Modulares Rechenzentrum für Maschinenfabrik

  • Ein 400 PS-starker Autokran hebt den 10 Tonnen schweren Container auf den Tieflader für den Transport nach AschaffenburgEin 400 PS-starker Autokran hebt den 10 Tonnen schweren Container auf den Tieflader für den Transport nach Aschaffenburg
  • Ein 400 PS-starker Autokran hebt den 10 Tonnen schweren Container auf den Tieflader für den Transport nach Aschaffenburg
  • Platzsparend: Nicht mehr als drei Autoparkplätze benötigt das neue Rechenzentrum
  • Die USV-Anlage ist in einem abgetrennten Technikraum untergebracht
  • Sechs Serverrahmengestelle bieten für die Hardware der Firma Modler reichlich Platz – sorgfältig abgeschottet im Kaltgang
  • Das Frankfurter Unternehmen Innovo Cloud stellte als Partner von Rittal die passende Hard- und Software bereit
  • Mit dem RiMatrix S Container auf dem eigenen ­Firmengelände hat Geschäftsführerin Christina Klang jederzeit die Kontrolle über die IT

Mit großen Maschinen ist Christina Klang bestens vertraut: Als Geschäftsführerin der Maschinenfabrik Johann Modler GmbH hat sie einen weltweiten Kundenkreis. Das mittelständische Unternehmen aus dem fränkischen Aschaffenburg hat sich auf Schleifmaschinen für kleine, hochpräzise Teile in der Massenproduktion spezialisiert. Auf eine stabile, sichere und ausbaufähige IT-Infrastruktur muss sich Christina Klang jederzeit verlassen können. Als der Serverraum zu klein wurde, entschied sich das Unternehmen für das modulare, standardisierte Rechenzentrum RiMatrix S von Rittal.

Das Platzproblem im Serverraum war nicht die einzige Herausforderung, der sich die Geschäftsführung stellen musste. Auch die Drucker sollten einen eigenen Platz bekommen, um Geräteemissionen auszulagern. Zudem belasteten die Geräusche und die Wärme aus dem Serverraum die Beschäftigten. Ein Umbau hätte hohe Kosten und Umstände in den Büros bedeutet. Eine weitere Herausforderung stellte die Rechenleistung dar: Hier waren ebenfalls die Grenzen der Leistungsfähigkeit erreicht. „Wir müssen den Produktionsstand in Echtzeit abrufen können. Neue Aufträge müssen schnell simulierbar sein, und das im Einklang mit der aktuellen Transportsituation und Lagerhaltung", erklärt die Firmenchefin. Durch die zunehmende Vernetzung der Produktionsabläufe gibt es immer mehr Schnittstellen, die zu verknüpfen sind.

Rechenzentrum auf dem Parkplatz
Statt nach einer ein- bis zweijährigen Planungs- und Bauphase - wie es bei individuellen Rechenzentren der Fall ist - erhielt die Firma Modler nach einer Lieferzeit von nur wenigen Wochen im Dezember 2013 ihre schlüsselfertige Lösung. „Als unser neues Rechenzentrum als Container vom Autokran gehoben wurde und quasi durch die Luft schwebte, war das schon ein bisschen aufregend", gibt Christina Klang zu. Drei Parkplätze auf dem Außengelände wurden kurzerhand zur Rechenzentrumsfläche - denn mehr Platz benötigt der 7,25 Meter lange, rund drei Meter hohe und ebenso breite Container nicht.

Zwei Kühl­module haben auf dem Dach des Containers ihren Platz gefunden.

Für den Strom- und Netzwerkanschluss hatte das Unternehmen bereits gesorgt. Mit seiner kompletten Ausstattung - den sechs Serverrahmengestellen plus einem Netzwerkrahmengestell, der Klimatisierung, der unterbrechungsfreien Stromversorgung samt der darauf abgestimmten Energieverteilung, sowie dem Monitoring-System Computer Multi Control III (CMC III) - war RiMatrix S die Lösung für die vielen Herausforderungen. Ein Beispiel von vielen ist die Erfassung von Werten wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit über die Sensoren des CMC III. Liegen die Messdaten außerhalb des grünen Bereichs, ­erhalten die Administratoren sofort eine Nachricht - wenn gewünscht, sogar auf das Handy. Auch die Rittal Serviceabteilung steht rund um die Uhr zur Verfügung.

