Kritische Infrastrukturen: Sicherung von Grundstücken und Gebäuden

Ob Wohngebiet oder kritische ­Infrastruktur – beim Schutz von Grundstücken geht es in erster Linie um die Sicherheit von Menschen. Ein Beitrag von Andrea Sorri, ­Director Business Development, Government, City Surveillance and Critical Infrastructure bei Axis Communi­cations.

Herkömmliche Schutzmaßnahmen beinhalten Technologien wie Kurzstreckenradar, Laser, Boden- und Bewegungssensoren sowie bewegungsempfindliche Zaundrähte. Zusätzlich gibt es in Kritischen Infrastrukturanlagen – etwa in einem Kraftwerk – strikte Prozesse und Richtlinien. Sie regeln die sicherheitsrelevanten Bereiche von der Verwendung des richtigen Werkzeugs und Ausrüstung bis hin zu festgelegten Verfahrensweisen, wie z. B. bei der Evakuierung eines Werks.

Die Hauptaufgabe dieser Maßnahmen ist es, für die Sicherheit von Personen zu sorgen sowie Schutz gegen Eindringlinge, Diebstahl und Vandalismus zu bieten. Darüber hinaus entwickelt sich im Bereich Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (GSU) der Trend, dass Werksbetreiber ein besseres Verständnis der tatsächlichen Risiken und Auswirkungen auf die Produktionsprozesse entwickeln möchten. Das erlaubt ihnen, Lösungen für eine optimale Risikominimierung zu finden.

Risikobewertung in Echtzeit
Risikobewertungen werden häufig noch manuell abgewickelt: Sendet das System einen Alarm, stehen dem Sicherheitspersonal nur wenige Details darüber zur Verfügung. Eine Unterscheidung zwischen echtem Alarm und Fehlalarm ist nur möglich, wenn eine Person den betroffenen Bereich vor Ort überprüft. Daher setzen Betreiber häufiger Netzwerk-Videotechnologie für eine bessere automatische Überwachung und visuelle Kontrolle ein.  

Dieselbe Netzwerk-Kamera-Technologie, die das Werk vor unbefugten Zutritt, Sabotage und Diebstahl schützt, kann auch die Sicherheit der Beschäftigten in der Anlage gewährleisten. Die Benutzer können sich mithilfe der Netzwerk-Kameras in Verbindung mit einem Zutrittskontrollsystem schnell einen Überblick verschaffen, wie viele Beschäftigte sich in den einzelnen Werksbereichen aufhalten.

Im Fall einer Evakuierung kann diese Information lebenswichtig sein.

Netzwerk-Kameras können auch gefährliche Situationen erkennen: Sie suchen nach Lecks, Rauch oder Gasfackeln und lösen automatisch Alarm aus. Mitarbeiter können so schnell reagieren und das Verletzungsrisiko und Schäden für das Werk und die Umwelt reduzieren. Bei einem Brand ist es z. B. möglich, den Umfang und die Schwere zu erkennen, um gezielt Maßnahmen einzuleiten. Netzwerk-Kameras helfen dabei, eine sichere und schnelle Evakuierung des Werks durchzuführen. Sie erkennen Rauch und seine Entwicklung und unterstützen das Rettungsteam beim Betreten des Gebäudes. Selbst wenn der Rauch – oder auch Staub oder Dunkelheit – die Sicht einschränken, liefern sie ein klares Bild der Situation.

Integrierte Sicherheitstechnik
IP-basierte Technologien lassen sich miteinander vernetzen und in vorhandene Sicherheitssysteme integrieren. Andere Sensor-Systeme und Technologien wie die Erfassung von Zaun- und Erdkabeln lassen sich mit flexiblen und skalierbaren Kameras in hochgradig komplexe Installationen umsetzen. Dies ist besonders beim Schutz von kritischen Infrastrukturen von hoher Bedeutung, da die Sicherheitslösung effektiv mehrere Alarme gleichzeitig verwalten können muss.

Netzwerk-Kameras mit integrierter Zutritts­kontrolle und modernen Bildverarbeitungstechniken für die Kennzeichen- und Gesichtserkennung können Fahrzeuge, Fahrer und Passagiere augenblicklich identifizieren, kontrollieren und verfolgen. Neben der Einhaltung der Sicherheitsvorschriften gewährleistet das Verfahren auch, dass weder Mitarbeiter noch Besucher unsichere Bereiche betreten. Dieselben Kameras können mit zusätzlichen Videoanalyse-Anwendungen, wie dem „virtuellen Stolperdraht“ (Cross Line Detection), automatisch Personen alarmieren, wenn sie zu nah an einen Gefahrenbereich oder an eine Maschine geraten.

