14.10.2010
News

Rauchmelder leben bald länger

Neue Richtlinie für bessere Rauchmelderqualität. Verband der Feuerwehren in NRW fordert weiter Rauchmelderpflicht in NRW

  • Gastgeber der Veranstaltung war Ulrich Bogdahn, Amtsleiter der Feuerwehr EssenGastgeber der Veranstaltung war Ulrich Bogdahn, Amtsleiter der Feuerwehr Essen
  • Gastgeber der Veranstaltung war Ulrich Bogdahn, Amtsleiter der Feuerwehr Essen

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Kampagne „Rauchmelder retten Leben“ diskutierten Experten der Feuerwehr und der Industrie am Stand der Essener Berufsfeuerwehr auf der Security 2010 über das Thema „Qualität und Qualitätssicherung“.

Christian Rudolph, Vorsitzender des Forum Brandrauchprävention in der vfdb, erläuterte die aktuelle Situation: „Die DIN EN 14604 regelt seit 2008 einen europaweit einheitlichen Standard der Rauchwarnmelder, einen Konsens des kleinsten gemeinsamen Nenners. Besondere Leistungsmerkmale oder eine Energieversorgung von 10 Jahren sind aber unberücksichtigte Extras. Daher begrüßt das Forum die neue vfdb-Richtlinie 14-01, die von Experten der vfdb (Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes) für eine höhere Qualität der Rauchwarnmelder entwickelt wurde. Diese Richtlinie sichert dem Verbraucher eine geprüfte Langlebigkeit sowohl des Melders als auch der Batterie zu, eine erhöhte Stabilität und eine fest eingebaute 10-Jahresbatterie sowie die Reduktion von Fehlalarmen durch die Verringerung von Täuschungsgrößen.“

Frank Stahl, Leiter des Referats 14 der vfdb, erklärte: „Die Qualitätszunahme bei Rauchwarnmeldern innerhalb der letzten Jahre kann aktuell nicht am Markt dargestellt werden. Insofern ist die neue vfdb-Richtlinie 14-01 eine sinnvolle Ergänzung zur DIN EN 14604, um zusätzliche Qualitätsanforderungen und die technische Entwicklung heute aufzuzeigen.“

Dr. Klaus Schneider, Vorstand des Verbandes der Feuerwehren in NRW, richtete einen dringenden Appell an die Landesregierung in NRW, endlich eine Rauchmelderpflicht für Privathaushalte einzuführen. Er unterstützte zudem die Bestrebungen nach höherer Rauchmelderqualität: „Auch aus Sicht der Feuerwehr sollten die Rauchmelder-Modelle langlebiger sein und über eine eingebaute 10-Jahresbatterie verfügen.“

Gastgeber Ulrich Bogdahn, Amtsleiter der Feuerwehr Essen, erläuterte die positiven Konsequenzen, die eine höhere Ausstattung der Haushalte mit Rauchwarnmeldern nach sich ziehen würde: „Rauchwarnmelder können Brände zwar nicht verhindern, aber früher erkennen. Statt großer Brände wird es mehr Kleinbrände A und B geben und dementsprechend geringere Schäden für die Verbraucher.“

Die Experten waren sich einig, dass bei einem Rauchmeldergesetz zum einen die Wohnungswirtschaft als Zielgruppe gilt, die mehrheitlich die Wohnungen nur ausstatten, wenn sie gesetzlich dazu verpflichtet sind.

Zum anderen richtet sich das Gesetz an private Haus- und Wohnungseigentümer, die für sich selbst verantwortlich sind. Hier ist auch in Zukunft noch Aufklärungsarbeit nötig.

Ulrich Bogdahn schließt mit einem Plädoyer, das Bewusstsein für Brandschutz und Rauchwarnmelder weiterhin zu stärken, denn jeder einzelne Rauchwarnmelder kann Leben retten.

 


INFOKASTEN

vfdb Richtlinie 14-01: Rauchwarnmelder, Zusatzanforderungen, Anforderungen und Prüfmethoden

Die Richtlinie legt Anforderungen, Prüfverfahren und Leistungsmerkmale für Rauchwarnmelder zur Verwendung im privaten Bereich innerhalb von Gebäuden fest, die zusätzlich zu der Europäischen Norm EN 14604 gelten.

Vorteile der vfdb-Richtlinie 14-01 betr. Rauchwarnmelder:

1) Geprüfte Langlebigkeit durch
• erhöhte Fertigungsstandards gem. Industrienorm IPC, Klasse 2
• erhöhten Korrosionsschutz durch 5fach längeren Dauertest ggü. Standard auf Schadstoffbelastung(Schwefeldioxid)
• erweiterten Schutz gegen das Eindringen von Fremdkörpern in die Messkammer
• 5fach längeren Dauertest auf Luftfeuchtigkeit ggü. Standard
• 10fach häufigeren Temperaturwechseltest bei extremeren
• Temperaturschwankungen ggü. Standard

2) Erhöhte Stabilität (Festigkeit)
• gegen mechanische Einwirkungen gem. Industrienorm DIN EN 54-7

3) Reduktion von Fehlalarmen durch
• erweiterten Schutz gegen das Eindringen von Fremdkörpern in die Messkammer
• 5fach längerer Dauertest auf Luftfeuchtigkeit ggü. Standard
• Maximale elektromagnetische Verträglichkeit

4) Fest eingebaute 10-Jahresbatterie,
• dadurch dauerhaft gesicherter Betrieb und geringerer Aufwand, keine Zweckentfremdung der Batterie, einfachere Handhabung

Kontaktieren

Forum Brandrauchprävention in der vfdb - eobiont GmbH
Immanuelkirchstr. 3-4
10405 Berlin
Germany
Telefon: +49 30 440201 30
Telefax: +49 30 440201 50

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