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Biometrie: Finger-Identifikations-System kontrolliert Zugang

Zutrittskontrolle bei der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau

28.12.2010
Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau
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Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau Steffen Verfürth, Leiter EDV Sparkasse Aschaffenburg 

Seit Oktober 2009 brauchen Mitarbeiter der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau, um an ihre Arbeitsplätze zu gelangen, nur noch Fingerspitzengefühl: Der Zugang zur Hauptgeschäftsstelle wird seitdem durch ein Finger-Identifikations-System von Ident Technologies kontrolliert. Die Zentrale der Sparkasse im Herzen von Aschaffenburg ist historisch gewachsen: Insgesamt gruppieren sich um das Hauptgebäude sechs weitere. Bei diesem Gebäudekomplex ist eine Vielzahl von Türen zu sichern. Vor etwa 20 Jahren wurde dafür ein Transponderkarten-System installiert. Da der Hersteller das System jedoch nicht mehr mit Ersatzteilen unterstützte, suchte die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau eine nachhaltige Alternative.

„Biometrische Lösungen setzen wir bereits seit 2001 zur Sicherung von Auszahlprozessen in Kleinfilialen ein und sind damit sehr zufrieden", berichtet Steffen Verfürth, der in der EDV-Organisation der Sparkasse auch die elektronische Türsicherung verantwortet. „Deshalb richtete sich unser Interesse auch bei der Suche nach einer Lösung für die Hauptgeschäftsstelle in Richtung Biometrie."

Erste Empfehlungen kamen von der Gleich GmbH. Die Firma war als lokaler Errichter von Sicherheitssystemen bereits früher für die Sparkasse tätig gewesen. Auf der Fachmesse Security 2008 fand dann Verfürths erster Kontakt zu Ident Technologies statt. „Für uns stand von vornherein fest: Das System sollte je zwei Fingerabdrücke von 600 bis 800 Personen verwalten. Von den fünf Anbietern, deren Angebote wir für das Projekt einholten, erfüllte Ident Technologies diese Anforderung am besten."

Netzwerkfähige Lösung
Nach einer intensiven Konzeptionsphase entschied sich die Sparkasse für den Fingerabdruck-Sensor smartFIS-V. Das Gerät nimmt sowohl die Identifikation wie auch Verifikation der Fingerabdrücke - Letzteres mittels i-Buttons - in nur einem Gerät vor. Dank Onboard-TCP/IP kann es direkt an das Datennetzwerk des Geldinstituts angeschlossen werden. Seine Spannungsversorgung erfolgt über Power-over-Ethernet-(PoE)-Switches. Alle Außenstellen, die an das Netzwerk angeschlossen sind, können zentral von einem PC aus verwaltet werden. Für die Sparkassenzentrale ein besonderer Vorteil: Zwar liegen die sieben Häuser in unterschiedlichen Straßenzügen, seit Einführung des PC-Netzwerks sind diese jedoch über Datenleitungen miteinander verbunden.

Auf diese Infrastruktur konnte das Zutrittskontrollsystem problemlos aufsetzen. Lediglich zu den Türen mussten neue Datenkabel verlegt werden, je eines für den Türöffner und den Sensor.

Schritt für Schritt
Im Juli 2009 bestellte die Gleich GmbH im Auftrag des Geldinstituts bei Ident Technologies 32 Leser und 11 Ethernet-Relaismodule. Diese wurden bis Oktober 2009 montiert. Parallel dazu begann die Sparkasse, die Fingerabdrücke mit einem Lesegerät in die „FIS Admin Expert"-Software einzulernen. Das Einlernen übernahm Steffen Verfürth selbst. Er nutzte die Gelegenheit, seine Kollegen in die Handhabung des Sensors einzuweisen. Auf Nachfrage demonstrierte Verfürth auch die Funktionsweise des Systems, das keine ganzen Fingerabdrücke erfasst, sondern nur die sog. Minutien. Aus diesen Abdrücken der Papillarleisten am Endglied des Fingers lassen sich auch im Fall von Datendiebstahl keine kompletten Fingerabdrücke rekonstruieren. Das erhöht nicht nur die Sicherheit für das Unternehmen, sondern beruhigte auch die Mitarbeiter. Hierzu Steffen Verfürth: „Wir haben den Personalrat von Anfang an in das Projekt eingebunden und seine Zustimmung eingeholt. Darauf konnte ich in Gesprächen mit den Mitarbeitern verweisen. Datenschutzbedenken ließen sich dadurch schnell zerstreuen."

Praxisfreundliches System
Das Einlernen der Fingerabdrücke dauerte laut Verfürth im Schnitt sieben Minuten pro Person. Erfasst wurde jeweils der rechte und linke Zeigefinger. „Von den biometrischen Kriterien her gilt eigentlich der Mittelfinger als ideal. Die meisten Menschen sind mit dem Zeigefinger aber geschickter. Dadurch konnten wir die Fehlerquote gerade in der Anfangsphase deutlich senken." Generell setzte Verfürth während der Einführungsphase auf Kooperation. „Wenn die Leute noch nicht so geübt sind, kann es in der Anfangsphase schon mal passieren, dass der Sensor ein Profil nicht gleich beim ersten Drüberziehen erkennt. Wir haben dann nicht den Fehler bei den Mitarbeitern gesucht, sondern alles noch einmal erklärt. Dadurch wurde das System schnell auf breiter Basis akzeptiert." Nicht nur Mitarbeiter der Sparkasse, sondern auch externe Dienstleister haben Zugang zu den Gebäuden. „Der Techniker, der unsere Aufzüge wartet, hat natürlich auch mal ölverschmierte Finger. Darum kann er die Türen mit einem i-Button öffnen." Dass Ident Technologies diese Alternative anbietet, hält Verfürth noch aus einem anderen Grund für wichtig: „Man schätzt, dass sich die Finger von fünf Prozent der Weltbevölkerung nicht für dieses Verfahren eignen. Wir mussten bislang aber nur vier i-Buttons vergeben."

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