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Das Prinzip „Network-On-Card“

Alles auf eine Karte gesetzt

25.06.2010
Online-Zutrittskontrolle und Zeiterfassung
Online-Zutrittskontrolle und Zeiterfassung Weiter
Online-Zutrittskontrolle und Zeiterfassung Offline-Zutrittskontrolle mit dem System PegaSys von Interflex Offline-Zutrittskontrolle mit den elektrischen Schließzylindern von Interflex Foto: Corbis. All Rights Reserved. 

Das Prinzip „Network-On-Card", also das Netzwerk auf einer Karte, gilt als die perfekte Verbindung von Online- und Offline-Sicherheitssystemen. In GIT-SICHERHEIT.de wurden bereits etliche Ansätze und Applikationen nach diesem Prinzip vorgestellt. In der Praxis erweist sich eine solche Lösung als Schlüssel, um die Zugangsrechte und die Gültigkeit von Ausweisen stets reaktionsschnell aktualisieren und anpassen zu können.
Nehmen wir die Offline-Rechte. Sie lassen sich bspw. so weit einschränken, dass verlorene oder gestohlene Identifikationsmittel binnen weniger Stunden zu sperren sind. Mit dem „Netzwerk-auf-der-Karte"-Prinzip lassen sich viele praktische Dinge machen. Dieser Artikel stellt sie vor.


Wohin es auch geht - Kontrolle gefragt
Ob in Unternehmen, Krankenhäusern oder Behörden: überall gibt es Bereiche und Räume, die zuverlässig vor dem Zutritt Unbefugter zu schützen sind, um Diebstählen, Sabotageakten und Wirtschaftsspionage vorzubeugen oder um den allgemeinen Sorgfaltspflichten und Datenschutzbestimmungen genüge zu tun. Rechenzentren, Produktionshallen, für den Besucherverkehr gesperrte Stationen oder auch einfach Bürotrakte voller Computer und Aktenorder, die wertvolles Geschäftswissen und geistiges Eigentum repräsentieren.


So gewinnt das Thema „berechtigter Zutritt" allerorten an Bedeutung, und glücklich darf sich schätzen, wer bereits ausgeklügelte, zentral gesteuerte Systeme eingerichtet hat, die mit Hilfe von Ausweislesegeräten an allen relevanten, hoch frequentierten Zugängen weitgehend automatisch die Zutrittsrechte prüfen. Doch selbst wer bereits über eine solche Sicherheitsinfrastruktur verfügt und diese idealerweise nahtlos mit der Zeitwirtschaft gekoppelt hat, dürfte früher oder später feststellen, dass weiterhin „blinde Flecken" existieren: Zugänge, bei denen es einfach nicht wirtschaftlich ist, diese ebenfalls über Online-Terminals zu sichern. Das kann weniger frequentierte Türen und den Zutritt zu Büros, Lagerräumen, Spinde, Abstellplätzen und Archivräumen ebenso betreffen wie einzelne Schränke. An solchen Punkten empfiehlt es sich, das vernetzte Zutrittskontrollsystem durch moderne Offline-Komponenten abzurunden, die sich kostengünstig, schnell und flexibel installieren lassen.

Seien es komplette Türschließsysteme mit Beschlägen und Türdrückereinheiten oder einfach auszutauschende elektronische Schließzylinder.


Wie „Stand-alone" einbinden
Bleibt die entscheidende Frage, wie solche Stand-alone-Komponenten am besten zu gestalten und in die unternehmensweite Sicherheitsinfrastruktur einzubinden sind? Der Rückgriff auf mechanische Schließsysteme, die herkömmlich per Schlüssel bedient werden, dürfte in den wenigsten Fällen noch zeitgemäß sein. Zu groß sind die Risiken. Denn geht ein Schlüssel verloren, muss häufig nicht nur ein Zylinder ausgetauscht werden. Zudem ist es für die Beschäftigten natürlich weitaus bequemer, wenn sie mit denselben Ausweisen, mit denen sie sich Zugang zum Firmengebäude und zum Parkplatz verschaffen oder ihre Zeitbuchungen vornehmen, auch alle offline gesicherten Türen öffnen können - sofern sie denn über die erforderliche Berechtigung verfügen.

Bei der Umsetzung eines solchen Szenarios lassen sich zwei alternative Konzepte verfolgen: „Daten im System" oder „Daten auf der Karte". Anfänglich entschieden sich noch viele Betriebe dafür, die Informationen, welche Person zu welcher Zeit welches Offline-Schließsystem öffnen darf, jeweils im Beschlag oder Zylinder vorzuhalten. Doch das erwies sich in der Praxis als zeitintensive Sisyphusarbeit. Denn die Zutrittsrechte und alle etwaigen Änderungen müssen bei dieser Lösung jeweils mit Hilfe eines Programmiergerätes mühsam in jede einzelne Offline-Komponente gebracht werden. Und auch die Sperrung einer verlorenen Ausweiskarte ist nur mit viel Aufwand an jeder einzelnen Tür möglich.


Nix los an Türen - ein Fall für die Daten-Karte
Folglich bevorzugen immer mehr Unternehmen und Behörden bei der Sicherung weniger frequentierter Zugänge und Türen den Ansatz des portablen Netzes mit „Daten auf der Karte", wie ihn bspw. die Interflex Datensysteme GmbH mit NetworkOnCard als Baustein der Zutrittskontrollsysteme anbietet. Anstatt die Berechtigungen wie bei Online-Terminals vom Host-System via Netzwerk an die Lesegeräte zu senden, führt bei diesem Modell jeder Nutzer seine jeweiligen Berechtigungen gleich auf seiner lesbaren Ausweiskarte mit sich. So bleibt der Aufwand zur Administration der Schließsysteme ohne direkte Verbindung zum Zentralsystem minimal. Es genügt, jedes Offline-Gerät einmalig mit der Systemkarte zu initialisieren. Ob eine Zutrittsbuchung zulässig ist, eine Tür also geöffnet werden darf, entscheidet die Stand-alone-Komponente dann jeweils anhand der Berechtigungsdaten, die sie selbst kennt (zugeordnete Türgruppe, gesperrte Ausweise etc.), und der personenbezogenen Daten, die auf dem RFID-Chip der Karte stehen. Dazu zählen neben der Ausweisnummer bspw. auch die Gültigkeitsdauer sowie Angaben, welches Zeitmodell für die Prüfung herangezogen wird oder an welchen Firmenstandorten und Türgruppen der Ausweis buchungsberechtigt ist.

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Schlüsselwörter : Ausweislesegeräte Interflex Schließsysteme Zeit + Zutritt Zeiterfassung Zutrittskontrolle

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