­Ökonomie zählt
Der Umbau oder die Erweiterung des Rechenzentrums ist für viele mittelständische Unternehmen ein Thema, sei es im Hinblick auf Expansion oder auf einen Umzug. Laut einer jüngst veröffentlichten Studie zu den IT-Trends im Mittelstand betrachten 93 Prozent aller Unternehmen das eigene Rechenzentrum als Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg. 97 Prozent aller befragten Unternehmen mit Umsatzwachstum betreiben ihre eigenen Rechenzentren. RiMatrix S kann vor diesem Hintergrund gleich mehrfach punkten: es kann problemlos durch ein zusätzliches Modul erweitert und bei Bedarf einfach mitgenommen werden. Überkapazitäten lassen sich problemlos vermieten, etwa an Nachbarunternehmen im selben Gewerbegebiet.

Die Containervariante eignet sich auch als Übergangslösung. Wird sie nicht mehr gebraucht, verkauft man sie - eine sehr wirtschaftliche Option. Die Ökonomie des Rechenzentrums spielt bei RiMatrix S eine tragende Rolle, sowohl im Vorfeld beim Design und insbesondere beim laufenden Betrieb. Die präzise Berechnung der Rentabilität inklusive Planung, Investition, Betriebskosten, des Personals und der Services ist elementarer Bestandteil. Der Zeit- und Kostenaufwand hat sich für Unternehmen auf ein Minimum reduziert, da RiMatrix S wie kein anderes Produkt standardisiert ist. Darüber hinaus sind alle Komponenten auf Energieeffizienz ­getrimmt. Auf diese Weise erreicht die Lösung einem Power Usage Effectiveness von bis zu 1,15. Für Mittelständler bedeutet der Umstieg auf eine professionelle Komplettlösung auch einen höheren Sicherheitsstandard. Der TÜV Rheinland hat das Rechenzentrumsmodul vorzertifiziert. Brand- und Einbruchschutz, Schutz vor Leckage, ­Redundanzen und die unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) sind serienmäßig.

Cloud-Computing für den Mittelstand
Das Frankfurter Unternehmen Innovo Cloud stellte als Partner von Rittal die passende Hard- und Software bereit. Bestehende Systeme einzubinden, wie es Modler wünschte, war kein Problem. „In mittelständischen Unternehmen kommt es öfter vor, dass bereits vorhandene Hardware noch nicht abgeschrieben ist und in der neuen Private-Cloud-Lösung weiter genutzt werden soll", sagt Innovo-Cloud-Geschäftsführer Stefan Sickenberger. „Dafür haben wir ein Konzept entwickelt - für unsere Kunden bedeutet dies Investitionsschutz, und der Migrationsaufwand ins neue System dauert nur wenige Tage."

Steigt der Bedarf an Rechenleistung weiter, kann Hard- und Software mit wenigen Klicks immer wieder dazu bestellt werden - ein Vorteil, der auch Modler überzeugte. Innovo Cloud reagiert mit diesem Konzept „Die Cloud beim Kunden" auf die berechtigten Vorbehalte von Mittelständlern gegenüber Cloud Computing. „Was Datenschutz und IT-Sicherheit betrifft, ­folgen wir den im Bankenumfeld üblichen Standards - damit machen wir für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ein ungewöhnlich hohes Level zugänglich", ergänzt Sickenberger.

Daten unter Kontrolle
Seit Mitte Januar 2014 sind sämtliche Server von Modler im RiMatrix S-Container installiert. „Für uns war es eine sehr wesentliche Anforderung, unsere Geschäftsdaten vor Ort halten zu können und nicht gezwungen zu sein, diese irgendwo ohne jegliche Kontrolle in irgendeiner Public Cloud zu speichern", sagt Chefin Christina Klang. „Wir haben sehr strenge Auflagen von unseren Kunden, was Geheimhaltung angeht. Denn in dem spezialisierten Bereich, in dem wir tätig sind, geht es vielfach darum, durch Hochpräzision Wettbewerbsvorteile für unsere Kunden herauszuarbeiten."

Hinzu kommt der wirtschaftliche Aspekt: Cloud-Computing wird für KMU ohnehin erst dann, wenn Software-as-a-Service in standardisierter und dennoch handhabbarer Form angeboten wird. Werden komplizierte Konfigurationen fällig, hat das hohe Kosten zur Folge. Dem stellt Innovo Cloud sein Angebot standardisierte Cloud-Service-Komponenten gegenüber. Die Hardware steht dabei auf dem Gelände als Private Cloud, auf die kein anderer Zugriff hat - so, wie es bei der Modler GmbH der Fall ist. „Wir wollten eine Lösung, die wir vor Ort zum Kunden stellen können", erklärt Sickenberger. „Mit RiMatrix S haben wir eine klar kalkulierbare, schnell auslieferbare Lösung gefunden. Die ideale Lösung für die Firma Modler

 

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Auf dem Stützelberg
35745 Herborn
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