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Notifer: Brandschutz für denkmalgeschützten Dom

01.10.2007
Von links nach rechts: Jörg Meister, Notifier by Honeywell; Lilli Sußmann, Architektin Dom Magdeburg; Bernd Timm, ABL
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Notifer: Brandschutz für denkmalgeschützten Dom. In "Die Säulen der Erde" von Ken Follett will der Dombaumeister Tom Builder in England des 12. Jahrhunderts seinen Lebenstraum vom Bau einer neuen Kathedrale verwirklichen. In Magdeburg des Jahres 2007 stehen ebenfalls Säulen, Türme und Portale im Mittelpunkt des Geschehens. Den Magdeburger Dom galt es brandschutztechnisch abzusichern. Mit einer Länge von 120 m, 101 m hohen Türmen und einer Gewölbehöhe im Mittelschiff von 32 m, zählt der Magdeburger Dom zu einem der größten Kirchenbauten in Deutschland. Auch wegen seiner wertvollen Kunstschätze stellt er eine eindrucksvolle Herausforderung für den Brandschutzplaner dar.

Erbaut im 10. Jahrhundert durch Otto I., war der erste Magdeburger Dom prachtvoll mit antiken Porphyr-, Granit- und Marmorsäulen und vor allem mit wertvollen Reliquien ausgestattet. Im Jahre 1207 wurde der ottonische Dom, von dem heute nur noch eine schemenhafte Vorstellung existiert, bei einem großen Stadtbrand fast vollständig zerstört. Bereits zwei Jahre später erfolgte die Grundsteinlegung für den Bau des heutigen Doms, doch es sollte drei Jahrhunderte dauern, bis im Jahr 1520 der Dombau offiziell beendet wurde.

Obwohl das eindrucksvolle Gotteshaus im Laufe der Jahrhunderte mehrmals geplündert und fast zerstört wurde, birgt es auch heute noch viele Kunstschätze und andere unter Denkmalschutz stehende Werte, die bei einem Brand für die Nachwelt unwiderruflich verloren gehen würden. In Anbetracht dieser Tatsache sowie neuen behördlichen Auflagen folgend, machten im Jahre 2005 die Konzeption und Installation einer Brandmeldeanlage notwendig.

ABL und Notifier als Projekt-Team

Ein renommiertes Ingenieurbüro erstellte zunächst das Brandschutzgutachten, bestehend aus einer Analyse, Gefahrenszenarien und einer Empfehlung. Das war die Basis für eine Ausschreibung, bei der die Firma Notifier zusammen mit dem Facherrichter ABL aus Magdeburg den Zuschlag erhielten. Die ABL GmbH & Co. KG und Notifier, ein Unternehmen aus dem Honeywell-Konzern, sind seit über 10 Jahren ein eingespieltes Team.

Zusammen hat man in dieser Zeit weit über 200 Brandschutz-Projekte realisiert. Als VdS-Errichter für Brand- und Einbruchmeldeanlagen ist das Magdeburger Unternehmen nach DIN EN ISO 9001/9001:2000 sowie DIN 14675 zertifiziert und arbeitet hauptsächlich für die öffentliche Hand, Generalunternehmen und Großkunden.

Geleitet wird ABL von den Geschäftsführern Bernd Timm und Lutz Schünhoff. Frei nach dem Motto von Timm: „Alles Denkbare ist auch machbar“ widmete sich das Unternehmen dem komplexen und vielschichtigen Vorhaben, eine Brandmeldeanlage für das riesige gotische Bauwerk zu konzipieren und umzusetzen. Einer der wichtigsten Aspekte bei diesem Bauvorhaben war die Einhaltung der behördlichen Denkmalschutzauflagen sowie die teilweise sehr schwierigen architektonischen Voraussetzungen. Daher fiel seine Wahl auf die zuverlässigen und flexibel einsetzbaren Brandmeldesysteme von Notifier by Honeywell, ein Partner, der alle Komponenten für diese anspruchsvolle Aufgabe aus einer Hand lieferte.

Brandrisiken werden zuverlässig detektiert

Die zu überwachenden Gebäudeteile bestanden aus dem Dach des Haupt- und Seitenschiffes der Kirche sowie der Sakristei, der Marien- und Sebastiankapelle, dem Remter, dem Proberaum des Kirchenchors, der neu eingebauten Orgel sowie anderer Wirtschaftsräume. Für die Überwachung dieser Gebäudeteile wurden zwei Brandmelderzentralen vom Typ NF 3000, aufgeteilt in drei Ringe, eingesetzt. Diese technologisch wegweisenden Zentralen für Ringbustechnik, modular, auf- und ausbaufähig, können für jedes Projekt passgenau und zukunftssicher eingesetzt werden.

In großen Teilen des Gebäudes, wie im Hauptund Seitenschiff der Kirche, wurden die technisch hochwertigen Mehrfachsensor-Brandmelder vom Typ SDX-751 TEM eingesetzt. Diese Multikriterienmelder, auch Acclimate genannt, benutzen ein optisches und thermisches Verfahren um entstehende Brandrisiken zu detektieren. Eine intelligente Software kombiniert dabei die ermittelten Werte und trifft wichtige Vor-Entscheidungen, die von Awacs-Algorithmen in der Brandmelderzentrale zusätzlich verifiziert und abgeglichen werden.

Die Sicherung des Remters oder lateinisch auch Refektorium, wie der Speisesaal eines Klosters oder einer Kirche genannt wird, war eine besondere Herausforderung. Meterdicke Mauern machten ein Verlegen von Kabeln praktisch unmöglich und stellten durch eine extreme Abschirmung besondere Herausforderungen an eine exakt ausgerichtete Installation. In absoluter Präzisionsarbeit wurde hier ein Funkbrandmeldesystem installiert, das aus Funk-Loopgateways vom Typ FLG 2100 sowie Funkmelder vom Typ FRM 2100 besteht.

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