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Rechenzentren: IT-Infrastruktur-Monitoring mit Rittal

28.04.2011
Sven Laurösch ist Experte für Überwachungssysteme im Produktmanagement IT bei Rittal.
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Sven Laurösch ist Experte für Überwachungssysteme im Produktmanagement IT bei Rittal. Nicht nur Überwachungssysteme für Rechenzentren hat Rittal im Portfolio. Das Produktspektrum ... Die neueste Version des Überwachnungssystems CMC III von Rittal 

Es sind die Albträume von Rechenzentrum-Verantwortlichen: ein Leck in der Flüssigkeitskühlung an einer nicht einsehbaren Stelle, ein Schwelbrand, der viel zu spät bemerkt wird oder die Temperatur im Serverschrank, die unzulässig ansteigt. Angesichts der zunehmenden Größe moderner Rechenzentren ist die Überwachung längst eine Aufgabe, für die IT-Mitarbeiter technische Unterstützung benötigen. Daher verlassen sich Administratoren auf intelligente Überwachungssysteme wie CMC von Rittal und überprüfen so kontinuierlich die „Vitalfunktionen" des RZs.

Die Funktionsweise ist einfach: Sensoren sammeln in den Server-Racks und im Rechenzentrum Daten zu Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftgeschwindigkeit und vielem mehr. Die Messwerte werden in einer zentralen Einheit zusammen gefasst und verarbeitet. Anschließend stehen sie über ein Web-Interface zur Verfügung oder können, über das Simple Network Management Protocol (SNMP), in Rechenzentrum-Management-Lösungen wie Rittal RiZone eingebunden werden. Ausgeklügelte Alarmsysteme sorgen zudem dafür, dass die Administratoren bei außergewöhnlichen Messdaten frühzeitig und 24/7 informiert werden. Mittlerweile steht die dritte und komplett neu entwickelte Generation des CMC, das CMC III, zur Verfügung.

Beschränkung auf das Wesentliche bei vergrößertem Funktionsangebot
Die wichtigste Neuerung im CMC III ist der Wechsel zu intelligenten CAN-Bussen (Controller Area Network): Diese standardisierten und sehr robusten Feldbusse sind in die Zentraleinheit Processing Unit und in die intelligenten Rittal-Sensoren integriert und ersetzen die sogenannten I/O-Units. Die CAN-Busse sind nicht wie herkömmliche I/O-Units jeweils einzeln mit der zentralen Processing Unit verbunden, sondern untereinander seriell. In jedem Serverschrank befindet sich ein CAN-Bus, der mit den Bussen in den angrenzenden Schränken verbunden ist. Die Daten werden so „durchgereicht", bis sie in der zentralen Einheit ankommen. Dies erspart bei Installation, Wartung und Modifikation des Systems unerwünschten Kabelsalat.

Aufgrund der geringeren Anzahl von Modulen sinken zudem die Kosten des Systems.

Auch bei den Sensoren hat Rittal eine neue Richtung eingeschlagen. So sind die beiden wichtigen Funktionen - der Temperatursensor für die Kaltluftzufuhr und ein Infrarotsensor, der „ermittelt", ob die Schranktür offen oder geschlossen ist - bereits standardmäßig in der zentralen Processing Unit integriert. Dabei ist CMC III flexibel und modular erweiterbar: Optional sind beispielsweise Sensoren für Energie, Vandalismus oder eine Steuereinheit mit acht digitalen Eingängen und vier Relais-Ausgängen verfügbar. Es können bis zu 32 Sensoren angebunden werden.
Rittal führt mit CMC III zudem zwei neue Funktionen ein: Während der Differenzdruck-Sensor anhand der kleinen Luftdruckunterschiede prüft, ob der Kaltgang des RZs ordnungsgemäß abgeschottet ist, unterstützt die S0-Schnittstelle Energiezähler, um beispielsweise den Energieverbrauch von einzelnen Kunden beziehungsweise Racks zu ermitteln und diesen abzurechnen.

Platzersparnis und Stromversorgung
Im Hinblick auf den stetig steigenden Bedarf an Rechenleistung muss der meist sehr begrenzte Raum im RZ optimal genutzt werden. Rittal hat daher auch das Gehäuse des CMC neu entworfen: Die Processing Unit der dritten CMC-Generation kommt mit lediglich einer Drittel-Höheneinheit aus, da keine Sensor Units mehr notwendig sind. Zudem ist das neue Netzteil in einem identischen Gehäuse untergebracht, das einfach in der gleichen HE installiert und über eine Kabelverbindung verbunden wird. Zur Erhöhung der Ausfallsicherheit kann ein zweites Netzteil verwendet werden - selbst dann wird nur eine einzige HE benötigt. Das redundante Energieversorgungskonzept ist in jeder Processing Unit enthalten. Aufgrund des niedrigen Energieverbrauchs von CMC III ist alternativ auch Power over Ethernet möglich, sofern ein PoE-Netzwerk-Switch eingebunden ist.

Komfortabel: Installation, Konfiguration, Überwachung
Neben der physischen Installation im Schrank spielt natürlich auch die Einbindung ins Netzwerk eine zentrale Rolle. Während früher das CMC-Netzwerk-Menü über eine serielle Schnittstelle aufgerufen wurde, lassen sich Konfigurierung und Inbetriebnahme bei CMC III einfach per Laptop und USB-Anschluss bewerkstelligen.

Als Netzwerkprotokoll stehen TCP/IPv4 und TCP/IP6 zur Verfügung. Ist das System erstmal im Netzwerk eingebunden, erfolgt die Konfiguration über einen komfortabel integrierten Web-Server. Ebenfalls per USB-Stick oder SD-Speicherkarte lassen sich Firmware-Updates durchführen oder Längsschnittdaten wie der Temperaturverlauf im Schrank, über einen längeren Zeitraum aufzeichnen und über einen Web-Browser darstellen.
Auch bei der Nutzer-Verwaltung geht CMC III neue Wege: Zugriffsrechte auf das Monitoring-System von ehemaligen IT-Mitarbeitern mussten bisher an jedem CMC separat gelöscht werden. CMC III dagegen ermöglicht über das Lightweight Directory Access Protocol (LDAP) eine zentrale Bearbeitung.

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