17.03.2011
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Anschlag am Frankfurter Flughafen Teil einer neuen al Qaida-Strategie?

  • Nach Einschätzung von Alexander Ritzmann, Terrorismusexperte am BIGS, ist der Angriff auf US-Soldaten vom 2. März 2011 am Frankfurter Flughafen durch einen 21-jährigen Extremisten Teil der neuen al-Qaida-StrategieNach Einschätzung von Alexander Ritzmann, Terrorismusexperte am BIGS, ist der Angriff auf US-Soldaten vom 2. März 2011 am Frankfurter Flughafen durch einen 21-jährigen Extremisten Teil der neuen al-Qaida-Strategie

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Nach Einschätzung von Alexander Ritzmann, Terrorismusexperte am BIGS, ist der Angriff auf US-Soldaten vom 2. März 2011 am Frankfurter Flughafen durch einen 21-jährigen Extremisten ein Zeichen dafür, dass die von al Qaida propagierte strategische Neuausrichtung in die Tat umgesetzt wird.

Insbesondere „al Qaida auf der Arabischen Halbinsel" fordere seit etwa einem Jahr Anhänger weltweit auf, Anschläge direkt in der jeweiligen Heimat, z. B. in Europa oder den USA, zu verüben. Dies solle mit möglichst einfachen Mitteln geschehen, um nicht von den Sicherheitsbehörden bei der Vorbereitung überführt zu werden.

Explizit werde zum Einsatz von mit Rasenmäherklingen modifizierten Geländewagen gegen Menschenmengen, der Produktion von einfachen Sprengsätzen in „Mutters Küche" und zu Attentaten mit Schusswaffen oder Messern aufgerufen.

So genannte „Lone Wolfs", also Einzeltäter ohne direkte Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe, stellten Sicherheitsbehörden vor größte Herausforderungen. In den meisten Fällen gebe es jedoch einen „Radikalisierer" oder Anwerber. Diese "im Umfeld von radikalen Moscheegemeinden oder im Internet aktiven Extremisten" seien deshalb nach Ansicht des Brandenburgischen Instituts verstärkt zu identifizieren und zu überwachen.

Das Brandenburgische Institut für Gesellschaft und Sicherheit (BIGS) gGmbH ist ein unabhängiges, überparteiliches und nicht-gewinnorientiertes wissenschaftliches Institut, das zu gesellschaftswissenschaftlichen Fragen ziviler Sicherheit forscht. Das BIGS publiziert seine Forschungsergebnisse und vermittelt diese in Veranstaltungen an eine interessierte Öffentlichkeit.

Hintergrundinfo zu BIGS:

IABG Mitbegründer des neuen Brandenburgischen Instituts für Gesellschaft und Sicherheit

Am 1. Juli 2010 fand in Anwesenheit des brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck die feierliche Eröffnung des Brandenburgischen Instituts für Gesellschaft und Sicherheit (BIGS) in Potsdam statt. Zu den Aufgaben des Instituts gehören die Erforschung von wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Themen der zivilen Sicherheit sowie die Vermittlung der Forschungsergebnisse an eine interessierte Öffentlichkeit u.a.

im Rahmen von Informationsveranstaltungen. Dabei sollen innovative Strategien zum Umgang mit Bedrohungen, mit denen freiheitlich-demokratische Gesellschaften zunehmend konfrontiert werden, auf wissenschaftlicher Basis entwickelt werden.

Das gemeinnützige Institut verfolgt einen multi- und interdisziplinären Ansatz im gezielten Dialog mit Politik, Behörden, Unternehmen, Wissenschaft und Medien. BIGS tritt an mit dem Ziel, „Sicherheit" zu analysieren und dazu beizutragen, dass notwendige Erkenntnisvorsprünge entwickelt sowie die gesamtstaatliche Sicherheitsarchitektur und damit letztlich Freiheit und Sicherheit Deutschlands nachhaltig gestärkt werden.

Das BIGS ist entstanden unter Beteiligung der Universität Potsdam und ihrer Transfer GmbH sowie der Unternehmen EADS, IABG und Rolls-Royce Deutschland. Gefördert wird das unabhängige und überparteiliche Institut vom Land Brandenburg.

Kontaktieren

Brandenburgisches Institut für Gesellschaft und Sicherheit (BIGS)
Rudolf-Breitscheid-Str. 178
14482 Potsdam
Germany
Telefon: +49 331 704406 0
Telefax: +49 331 704406 19

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