Intelligente Kombination für ­Übersichtlichkeit
Die zu überwachenden Bereiche sind oft sehr groß und unübersichtlich, wie Bahnhöfe, Busdepots, Parkhäuser, Häfen oder ganze Industriegelände. Eine solche Größe ist besonders nachts schwer zu überwachen, wenn wenig oder kein elektrisches Licht zur Verfügung steht.

Eine Lösungsmöglichkeit bietet der parallele Einsatz von Wärmebildkameras mit intelligenten Videoanwendungen und PTZ-Dome-Kameras.
Die Wärmebildkameras benötigen kein Licht und eignen sich daher sehr gut für die nächtliche Überwachung. Am Tage können sie Menschen oder Objekte identifizieren, die durch komplexe Hintergründe oder dunkle Schatten nur sehr schwer erkennbar sind. Die intelligente Videoanalyse der Wärmebildkamera kann beim Erkennen eines verdächtigen Ereignisses automatisch eine zweite Kamera alarmieren und ausrichten. Das kann beispielsweise eine PTZ-Kamera sein, die sich auf die richtige Position stellt, hineinzoomt und so ein Live-Video der Situation in HD-Qualität erstellt.

Die Kombination zweier Kameratypen bietet einen sehr sicheren und genauen Schutzmechanismus. Jede Kamera arbeitet unabhängig. Das stellt eine ununterbrochene Aufzeichnung und einen möglichst großen Funktionsumfang sicher. Die Kameras leiten die Information direkt weiter, wenn sie mit der IP-Infrastruktur verbunden sind. Bei einem Ausfall speichern sie das Material auf ihrer integrierten SD-Karte.

Visuelle Überprüfung essenziell
Eine Lösung zum Schutz von Grundstücken muss eine abschreckende Wirkung haben und eine sofortige visuelle Überprüfung ermöglichen, um Fehlalarme auszuschließen. Kann das Sicherheitspersonal auf Echtzeit-Informationen der Netzwerk-Kameras zurückgreifen, lassen sich schnell geeignete Maßnahmen ergreifen.

Die Vielseitigkeit von Netzwerk-Kameras und Videoanalyse-Anwendungen macht diese Systeme flexibel, skalierbar und kosteneffizient. Dadurch verdrängen sie bei der Sicherung kritischer Infrastrukturanlagen zunehmend analoge Überwachungskameras. Die zusätzliche Unterstützung von GSU-Prozessen macht die Entscheidung für einen Übergang zur Netzwerk-Videoüberwachung noch leichter.


Grundstücke effektiv mit Netzwerk-Kameras sichern
Die Videoanalyseanwendung Axis Perimeter Defender ist eine Komplettlösung für den Perimeterschutz im Enterprise-Segment. Kombiniert mit den Axis Netzwerk-Kameras (z. B. Wärmebild- oder optische PTZ-Kameras zum Schwenken, Neigen und Zoomen) und Hornlautsprechern sowie Videomanagement-Software von Drittanbietern ergibt dies eine umfassende, videobasierte Sicherheitslösung zur effektiven Überwachung für den großflächigen Perimeterschutz.  

Der für eine einfache Installation, Konfiguration und Verwaltung entwickelte Axis Perimeter Defender nutzt Edge-basierte Videoanalysen (ACAP), um möglichst hohe Genauigkeit, Effizienz und Skalierbarkeit zu erzielen. Die Anwendung unterstützt mehrere Erfassungsszenarien, einschließlich mehrerer Erkennungsformen von Eindringlingen und herumlungernden Personen. Sie erfüllt die Anforderungen für den Perimeterschutz, die in Bereichen mit hohem Sicherheitsbedarf vorherrschen, wie in Kraftwerken, chemischen Anlagen und komplexen Installationen.

Der Axis Perimeter Defender basiert auf einer Technologie von Digital Barrieres, einem Unternehmen, das über große Erfahrung in der Überwachungsanalyse verfügt. Die Lösung ist nach i-LIDS zertifiziert, dem von der britischen Regierung in Zusammenarbeit mit dem Centre for the Protection of National Infrastructure entwickelten Benchmark für Videoanalyse­systeme.

Die Lösung ist über das Vertriebsnetz von Axis erhältlich. Eine kostenlose 60-Tage-Testversion ist erhältlich unter: http://www.axis.com/de/de/products/axis-perimeter-defender

Einen instruktiven Videofilm finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=sgZrWdp1hUo

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85737 Ismaning
Germany
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