen bzw. ersetzten - Verordnung (EG) 2320/2002 gibt es auf europäischen Flughäfen bestimmte Sicherheitsbereiche, deren Zutritt streng kontrolliert werden muss. Die präventiven Maßnahmen, die es hier zu ergreifen gilt, fallen gemäß § 8 LuftSiG unter die Eigensicherungspflichten der Flughafenbetreiber. Konkret heißt das, dass die sichere Überwachung des Übergangs von der Land- zur Luftseite für jeden Flughafenbetreiber eines der zentralen Themen zur Gewährleistung höchstmöglicher Flughafensicherheit darstellt.
Das stetig zunehmende Fluggastaufkommen wie auch der kontinuierliche Anstieg der Flugbewegungen erfordern eine schnelle, effiziente und trotzdem Flughafen-sichere Organisation des Passagierflusses.
Abfliegende Passagiere gelangen beim Sicherheitscheck am Gate von der Landseite, also den öffentlich zugänglichen Terminalbereichen, auf die Luftseite - den Bereich hinter dem Personen- und Handgepäck-Sicherheits-Check. Angekommene Fluggäste wechseln über Personenschleusen von der Luft- auf die Landseite, auf der sich die Gepäckausgabebänder befinden.
An diesen Schleusen muss sichergestellt sein, dass keine Personen entgegen der Laufrichtung zurück auf die Luftseite wechseln können. Auch Gegenstände dürfen auf diesem Weg nicht die Luftseite erreichen können, egal wie klein sie sind. Zudem muss die Sensorik in den Rücklaufschleusen zur Richtungserkennung geeignet sein. Der Fluggast auf dem Weg zur Gepäckausgabe muss die Schleusen möglichst schnell passieren können. Das Betreten der Schleusenkammer in die umgekehrte Richtung muss jedoch sofort zum Schließen der Luft-seitigen Schleusentüren führen.
MLG als Rücklaufschleusen-Sensor abgenommen
Das MLG ist ein Lichtgitter, das bereits auf zahlreichen Flughäfen als integrierte Sensorlösung installierter Rücklaufschleusen abgenommen wurde. Die Lichtstrahlen zwischen Sender- und Empfängermodul erzeugen ein Lichtgitter, das bis zu 3,14 m hoch ausgelegt werden kann. Die Elektronik ist komplett im kompakten Edelstahl-Gerätegehäuse untergebracht. Wird mindestens ein Lichtstrahl unterbrochen - durch eine Person oder einen Gegenstand - wird dies über den Schaltausgang oder die Datenschnittstelle des MLG ausgegeben.
Dabei ist softwareseitig sichergestellt, dass Glanz und Reflexionen, z. B. von einem Aluminium-Boardcase, oder sonstiger Fremdlichteinfluss, z. B. Sonnenlicht durch das Glasdach oder die Leuchtstofflampen im Schleusenumfeld, die zuverlässige Erfassung von Personen oder Gegenständen nicht beeinflussen. Die Auflösung dieser Lichtgitter ist so fein, dass selbst ein Durchschieben flacher Objekte auf dem Hallenboden oder entlang des Schleusenhimmels, aber auch ein Hindurchwerfen, sicher erfasst und gemeldet wird.
Die Richtungserkennung wird durch ein Duo-Konzept erreicht, d. h. durch zwei im Abstand von wenigen Millimetern nebeneinander installierte MLG. Die Richtungserkennung erfolgt über das zeitlich versetzte Ansprechen der beiden Lichtgitter. Wird die Schleuse in der vorgesehenen Richtung vom Rollfeld zur Gepäckausgabe passiert, d.h. aus dem Sicherheitsbereich heraus, wird dies als i. O. erkannt. Unterbricht eine Person oder ein Gegenstand in der falschen Richtung das System, so gibt der Systemausgang eine Meldung aus, mit der die Alarmzentrale benachrichtigt und z. B. die Kamerabilder dieses Bereiches aufgeschaltet werden können. Gleichzeitig wird eine eventuell noch offene, „Luft"-seitige Schleusentür verriegelt - und damit der Zugang in den Sicherheitsbereich verhindert.
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